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Band: Kreator Homepage Kreator bei Facebook Metalnews nach 'Kreator' durchsuchenKreator
Album:Gods Of Violence
Genre:Heavy Metal, Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:27.01.17
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"Kein schwacher Moment"

Damit wäre das Dreigestirn dann wieder komplett: Nachdem sowohl DESTRUCTION als auch SODOM bereits im vergangenen Jahr mit [überaus gelungenen] Alben um die Ecke gekommen sind, zieht zum Beginn des neuen Jahres mit KREATOR nun auch die dritte der wichtigsten einheimischen Thrash-Formationen nach. Mit „Gods Of Violence“ veröffentlichen die Herren aus Essen ihr zweites Album über den Heavy Metal-Global Player Nuclear Blast.

Der deutschen Thrash Metal-Szene geht es bekanntermaßen ziemlich gut, denn die in der Einleitung genannten Bands versorgen ihre Hörerschaft konstant mit hochwertiger Musik. Dass KREATOR dabei so etwas wie die Speerspitze der einheimischen Dreschflegel bilden, ist ebenfalls nicht neu, allerdings liefert „Gods Of Violence“ ein weiteres hervorragendes Beispiel dafür, dass die Essener ihre Kollegen stets im Hinblick auf technischen Anspruch, Komplexität und Songwriting übertreffen – dieser Vorsprung mag mal kleiner und mal größer sein, aber er ist unüberhörbar vorhanden. Schon das eröffnende „World War Now“ zeigt KREATOR dank ungestümem Hochgeschwindigkeits-Riffing, gänsehautverdächtiger Melodien und halsbrecherischer Leadgitarren von ihrer besten Seite. Gleichzeitig offenbart die Nummer, dass sich Mille Petrozza und seine Mitstreiter auf „Gods Of Violence“ einmal mehr neu erfinden konnten, denn die Nummer wartet mit einem gänzlich anderen Feeling auf als das Material von „Phantom Antichrist“. Auch „Lion With Eagle Wings“ zeigt durch sein unerwartetes Intro, dass den Herren die Experimentierfreude noch nicht abhanden gekommen ist und ein Song wie „Death Becomes My Light“ weiß mit stellenweise fast schon bluesigen Momenten zu überraschen. Da KREATOR seit ihrem „Neustart“ im Jahre 2001 stilistisch stets in grob die gleiche Richtung gegangen sind, vollzieht die Truppe natürlich auch hier keine absolute Kehrtwende, sondern oszilliert wie auch schon in der jüngeren Vergangenheit zwischen knallhartem Thrash Metal-Riffing und Eingängigkeit, wie sie auch aus dem klassischen Heavy Metal, vielleicht sogar Power Metal stammen könnte. Damit hat die Truppe schon vor langer Zeit manche Fans aus Anfangstagen verprellt, aber allen, die dieser Modernisierung des klassischen Teutonenthrashs aufgeschlossen gegenüberstehen, dürften Nummern wie „Satan Is Real“, „Totalitarian Terror“ oder das schwedisch angehauchte „Hail To The Hordes“ bestens gefallen. Und man muss KREATOR einfach lassen, dass es keine andere Thrash Metal-Band gibt, die derart intelligentes und doch wuchtiges Riffing so gekonnt mit Melodie und Hymne verbindet wie diese Jungs aus dem Ruhrpott. Auch auf „Gods Of Violence“ wandeln Herr Petrozza und seine Mitstreiter wieder derart trittsicher auf dem Grat zwischen Aggression und Erhabenheit, wie es in dieser Durchdachtheit einfach keiner anderen Band des Genres gelingt – das machen auch Nummern wie der Titetrack, das treibende „Army Of Storms“ oder „Side By Side“ mehr als deutlich. Und dann schaffen es KREATOR ja auch noch, von Album zu Album einen drauf zu setzen, weshalb „Gods Of Violence“ vermutlich mit den schönsten Leadgitarren aufwartet, die die Truppe bisher überhaupt zustande gebracht hat.

