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Band: Kreator Homepage Kreator bei MySpace.com Metalnews nach 'Kreator' durchsuchenKreator
Album:Phantom Antichrist
Genre:Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:01.06.12
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"Edel-Riffing und große Melodien!"

Das letzte Album der einheimischen Kult-Thrasher KREATOR liegt inzwischen drei Jahre zurück, wobei die lange Wartezeit sicherlich auch damit zu begründen ist, dass ihr bisheriges Label SPV zwischenzeitlich in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten ist und für den Moment die Pforten schließen musste. Dank eines Deals mit Nuclear Blast sind die Essener nun wieder auf Kurs und veröffentlichen mit „Phantom Antichrist“ nach langer Wartezeit endlich ihre nächste Platte.

Seit sie mit dem 2001 erschienenen „Violent Revolution“ einen Schlussstrich unter ihre von Fans nicht immer positiv aufgenommene Phase des Experimentierens gezogen haben und sich seither nicht enden wollender Beliebtheit erfreuen, hat die Truppe den vor gut zehn Jahren eingeschlagenen Kurs weitgehend beibehalten. Allerdings hat sich die Band in den folgenden Jahren natürlich trotzdem weiterentwickelt und während ihre letzten beiden Alben „Enemy Of God“ und „Hordes Of Chaos“ allein schon im Hinblick auf ihren Sound gegensätzlicher nicht hätten sein können, scheint dies alles nur das Vorgeplänkel zu ihrem Magnum Opus „Phantom Antichrist“ gewesen zu sein: Was die Produktion anbelangt eine gesunde Mischung aus der Sterilität von „Enemy Of God“ und der etwas schwachbrüstigen Wärme von „Hordes Of Chaos“ kommt die Platte schön organisch aus den Boxen, ohne zu poliert zu wirken und präsentiert eine Band, die auch nach nicht ganz 30 Jahren im Geschäft nichts von ihrer Spielfreude bzw. in diesem Falle Wut eingebüßt hat. Nach dem obligatorischen melodischen Intro geht es mit dem Titeltrack gleich in die Vollen und während hier gewisse Parallelen zu „Hordes Of Chaos“ sicherlich nicht von der Hand zu weisen sind, finden sich mit arschtightem Riffing und explosiven Gitarrensoli in Höchstgeschwindigkeit auch gleich alle Elemente, die den Sound der Essener groß gemacht haben. Überhaupt stellen KREATOR auf ihrer neuen Platte ein enormes Talent für effektives Songwriting zur Schau und haben mit „From Flood Into Fire“, „Civilization Collapse“ und „The Few, The Proud, The Broken“ kompromisslose Thrash Metal-Granaten mitgebracht, die dem Ruf einer Band ihres Formats absolut gerecht werden. Dabei heißt die Devise auf „Phantom Antichrist“ mehr denn je „Vielschichtigkeit“, denn wenngleich der Platte selbstverständlich ein extrem hohes Aggressions- und damit auch Energielevel innewohnt, verlieren die Mannen niemals ihr Gespür für Gänsehaut-Melodien aus den Augen uns streuen wie etwa in „United In Hate“ gerne auch mal ruhigere Momente ein, was der Abwechslung nur zugute kommt. Wie eingangs angetönt schlägt auch „Phantom Antichrist“ in eine ähnliche Kerbe wie seine Vorgänger und so muss man eben auch hier die Texte von Frontmann Mille hinnehmen, die vor kindischer Sozialkritik nur so strotzen, das war bei KREATOR aber noch nie anders und gehört demzufolge einfach dazu – wer eine Hymne wie „Until Our Paths Cross Again“ schreiben kann, dem sei das aber auch gerne verziehen.

KREATOR wüten auf ihrer neuen Platte so unverbraucht wie eh und je, können inzwischen allerdings auf die musikalische Erfahrung von knappen drei Dekaden zurückgreifen und das hört man „Phantom Antichrist“ deutlich an: Edel-Riffing und große Melodien verpackt in eine angenehm bodenständige Produktion machen dieses Album zu einer der besten KREATOR-Platte der letzten zehn Jahre, an der es herrlich viel zu entdecken gibt. Anspieltipps: „From Flood Into Fire“, „The Few, The Proud, The Broken“ und „Until Our Paths Cross Again“.

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Mille & Co. belegen mit „Phantom Antichrist“, dass es noch viel melodischer, epischer [„Until Our Paths Cross Again“ klingt fast wie BLIND GUARDIAN auf Thrash] und kompositorisch ausgefeilter als auf den Vorgängern bzw. seit ihrem „Comeback“ seinerzeit mit „Violent Revolution“ geht. Die Gitarrenarbeit ist ausgesprochen opulent [„Your Heaven My Hell“ geriert sich beinahe als Thrash-Powerballade], die Soli wissen zu beeindrucken [„Victory Will Come“ oder "United In Hate" erinnert, wie so vieles auf dieser Scheibe, an ARCH ENEMY] und die wuchtige Produktion, diesmal aus den Händen von Jens Bogren, passt wie eine Spandexbuxe. KREATOR gelingt es zwar durchaus, ihren „neuen“ Trademark-Sound weiter zu diversifizieren, dennoch will beispielsweise der Titeltrack, „Phantom Antichrist“, mit seiner vermeintlich rebellischen textlichen Reminiszenz an alte Zeiten [„Terror Will Prevail!“] anno 2012 nicht mehr so wirklich überzeugen. Trotzdem irgendwie gut, dass KREATOR immer noch da sind und ihr Ding durchziehen!
dkay | 5 von 7 Punkten

