.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Interviews mit Korn
Reviews von Korn
CD Review: Korn - The Paradigm Shift

Korn
The Paradigm Shift


Alternative, Nu Metal, Rock
6 von 7 Punkten
"Würdiges „Comeback”"
CD Review: Korn - Live At The Hollywood Palladium

Korn
Live At The Hollywood Palladium


Electro, Nu Metal
Keine Wertung
"Der Fänger im Mais lebt..."
CD Review: Korn - The Path Of Totality

Korn
The Path Of Totality


Electro, Nu Metal
5 von 7 Punkten
"Frischer Wind"
CD Review: KoRn - Untouchables

KoRn
Untouchables


Metalcore / Neo-Thrash / Nu-Metal / Hardcore
5 von 7 Punkten
"Mal wieder zwischen die Finger gerutscht: KORN - Untouchables. Ich verstehe nicht recht, w... [mehr]"
Live-Berichte über Korn
Mehr aus den Genres
CD Review: Imperial State Electric - Reptile Brain Music

Imperial State Electric
Reptile Brain Music


Rock, Rock'n'Roll
6 von 7 Punkten
"Griffige Songs, sexy Rhythmen"
CD Review: Red Hot Chilli Pipers - Music For The Kilted Generation

Red Hot Chilli Pipers
Music For The Kilted Generation


Folk, Instrumental, Rock
3.5 von 7 Punkten
"Hintergrund statt Untergrund!"
CD Review: Dio - Master of the Moon

Dio
Master of the Moon


Alternative, Crossover, Hard Rock, Punk, Speed Rock
5.5 von 7 Punkten
"Der saubere, sehr direkte Sound des neuen Dio Werkes bietet mit seiner minimalen Instrumen... [mehr]"
CD Review: Kontrust - Time To Tango

Kontrust
Time To Tango


Alternative, Crossover, Nu Metal
4.5 von 7 Punkten
"Ordentlich zusammengeklaut"
CD Review: The Distance - The Rise, The Fall And Everything In Between

The Distance
The Rise, The Fall And Everything In Between


Punkrock, Rock
4 von 7 Punkten
"The Punk, The Rock And The Pop"
CD Review: Amenra - Mass VI

Amenra
Mass VI


Doomcore, Post Hardcore, Sludge
6.5 von 7 Punkten
"Sternstunde!"
CD Review: Kadavar - Rough Times

Kadavar
Rough Times


Doom Rock, Hard Rock
6 von 7 Punkten
"Bleiben sich treu!"
CD Review: Arch Enemy - Will To Power

Arch Enemy
Will To Power


Melodic Death Metal
5 von 7 Punkten
"Alles wie immer: Alles gut."
CD Review: Revolution Saints - Light In The Dark

Revolution Saints
Light In The Dark


Hard Rock, Melodic Metal
4 von 7 Punkten
"Del Vecchios neue Platte"
CD Review: L.A. Guns - The Missing Peace

L.A. Guns
The Missing Peace


Sleaze Rock
5 von 7 Punkten
"Rückkehr des Ballermanns"
Cover von Korn -- Korn III - Remember Who You Are
Band: Korn Homepage Korn bei Facebook Metalnews nach 'Korn' durchsuchenKorn
Album:Korn III - Remember Who You Are
Genre:Nu Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:09.07.10
CD kaufen:'Korn - Korn III - Remember Who You Are' bei amazon.de kaufen
Share:

"Der Weg zurück!"

Groß waren die Behauptungen und fast schon reumütig, dass man sich für das kommende Album wieder mehr an seinen Wurzeln orientieren will. Das neue KORN-Album sollte zeigen, dass man die alten Tage noch im Blut hat und nicht im Beat-lastigen Sumpf des Elektro-Hip Hop-Rocks versunken ist. Mit "Korn III - Remember Who You Are" wird schon im Titel plakativ der Weg zurück propagiert. Interessant für diese, welche nach "Issues" abschalteten, angst-einflößend für jene, welche erst ab "Untouchables" dazugestoßen sind. Was Mr. Davis und seine zwei Verbliebenen nun tatsächlich aus den guten Vorsätzen gemacht haben ist interessant; es ist ein Hybrid, in jedem Falle. Aber einer, welcher sich sehen lassen kann.

