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Cover von Kryptos -- The Ark of Gemini
Band: Kryptos Homepage Kryptos bei Facebook Metalnews nach 'Kryptos' durchsuchenKryptos
Album:The Ark of Gemini
Genre:Melodic Metal, Thrash Metal
Label:Old School Metal Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:13.06.08
CD kaufen:'Kryptos - The Ark of Gemini' bei amazon.de kaufen
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"Rockende Inder statt plärrender Kinder!"

Mit den 1998 gegründeten Thrashern KRYPTOS haben Old School Metal Records einen recht exotischen Fang gemacht, schließlich hört man Thrash Metal aus Indien nicht alle Tage.

Wer nun befürchtet, auf „The Ark of Gemini“ mau produziertes Gerumpel geboten zu bekommen, welches lediglich durch seinen Exotenbonus besticht, kann beruhigt sein. KRYPTOS zocken zwar stark von den 80ern beeinflusste Thrashriffs, gehen aber mit Verstand zu Werke anstatt kopflos vorwärts zu rasen. Stattdessen mischen sich etliche schon beinahe episch zu nennende Melodien und ebenfalls erstaunlich melodische Soli in den Old School Cocktail, wobei die Inder ohne weiteres erkennen lassen, dass sie ihre Instrumente nicht erst seit letzter Woche in Händen halten. Auch mit Tempowechseln wird nicht gegeizt, sodass letztlich ein Gesamtbild entsteht, welches mit den Worten Thrash Metal nur unzureichend beschrieben wäre. Nolan Lewis, Sänger und Gitarrist in Personalunion, stellt darüber mit seinem heiseren Vocals einen weiteren Bezug zu den metallischen Urzeiten her und bewegt sich irgendwo zwischen typischen Thrashgesängen und der damals noch nicht ganz so extremen Grunzerei ganz frühen Death Metals. Das ist zwar nicht unsympathisch, passt aber leider in seiner Eintönigkeit nicht immer ganz einwandfrei zu den verspielten Songs, die sich weit häufiger im Midtempo als in genretypischer Hektik abspielen. Dies könnte man, je nach Geschmack, als einen weiteren Wermutstropfen werten, denn gelegentlich geht KRYPTOS über ihren epischen Melodien ein wenig die Intensität verloren – in dieser Hinsicht wie auch in punkto Gesang haben die Serben von SPACE EATER die Nase vorn.

Nach einer Weile gewöhnt man sich jedoch recht gut daran, zur Abwechslung mal bei einem Thrashalbum nicht pausenlos hibbelig gerifft zu werden. Freunde alter Riffkunst die außerdem einen Sinn fürs Melodische und Getragene haben, sollten sich „The Ark of Gemini“ jedenfalls nicht entgehen lassen – was jedoch nicht bedeutet, dass nicht auch Freunde traditionellen Heavy Metals oder Power Metals nicht auch ihre Freude an diesem Werk haben könnten.

Trackliste:
01. Sphere VII
02. Order of the D.N.A.
03. Heretic Supreme
04. Tower of Illusions
05. The Revenant
06. Vulcan
07. Trident
08. Liquid Grave
09. In the Presence of Eternity
Spielzeit: 00:42:34

Line-Up:
Nolan Lewis - Gitarre, Gesang
Ryan Colaco - Schlagzeug
Jayawant Tewari - Bass
Rohit Chaturvedi - Gitarre
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
06.06.2008 | 14:18
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