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Und wieder kurz vor knapp. Eigentlich wollte ich meinen Senf zu „Phantom Antichrist“ ja schon längst abgegeben haben, aber dann kam eine Kurzreise nach Dänemark dazwischen. Mit dem Auto. Gut, dass KREATORs neue Scheibe nicht mit an Bord war, schließlich ist der dänische Bußgeldkatalog für Verkehrssünden ausgesprochen garstig. Und wenn man eines zu „Phantom Antichrist“ wunderbar können dürfte, dann rasen. KREATOR gehen ihren „neuen“ Weg zwischen Thrash und Power Metal weiter und verbinden pfeilschnelles Riffing und peitschendes Schlagzeug mit reichlich Melodieschmuck. Fast schon zu reichlich, denn so wird die spürbar auf Eingängigkeit angelegte Scheibe bisweilen fast honigsüß. Das wird nicht jedem KREATOR-Freak gefallen - ich persönlich find‘s halb so wild. „Phantom Antichrist“ macht einfach Laune, auch wenn ein paar mehr Hits vom Kaliber „Civilisation Collapse“ oder „United In Hate“ die Band anno 2012 noch bußgeldgefährlicher gemacht hätten.
grim_rieper | 5 von 7 Punkten

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Wenn man ein von Fans und Presse gleichermaßen gefeiertes, über jeden Zweifel erhabenes Meisterwerk wie „Hordes Of Chaos“ abgeliefert und anschließend sogar das Label gewechselt hat, drängen sich üblicherweise gewisse Nachdenklichkeiten auf. Wie können wir das noch toppen oder mindestens das Qualitätslevel halten? Was müssen wir anders oder besser machen? Scheinbar nicht so KREATOR. „Phantom Antichrist“ klingt, als gingen Mille und seinen Leuten solche Grübeleien am Arsch vorbei. Das Album klingt unglaublich frei von irgendwelchen Zwängen und eigenen Vorgaben, bleibt dennoch hundert Prozent authentisch. KREATOR gehen hier und da etwas experimenteller zur Sache, um dann im exakten Moment wieder den präzisen Schlag ins Genick anzusetzen. Es gilt, die persönliche All-Time-Faves Liste zu überdenken, so ansatzlos gewaltig und ohne für mich erkennbare Schwachpunkte bricht „Phantom Antichrist“ in mein Alltagsleben ein. KREATOR spielen nicht in der ersten Liga. Sie SIND die erste Liga.
Fränky | 7 von 7 Punkten

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KREATOR anno 2012 mag ja musikalisch und technisch betrachtet hochwertiger sein, als z.B. Ender der 80er/Anfang der 90er - zu ihrer Glanzzeit also. Aber ganz ehrlich, wenn ich Mitgröhlrefrains und in Thrash Metal eingebettet Heavy Metal-Passagen am Fließband hören will, greife ich sicher nicht zu einer KREATOR Scheibe. Keine Ahnung, warum das so großen Anklang findet. Ich jedenfalls finde diese Form von idealisierter Bandstilistik, inkl. der für meinen Geschmack zu großen Anteile von bereits mehr als bekannter Heavy Metal-Manier, recht deplatziert, austauschbar und wenig interessant. 4 Punkte für Technik und ein gelungenes Klangbild.
shub | 4 von 7 Punkten

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Nach dem hüftlahmen „Hordes Of Chaos“ legen die Altenessener Thrash-Urgesteine nun mit „Phantom Antichrist“ eine Scheibe nach, die – nach einigen Anläufen – deutlich besser zündet und bisweilen zu überraschen weiß. Beispielsweise die Thrash-Granate „Death To The World“ oder „United In Hate“, während KREATOR anno 2012 neben klassischem Thrash-Gewüte wesentlich mehr auf Bombast und Melodie setzen. Das funktioniert dann zwar bei Klargesangpassagen weniger gut [„Your Heaven, My Hell“], und auch die epischen Stadionstampfer à la „From Flood Into Fire“ mit GRAVE DIGGER/BLIND GUARDIAN-Mitgröl-Garantie dürften pure Geschmackssache sein – mein Ding ist es definitiv nicht, auch wenn es mutig von KREATOR ist, ihren Stil behutsam aufzubohren und nicht auf der Stelle zu treten. Doch dafür gibt es genügend „Entschädigung“ aufgrund einiger sehr gelungener Songs, einer hörbar prima aufeinander eingespielten Band sowie der druckvollen Produktion, sodass „Phantom Antichrist“ insgesamt ein gutklassiges Album geworden ist. – Ach ja, schickes Artwork von Wes Benscoter!
soulsatzero | 5 von 7 Punkten

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Trackliste:
01. Mars Mantra
02. Phantom Antichrist
03. Death To The World
04. From Flood Into Fire
05. Civilization Collapse
06. United In Hate
07. The Few, The Proud, The Broken
08. Your Heaven, My Hell
09. Victory Will Come
10. Until Our Paths Cross Again
Spielzeit: 00:45:18

Line-Up:
Mille Petrozza - vocals, guitar
Sami Yli-Sirniö - guitar
Speesy - bass
Ventor - drums
Thomas Meyns [Metalviech]
01.06.2012 | 01:04
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