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Cover von Kylesa -- Ultraviolet
Band: Kylesa Homepage Kylesa bei Facebook Metalnews nach 'Kylesa' durchsuchenKylesa
Album:Ultraviolet
Genre:Progressive, Rock, Sludge
Label:Season Of Mist
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:24.05.13
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"Mehr scheinen als sein"

KYLESA sind stets in Bewegung. Niemals würden sie sich wiederholen, niemals stagnieren. Das ist so löblich wie wunderbar, kann aber leider auch massiv schiefgehen. Angedeutet hat sich das Drama bereits auf dem Vorgänger „Spiral Shadow” [2010]: Das Album, dass die Sludger aus Savannah, Georgia [ebenfalls Heimat von BARONESS und BLACK TUSK] kommerziell in eine andere Liga spülte - trotz Totalausfällen wie „Don‘t Look Back” oder „Back And Forth”, die förmlich gegen den sonst so drückenden, energischen Zwei-Drummer-Sludge mit schrägen Anti-Hooklines, seltsamen Arrangements und stilistischer Orientierungslosigkeit ankämpften.

„Ultraviolet”, das inzwischen sechste Werk von KYLESA, sollte wohl das große Ding werden, das die Band zu so viel mehr macht als die gewöhnliche Sludge-Band, die sie nie waren. Zuweilen wirkt das Album, als würde das Quintett mit der Brechstange versuchen, avantgardistisch-psychedelisch bis progressiv und dabei trotzdem so eingängig, fast poppig, wie möglich zu klingen. „Ultraviolet” wildert in vielen krautigen, kauzigen Gärten, huldigt CAN und alten PINK FLOYD - aber wirklich authentisch zu klingen, das schaffen KYLESA tatsächlich nur bei dem trippigen Rausschmeißer „Drifting” und mit Abstrichen bei „Steady Breakdown”. Hier geht das Konzept auf, hier können KYLESA für die Zukunft anknüpfen. Ansonsten regiert das Stückwerk auf „Ultraviolet”: Relativ starke, wenn auch im Kontext unpassende Momente [sonst noch zu finden bei „Unspoken” und „Low Tide”] durchbrechen viel zu selten das von Sänger/Gitarrist Phillip Cope merkwürdig drucklos produzierte, fade Gemisch, das nur noch entfernt und bruchstückhaft etwas mit dem Sludge früherer Tage zu tun hat. Man wird außerdem das Gefühl nicht los, dass KYLESA dieses Mal zu sehr auf ihre guten Kumpels von BARONESS geschielt haben [nicht umsonst bedient sich „Vulture‘s Landing” dreist bei „Jake Leg”, ganz zu schweigen von der Gitarrenarbeit in „Grounded”]: „Ultraviolet” wäre gerne ähnlich freischwimmend und vielseitig wie „Yellow & Green”, verrennt sich dafür aber viel zu oft in musikalischen Belanglosigkeiten samt seltsam akzentuierten Gesangslinien [meistens von Phillip Cope stammend, der einfach nicht zum Clean-Sänger geboren wurde, während Laura Pleasants ihren Job deutlich besser als noch auf „Spiral Shadow” macht – nachzuhören beim grungigen „Quicksand”]. Fortschritt statt Rückschritt in allen Ehren, aber je öfter „Ultraviolet” rotiert, desto mehr wünscht man sich die energische Band zurück, die die deftigen, kraftvollen und wilden Wunderwerke „Time Will Fuse It‘s Worth” [2006] und „Static Tensions” [2009] veröffentlicht hat.

Fakt ist: „Ultraviolet” braucht viele Durchgänge, um überhaupt in irgendeiner Form, sei es positiv oder negativ, zu wirken. Demnach sollte man KYLESA dieses Mal besonders viel Zeit einräumen, aber um wirklich restlos zu überzeugen fehlt es diesem Werk einfach an Substanz und Tiefgang. Bleibt nur zu hoffen, dass KYLESA irgendwann wieder zu alter Form zurückfinden – mit welchem Stil auch immer.

Trackliste:
01. Exhale
02. Unspoken
03. Grounded
04. We‘re Taking This
05. Long Gone
06. What Does It Take
07. Steady Breakdown
08. Low Tide
09. Vulture‘s Landing
10. Quicksand
11. Drifting
Spielzeit: 00:38:53

Line-Up:
Phillip Cope – Vocals, Guitar
Laura Pleasants – Vocals, Guitar
Chase Rudeseal – Bass
Carl McGinley – Drums
Eric Hernandez – Drums
Michael Siegl [nnnon]
17.05.2013 | 12:58
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