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Cover von King 810 -- Memoirs Of A Murderer
Band: King 810 Homepage  Metalnews nach 'King 810' durchsuchenKing 810
Album:Memoirs Of A Murderer
Genre:Alternative, Metalcore, Nu Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:15.08.14
CD kaufen:'King 810 - Memoirs Of A Murderer' bei amazon.de kaufen
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"Musik hui, Image pfui"

Einer der gefährlichsten Orte der Welt, was die Kriminalitätsrate angeht, ist nicht etwa Wanne-Eickel, Nordrhein-Westfalen, sondern Flint, Michigan - auch bekannt als Heimatstadt des Krawall-Dokumentarfilmers Michael Moore. Genau aus diesem gottverlassenen Moloch stammen die toughesten Newcomer seit BIOHAZARD: KING 810. Das Label heißt damals wie heute Roadrunner Records und die geben sich alle Mühe einen kleinen Hype um das Quartett zu entfachen, was insofern klappt, als dass viele Menschen über KING 810 reden, ihnen aber kaum jemand das Tough Guy-Getue abnimmt, Konzertabsagen wegen Verhaftungen zweier Bandmitglieder [schwere Körperverletzung], Schusswunden und gewaltsame Ausschreitungen bei US-Gigs hin oder her. Kurz: Es ist leicht KING 810 zu hassen, ohne auch nur je einen Ton der Truppe gehört zu haben.

Ein bisschen das Lachen im Halse stecken bleibt einem nach Einfuhr des Einstiegstriples „Killem All“, „Best Nite Of My Life“ und „Murder Murder Murder“ dann doch: Sauheavy, düster und zuweilen überraschend brutal präsentieren sich KING 810 hier. Das bescheuerte Image, egal, ob authentisch oder nicht, hätte die Band jedenfalls auf keinen Fall nötig, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Musikalisch bewegen sich KING 810 hier irgendwo grob zwischen SLIPKNOT und EMMURE, legen aber viel mehr Wert auf Heaviness als auf Geschwindigkeit. Auch gesanglich sind SLIPKNOT sind eine Referenz: Sänger David Gunn erinnert stimmlich [und optisch] sehr an Corey Taylor, aber um wirklich massive Plagiatsvorwürfe heraufzubeschwören reicht es dann doch nicht ganz, zumal die beiden im Großen und Ganzen unterschiedliche Stile pflegen.
Mit dem coolen „Take It“ folgt dann die erste von mehreren düsteren Balladen auf „Memoirs Of A Murderer“, bei der sich Gunn gesanglich endgültig von Taylor emanzipiert. Leider können KING 810 im Anschluss das Niveau dieser paar Tracks nicht immer halten, zumal die Scheibe mit saftigen 68 Minuten auch viel zu lange geraten ist. Die beiden Spoken Words-Tracks „anatomy 1:2“ und „anatomy 1:3“ sind vollkommen unnötig, wirken peinlich aufgesetzt, das stampfige „desperate lovers“ ist ein kompletter Totalausfall und die weiteren Ausflüge in Balladen-Terrain mit „devil don't cry“ und „Carve My Name“ sind ebenfalls nicht überzeugend. Weitere Highlights sind das düstere, perkussive „boogeymen“, das experimentelle „eyes“ [erinnert atmosphärisch sehr an DEPECHE MODEs „Ultra“-Meisterwerk] und das eingängige „Fat Around The Heart“.

Es bleibt festzuhalten: Aus rein musikalischen Gründen kann man KING 810 durchaus mögen. Das Album ist zwar etwas zu unübersichtlich, vollgepackt und somit trotz/wegen der Vielseitigkeit nicht immer zwingend geraten, aber Potential hat die Band auf jeden Fall, so dass der positive Eindruck insgesamt überwiegt. Völlig Panne ist hingegen das Image, das der Qualität der Musik meistens unwürdig ist. Schade!

Trackliste:
01. Killem All
02. Best Nite Of My Life
03. Murder Murder Murder
04. Take It
05. Fat Around The Heart
06. treading and trodden
07. anatomy 1:2
08. eyes
09. desperate lovers
10. boogeymen
11. devil don't cry
12. anatomy 1:3
13. Carve My Name
14. War Outside
15. Write About Us
16. State Of Nature
Spielzeit: 01:07:55

Line-Up:
David Gunn – Vocals
Andrew Beal – Guitar
Eugene Gill – Bass
Andrew Workman – Drums
Michael Siegl [nnnon]
09.08.2014 | 13:58
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