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Cover von Kvelertak -- Nattesferd
Band: Kvelertak Homepage Kvelertak bei Facebook Metalnews nach 'Kvelertak' durchsuchenKvelertak
Album:Nattesferd
Genre:Black Metal, Rock
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:13.05.16
CD kaufen:'Kvelertak - Nattesferd' bei amazon.de kaufen
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"Wenn’s kommt, dann kommt’s"

Als der Vorbote '1985' auf den Playlisten auftauchte, schwante vielen Fans böses - machen die Norwerger jetzt einen auf Stadiorock á la Van Halen? Was genau ist da passiert? Eines sei vorweg gesagt: '1985' gibt nicht die Marschrichtung des dritten Albums 'Nattesferd' dar.

KVELERTAK weiten die Grenzen ihres Verständnis von Black Metal weiter aus und so wundert es nicht, dass man zeitgleich Referenzen an die Foo Fighters und Darkthrone ziehen kann - im selben Song!
Die rauen Melodien sind dennoch melodisch und über allem thront die einzigartige Stimme von Erlend Hjelvik. Dieses Potpourri erzeugt - wie bereits auf den Vorgängeralben - eine äußerst organische Mischung.
Melodisch und organisch ist neben den drei (!) Gitarren auch die Stimme Hjelvik's. Dieser schafft es, seine (norwegischen) Lyrics so dermaßen melodisch zu singen, dass auch Nicht-Norweger die Texte mitsingen, die sie nicht verstehen. In meinem Augen ein Zeichen von Grandiosität - nicht jeder kann auf rein akustischer Basis kommunizieren.

Dieses Album kratzt an der Grenze zum Meisterwerk. Bei manchen Songs musste ich laut auflachen, weil sie so verdammt lächerlich gut sind, wie der Chorus von "Nattesferd" oder "Heksebrann". Letzt genanntes ist wohl der beste Song auf dem Album.

Dennoch: die Entscheidung, "1985" als erste Singleauskopplung zu veröffentlichen, hat wohl viele abgeschreckt und auch nach dem ersten Hördurchgang ist "Nattesferd" nicht etwas, das einem sprachlos zurücklässt. "Nattesferd" zündet erst nach ein paar (intensiven) Hördurchgängen, man muss dranbleiben und sich reinbeißen - dann wird einem das gesamte Ausmaß erst bewusst.

KVELERTAK sind auf der Höhe ihres Schaffens und "Nattesferd" ist ihr bis jetzt bestes Album. Was hier geboten wird, ist künstlerisches Werken auf äußerst hohem Niveau - ich bin auf Album Nummer 4 gespannt.

Trackliste:
01. Dendrofil For Yggdrasil
02. 1985
03. Nattesferd
04. Svartmesse
05. Bronsegud
06. Ondskapens Galakse
07. Berserkr
08. Heksebrann
09. Nekrodamus
Spielzeit: 00:46:31

Line-Up:
Erlend Hjelvik: lead vocals
Bjarte Lund Rolland: guitar
Maciek Ofstad: guitar
Vidar Landa: guitar
Marvin Nygaard: bass
Kjetil Gjermundrød: drums
Susanne Fuhs [Suzy]
18.05.2016 | 09:41
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