Vier Jahre nach ihrer letzten Platte kehren KREATOR mit „Gods Of Violence“ zurück und beweisen ein weiteres Mal, dass sie schlicht die größte deutsche Thrash Metal-Band sind. Auf ihrem neuesten Album liefern Mille Petrozza und seine Truppe Riffs aus Edelstahl und Melodien für Millionen, ohne dabei je die für ihr Genre gebotene Aggression aus den Augen zu verlieren. SODOM und DESTUCTION haben im vergangenen Jahr amtlich vorgelegt, aber KREATOR entscheiden das teutonische Thrash-Wettrüsten dank „Gods Of Violence“ erneut für sich.

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Es ist kein Geheimnis, dass Finnland-Gitarrero Sami Yli-Sirniö mit seinem Einstieg 2001 auch wieder nachhaltiges Songwriting, Riffgewalt und den nötigen Biss ins KREATOR-Bandcamp brachte. Mit „Violent Revolution“ begann der unaufhaltsame und verdiente Aufstieg auf den Thrash-Thron, doch „Phantom Antichrist“ zeigte erste Abnutzungserscheinungen. Natürlich ist der German-Thrash von Löckchenkopf Mille Petrozza immer noch high class, aber durchschlagende Beißer wie „Impossible Brutality“ oder Live-Epen à la „Hordes Of Chaos“ lassen sich auch auf „Gods Of Violence“ nicht mehr so leicht finden. Natürlich – wenn ein Song gelingt, dann richtig! Der Titeltrack und das brachiale „Totalitarian Terror“ sind absolute Volltreffer, doch das eher peinliche „Satan Is Real“ und der Großteil der zweiten Albumhälfte mäandern mit Respektabstand im Windschatten vergangener Prachtkompositionen. Für das Gros der „Thrashanaten“ wird „Gods Of Violence“ das Genre-Nonplusultra sein, mir persönlich ist die Scheibe etwas zu klinisch, einfach gestrickt und Power-Metal-lastig, um mich zum frohlockenden Frösteln zu bringen.
froewe | 5.5 von 7 Punkten


Rein musikalisch geht es auf „Gods Of Violence“ ähnlich wie auf dem Vorgänger weiter und wird daher vor allem bei den neueren Fans für Freude sorgen. Will heißen: viel Melodie, viel Pathos, [zu] viel Power-Metal-Einschlag, viele epische Mitgröl-Passagen und natürlich auch mal geradliniger Thrash Metal – und leider auch wenig, was wirklich dauerhaft im Ohr hängen bleiben möchte. Da ist der aggressive Opener „World War Now“ noch ein schöner Lichtblick, wobei so mancher Songtitel bzw. Text ganz gerne mal zum Fremdschämen einlädt [siehe z.B. das unsägliche „Satan Is Real“]. Insgesamt eine spielerisch und produktionstechnisch natürlich sehr gute, jedoch songtechnisch leider über weite Strecken mittelprächtige und glattpolierte Scheibe.
soulsatzero | 4 von 7 Punkten


„Gods Of Violence“ kann durchaus mit dem exzellenten Vorgänger „Phantom Antichrist“ mithalten. Jeder einzelne Song ist auf den Punkt durchkonstruiert, die Gitarrenarbeit mehr denn je aufregend arrangiert, dass es auch nach mehrfachen Durchläufen spannend bleibt, und die Produktion von Jens Bogren greift eben diese Stärken auf. Die Fusion von Thrash Metal und melodischen Power-Metal-Einschüben ist weiter vorangeschritten. Auch wenn sich ein oder zwei dezente Lückenfüller eingeschlichen haben, liefern KREATOR erneut hochwertige Qualität ab.
fränky | 6 von 7 Punkten

Trackliste:
01. Apocalypticon
02. World War Now
03. Satan Is Real
04. Totalitarian Terror
05. Gods Of Violence
06. Army Of Storms
07. Hail To The Hordes
08. Lion With Eagle Wings
09. Fallen Brother
10. Side By Side
11. Death Becomes My Light
Spielzeit: 00:51:43

Line-Up:
Mille Petrozza - Vocals, Guitar
Sami Yli-Sirniö - Guitar
Christian Giesler - Bass
Ventor - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
20.01.2017 | 14:33
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