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CD Review: Kingdom Of Sorrow - Kingdom Of Sorrow

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Band: Kingdom Of Sorrow bei Facebook Metalnews nach 'Kingdom Of Sorrow' durchsuchenKingdom Of Sorrow
Album:Behind The Blackest Tears
Genre:Doom Metal, Sludge, Stoner Rock
Label:Relapse Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:18.06.10
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"Generisch und angestaubt"

Was macht man, wenn die hauseigenen Felder brachliegen? Richtig, man tut sich mit Gleichgesinnten zusammen und bestellt neue. 2008 genossen Kirk Windstein und Jamey Jasta die Früchte ihres Erfolgs mit DOWN/CROWBAR bzw. HATEBREED, hatten aber scheinbar so viele neue Ideen zu säen, dass sie ihre kreativen Setzlinge kurzerhand zusammenschmissen und KINGDOM OF SORROW aus dem Boden sprießen ließen. Das selbstbetitelte Debut legte seinerzeit die Messlatte für einen möglichen Nachfolger hoch: der Verschnitt aus Sludge, Groove Metal und Hardcore geriet so fett, wie das Artwork beschissen war…

…und auch 2010 ähneln sich die Rahmenbedingungen. CROWBAR liegen noch immer auf Halde, DOWN haben gerade mal die Hälfte der Wartezeit für „IV“ hinter sich und Jastas Knüppeltruppe hat ihr Soll bereits letztes Jahr wieder erfüllt. Zeit also, hinter schwärzeste Tränen zu blicken. „Behind The Blackest Tears“ verheißt mit ähnlich irreführender Cover-Gestaltung wie sein Vorgänger eine Groove-Granate allererster Güte zu sein. „Enlightened To Extinction“ ist als Opener ein lässiger Smasher, der seine Coolness zunächst langsam aufbaut, mit tiefgestimmten Dissonanzen mächtig an Gewicht zulegt, aber erst in den Double Bass-Passagen richtig in die Vollen geht. Schneller vorbei, als man es sich wünscht, sorgt das folgende „God’s Law In The Devil’s Land“ für noch mehr Kurzweil. Weniger metalhaltig, dafür schwer mit Southern Rock verseucht, trumpft es mit einem Mainriff aus, aus dem die Sludge-Lässigkeit nur so tropft. Doch fast als „Monuments Of Ashes“ sich anschickt, den perfekten Soundtrack für einen alkoholgeschwängerten, ölverschmierten Höllenritt auf der Route 666 zu liefern, verlieren KINGDOM OF SORROW ihren Biss. Spätestens mit dem Titeltrack und „Envision The Divide“ entbehren die Riffs nicht eines generischen Charakters, der der vielversprechenden Kollaboration einiges an Überraschungsmoment raubt. Mit zunehmender Spielzeit weicht die Frische aus den Songs, die noch vor zwei Jahren zu solch treibenden Riffmonstern wie „Grieve A Lifetime“ oder zähen Sludge-Doomstern wie „Piece It All Back Together“ geführt hat. KINGDOM OF SORROW konzentrieren sich vor allem in der Albummitte zu sehr auf midtempogetriebene Kompositionen, die natürlich extrem groovebetont, extrem tief, staubtrocken, dreckig und hässlich wummern – aber nichtsdestotrotz im negativen Sinne des Wortes etwas angestaubt klingen. Das Duo setzt nur noch punktuelle Glanzlichter, etwa in „With Barely A Breath“ oder „From Heroes To Dust“. In letzterem legt Windstein ähnlich viel Gefühl in seine Stimme wie damals bei „Screaming Into The Sky“, dennoch ist die Quasi-Ballade mit Zeilen wie „All my heroes have turned to dust“ weniger trauernd denn verbittert ausgefallen und bietet somit eine der wenigen neuen Facetten, die KINGDOM OF SORROW heuer abgewonnen werden können.

Sicherlich ist nicht die Neuerfindung ihrer selbst das primäre Ziel von Windstein und Jasta gewesen, immerhin bewegt man sich auf relativ eng abgestecktem Terrain, das gewisse Strickmuster einfach nahe legt. Doch eben jene werden, was die Qualität der Songs betrifft, nur unzureichend bedient. „Behind The Blackest Tears“ überzeugt zu selten durch herausragendes Songwriting, um sich zumindest gleichwertig neben dem Debut zu platzieren.

Trackliste:
01. Enlightened To Extinction
02. God's Law In The Devil's Land
03. Monuments Of Ash
04. Behind The Blackest Tears
05. Envision The Divide
06. From Heroes To Dust
07. Along The Path To Ruin
08. With Barely A Breath
09. The Death We Owe
10. Sleeping Beast
11. Torchlight Procession
12. Salvation Denied
Spielzeit: 01:05:33

Line-Up:
Jamey Jasta - Vocals
Kirk Windstein - Guitar, Vocals
Steve Gibb - Guitar
Matthew Brunson - Bass
Derek Kerswill - Drums [Studio]
Peter Mildner [Nekropoleon]
11.06.2010 | 15:51
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