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Cover von Kreator -- Hordes Of Chaos
Band: Kreator Homepage Kreator bei Facebook Metalnews nach 'Kreator' durchsuchenKreator
Album:Hordes Of Chaos
Genre:Thrash Metal
Label:SPV
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:16.01.09
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"Harmlose Wut der Kult-Thrasher?"

Als ich zum ersten Mal die neue Scheibe von KREATOR im Laufwerk rotieren ließ und mir die volle Dröhnung auf die Lauschmuscheln gab, packte mich der Sound des Silberlings rasch. Technisch sauber produziert, hat „Hordes Of Chaos“ den typischen Thrash-Sound der Essener Band zu bieten, den einige Kritiker schon immer gehasst und Fans abgöttisch geliebt haben. Nach „Enemy Of God“, einem Album, welches bei uns immerhin satte 5 Punkte einheimsen konnte, geht die Band erneut sehr kompromisslos zur Sache.

Sowohl Mille Petrozza als auch Sami Yli-Sirniö erinnern insbesondere in den Soli an die besten SLAYER-Zeiten, was wahrlich nicht unangenehm ist. Ob man Milles kauzig kreischenden Gesang ernst nehmen kann oder soll, bleibt jedem selbst überlassen. Lässt man sich auf den Schreihals ein, bekommt man die üblichen Tiraden auf die politischen Verhältnisse in der Welt zu hören. „Destroy What Destroys You“, „Amok Run“ oder „Corpses Of Liberty“ benötigen keiner weiteren Beschreibung, die Titel sagen bereits alles über den textlichen Inhalt der Scheibe aus. Einige Refrains sind jedoch sehr schwach geraten, zwar mit brutaler Kraft gebrüllt, aber nicht eigenständig und durchdacht komponiert. Harmlose Wut trifft es wohl ganz gut. Gleiches gilt auch für den Gitarrensound, der alles andere als wuchtig daherkommt, eher kraftlos als ausdrucksstark.

Dass „Hordes of Chaos“ nicht komplett zündet, liegt aber vorrangig an der mangelnden kompositorischen Abwechslung. Jürgen Reil bearbeitet das Schlagzeug druckvoll und präzise, aber es klingt absolut harmlos, keinerlei überraschende Klänge sind da zu vernehmen, was wohl vorrangig auf die vorwiegend im Mid-Tempo gehaltenen Rhythmusvorgaben der Gitarrenarbeit zurückzuführen ist. Die Vielfalt an Riffs ist nicht gegeben, zu lange dudeln einige Parts vor sich hin und lassen die Songs trotz ihrer Kürze - lediglich das erste Stück ist länger als 5 Minuten - zu gleichartig klingen.

Sicher, „Hordes Of Chaos“ ist alles andere als ein schwaches Thrash-Album. So richtig überzeugt haben mich die Jungs diesmal aber nicht. Immer wieder habe ich die Scheibe eingeworfen und versucht, so etwas wie umfängliche Begeisterung wach zu rufen über die komplette Spielzeit. Das hat aber bedauerlicherweise nicht funktioniert. Einzelne Songs der Trackliste und mehrere Parts innerhalb des Machwerks sind hervorragend geworden, doch im kompletten Paket vermischt sich das Gesamtwerk zu sehr zu einem Thrash-Einerlei und hinterlässt einen fragenden Gesichtsausdruck. „War das schon alles?“ Ja, war es, leider. Trotz der üblichen Aggressivität in Milles Stimme ist mir das Album viel zu brav eingespielt. Zudem vermisse ich einen richtigen Ohrwurm, den hat das Album einfach nicht zu bieten, zu kurz ist es für meinen Geschmack ohnehin.

Trackliste:
01. Hordes Of Chaos [A Necrologue For The Elite]
02. Warcurse
03. Escalation
04. Amok Run
05. Destroy What Destroys You
06. Radical Resistance
07. Absolute Misanthropy
08. To The Afterborn
09. Corpses Of Liberty
10. Demon Prince
Spielzeit: 00:38:27

Line-Up:
Mille Petrozza – Gitarre, Gesang
Jürgen "Ventor" Reil - Schlagzeug
Christian "Speesy" Giesler - Bass
Sami Yli-Sirniö - Gitarre
Markus Grunow [Archon]
09.01.2009 | 05:14
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