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Band: Klimt 1918 Homepage Klimt 1918 bei Facebook Metalnews nach 'Klimt 1918' durchsuchenKlimt 1918
Album:Just In Case We'll Never Meet Again
Genre:Alternative, Post Rock, Rock
Label:Prophecy Productions
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:20.06.08
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"Enttäuschung: Groß"

Der Vorgänger "Dopoguerra" [2005] war ein ganz schön schweres Pfund und wird sicherlich in Indie-Kreisen als ein Klassiker gelten, wenn 2010 die fällige Dekadenabrechnung kommt. Das Debüt "Undressed Momento" [2003] ist ebenfalls ein sehr gutes Album, das jede Sammlung bereichert. Da kann man sich schon leicht unter Druck gesetzt fühlen, wenn man diesen Werken einen würdigen Nachfolger an die Seite stellen will. Vor allem als emotionsgeladener Italiener, von denen KLIMT 1918 gleich vier im Line-Up haben.

Soviel vorweg: Die Mission ist gescheitert, die Band wird ihren Lorbeeren keineswegs gerecht. Schade. Traurig. Bitter. Kommen wir zur Fehleranalyse: Was ist so falsch am dritten Werk "Just In Case We Never Meet Again [Soundtrack For The Cassette Generation]"? Schwer zu sagen, denn stilistisch hat sich so gut wie nichts verändert. Die Band spielt immer noch melancholischen Rock, irgendwo zwischen ihren Landsmännern NOVEMBRE [allerdings nur zu sehr ruhigen Momenten], alten U2 und massiven Post Rock-Gitarrenwänden angesiedelt. Die letzten schüchternen Metal-Einflüsse von "Dopoguerra" hat man anno 2008 komplett über Bord geworfen, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Es liegt schlichtweg an den schwachen Songs. Das Intro "The Breathtaking Days [Via Lactea]" macht mit seinen meterdicken Gitarren- und Keyboard-Teppichen gleich klar, wohin die Reise geht - und doch bleibt dieses Intro die längste Zeit über das klare Highlight der Scheibe. Gegen Ende fangen sich KLIMT 1918 fast und hauen mit "Atget", "All Summer Long" und "True Love Is The Oldest Fear" drei ordentliche Songs raus, die allerdings auf beiden Vorgängern untergegangen wären. Schema F-Stückchen wie der Titeltrack oder "Just An Interlude In Your Life" tun dagegen richtig weh. Alle typischen Elemente irgendwie verwurstet, dafür null Gefühl und keine wirklich zwingende Hookline. Wenn man mal auf dem richtigen Weg ist, wie im Mittelteil von "The Graduate", wird das Ganze gleich unter Kitsch begraben. Ärgerlich.

Das bittere Resümee: Ein gutes Intro, das vergebens Vorfreude schürt, drei "okaye" Songs, viel Leerlauf und Langeweile. Ohrwurmrefrains: Kein Einziger. Momente, die zu Tränen rühren [auf dem Vorgänger fast Standard]: Kein Einziger. Enttäuschung: Groß.

Trackliste:
01. The Breathtaking Days [Via Lactea]
02. Skygazer
03. Ghost Of A Tape Listener
04. The Graduate
05. Just An Interlude In Your Life
06. Just In Case We'll Never Meet Again
07. Suspense Music
08. Disco Awayness
09. Atget
10. All Summer Long
11. True Love Is The Oldest Fear
Spielzeit: 00:50:11

Line-Up:
Marco Soellner - Vocals, Guitar
Francesco Conte - Guitar
Davide Pesola - Bass
Paolo Soellner - Drums
Michael Siegl [nnnon]
15.06.2008 | 18:17
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