Bereits bei dem Titel „Oildale“, welcher auch als Single ausgekoppelt wurde, horcht der alteingesessene KORN-Hörer freudig auf. Es erklingen schroffe Gitarren, Fieldy's Bass klappert wie in alten Zeiten und ein Tom-Gewitter, welches leider nicht mehr aus der Schlagkräftigkeit eines David Silveria stammt, untermalt den charakteristisch-emotionalen Gesang eines kraftvollen Jonathan Davis. Und das Beste: Keine Beats, keine Syntheziser und keine ominösen Hip Hoppenden Gastsänger. Haben sie es geschafft? Sind KORN wieder zu alter Form aufgestiegen? Nun, sie gehen einen fortschrittlichen Schritt zurück. Zurück in die richtige Richtung, weg vom Abgrund der Verkaufszahlen und Allgemeingültigkeit.

Ja, in der Tat, möglicherweise ein genialer Werbestreich, um verlorene Freunde zu umgarnen. Doch sei es drum, die Musik stimmt, und ehrlich gesagt, ich glaube dieser Platte. Sie ist aufrichtig. Sie ist emotional, direkt und druckvoll. Der Gesang liegt irgendwo zwischen „Untouchables“ und „Life Is Peachy“. Die Musik scheint aus „Take A Look In The Mirror“ und erfreulicher Weise „Follow The Leader“ kombiniert zu sein, woraus äußerst starke Titel, wie „Move On“, „Let The Guilt Out“ oder „Holding All These Lies“ resultieren, welche sehr wohl ein gewisses Gänsehaut-Potential aufweisen.

Natürlich reichen sie nicht an Klang-Giganten wie „Blind“, „Clown“ oder „Dead Body's Everywhere“ - meines Erachtens die größte Leistung, die KORN jemals erbracht hat - heran, aber sie sind gut. Schlichtweg gut. Das ist Musik, die bewegt, bei welcher man mitfühlend in den Geist des Sängers einsteigen kann; eine Tatsache, welche ich persönlich seit „Issues“ zutiefst vermisst habe. Das nunmehr neunte Studioalbum der Bakersfielder zeigt sich puristisch, aggressiv und ehrlich.

Ein Faktum, welches man seit „Untouchables“ bemängeln kann, ist die Gesangsausbildung, welche Jonathan Davis sicherlich zuträglich war, seine Stimme in den melodischen Gesängen jedoch grundlegend veränderte. Raue, brutale Arien, wie bei „Hey Daddy“ [„Issues“, 1999] gehören somit leider der Vergangenheit an. Dennoch weiß diese Platte zu überzeugen. Das Gedächtnis der Herren konnte zweifelsohne wiedererlangt werden.

Es lässt sich festhalten, dass "Korn III - Remember Who You Are" kein Meilenstein der Bandgeschichte ist. Es ist jedoch ein Lichtblick; die rettende Bucht nach einer elf-jährigen Odyssee. KORN haben den richtigen Schritt gemacht, sich zurück besonnen und mehr Aggressivität und Kraft in ihre Musik einfließen lassen, um somit den geistigen Nachfolger der 1999er „Issues“ zu kreieren. Die Institution KORN ist wieder interessant und vor allem hörenswert geworden.

Trackliste:
01. Uber-time
02. Oildale [Leave Me Alone]
03. Pop A Pill
04. Fear Is A Place To Live
05. Move On
06. Lead The Parade
07. Let The Guilt Go
08. The Past
09. Never Around
10. Are You Ready To Live
11. Holding All These Lies
Spielzeit: 00:44:37

Line-Up:
Jonathan Davis - Gesang, Dudelsack
James "Munky" Shaffer - Gitarre
Reginald "Fieldy" Arvizu - Bass
Ray Luzier - Schlagzeug
Tobias Naumann [Necrologue]
12.07.2010 | 15:36
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin