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21.11.09
21.11.09
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"Da rappelt's im Karton.." | ||||||||||||||||||
| Gerade mal ein gutes Jahr ist es her, dass uns die brasilianischen Todesmetaller mit ihrem letzten Langspieler "The Great Execution" ein klasse Album beschert haben. Dennoch lässt sich das Trio natürlich nicht lumpen und wirft zum zwanzigjährigen Bandjubiläum – bezogen auf die 1992er Demo "The Plague" – eine neue Veröffentlichung auf den Markt. Statt brandneuem Material gibt es diesmal jedoch einen Blick in die Raritätenkiste. "Arise From Blackness" fasst die wohl nur noch sehr schwer zu bekommende EP "Unmerciful Order" [1993] und das eigene Material der nicht weniger seltenen Split-EP mit VIOLENT HATE, "Curse Of The Evil One" [1992], zusammen. Das einzige Angebot, dass ich nach oberflächlicher Recherche finden konnte war eine "Unmerciful Order" Ep aus Frankreich für rund 200 Dollar. Allein schon deshalb eigentlich ein Pflichtkauf für alle KRISIUN Fans. Aber auch wenn ihr noch nicht alle Alben zu Hause im Schrank stehen habt bekommt ihr mit "Arise From Blackness" etwas für euer Geld geboten, denn die EP-Compilation demonstriert eindrucksvoll die Finesse und den technischen Anspruch mit dem KRISIUN offenbar auch vor zwanzig Jahren zu Werke gegangen sind. Da sind wirklich flinke Finger an Gitarre und Bass zugange und es findet sich ein Haufen echt geiler Soli auf der Platte, die sich keinesfalls hinter neuerem Material verstecken müssen. Und auch Schlagzeuger Max verdrischt sein Instrument mit Blastbeats als gebe es kein Morgen. Respekt, denn damit hatte ich eigentlich zunächst nicht gerechnet. Der ein oder andere Thrash-lastige Ausbrauch macht dann noch die geografische Nähe zu SEPULTURA deutlich, die zum Zeitpunkt der Originalaufnahmen schon sechs Jahre aktiv waren. Selbstredend wurde das Material vor der Neuveröffentlichung digital überholt, dennoch kommt der Sound immer noch ganz schön rumpelig aus den Boxen. Das Schlagzeug ist vergleichsweise laut, die Gitarren sägen ordentlich und der Gesang ist ziemlich roh. Klar, das ganze hat natürlich einen gewissen Retro-Charme, als sich jedoch anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts der Death Metal entwickelt hat ging ich noch in die Grundschule und hatte andere Vorstellungen von Musik. Von daher bin ich einen moderneren, druckvolleren Sound gewohnt, wie man ihn beispielsweise auch von aktuellen KRISIUN-Scheiben kennt und kann mich mit so alten Wiederveröffentlichungen nur bedingt anfreunden. Aber das ist ganz einfach Geschmackssache, das Material auf "Arise From Blackness" ist, wie bereits erwähnt, zweifelsohne hervorragend. | ||||||||||||||||||
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