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Cover von Lacrima Christi -- Spiegel / Maskenball
Band: Lacrima Christi Homepage  Metalnews nach 'Lacrima Christi' durchsuchenLacrima Christi
Album:Spiegel / Maskenball
Genre:Death Metal
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:00.00.01
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Diesmal will ich Euch von einer Band berichten, die sich nach einem trockenen Weißwein, der auf den Hängen des Vesuv angebaut wird, benannt hat. Ganz so trocken ist die Musik der Formation jedoch nicht – auf der Basis von Deathmetal der klassischen Schule wird, durch Hinzunahme von Stilelementen wie leichtem Keyboardbombast, progressivem Metal, theatrischer Dramatik und manchmal auch einem Hauch Folklore, eine recht originelle Mischung kreiert, mit der wir uns, in Form der beiden Demos der Band, nun auseinandersetzen werden.

.: Spiegel

Das 1999 aufgenommene Debüt „Spiegel“, verfügt bereits über einen für ein Demo guten und soliden Sound, sodaß an der Produktion schon mal keine ernsthaften Kritikpunkte festzumachen sind. Der Opener „Tango Of Bitterness“ läßt ansatzweise einen kleinen Einblick in die Spielart von LACRIMA CHRISTI zu - progressiver Deathmetal flirtet beständig mit den einschmeichelnden Melodien der Leadgitarre; der Gesang ist heiser bis beißend, überzeugt aber leider nur stellenweise. Als nächster Anspieltip präsentiert sich „I hear black“, in dem erstmals das Keyboard dominant eingesetzt wird. Der plötzliche Umbruch von sanfteren Klängen zu gitarrenunterlegtem, kehligem Gebrülle ist hier gut gelöst und sorgt für wohlige Anspannung beim Hörer. Das nachfolgende „Hypocrite“ ist ganz klar der (Live-)„Hit“ des Albums. Zum einen wird hier das Gaspedal mal ordentlich durchgetreten und das Timing stimmt einfach, wodurch der verspielte Faktor auch knackiger zur Geltung kommt. Und das geht gut ins Ohr! Danach kommen wieder ein paar Songs, die so leicht vor sich hinplätschern, zwar nicht uninteressant, aber auch nicht so daß irgendwas zwingend hängenbleibt. Bei „Ninja (Killermachine?)“ ist der Hörer aber schlagartig wieder voll dabei – die leicht abgehackte, leicht agressive und melodische Struktur des Songs raunt förmlich „Aber hallo! Hier spielt die Musik!“, und gerne sind wir gewillt zu lauschen. Das abschließende „Pathed Roads Of Deceit“ setzt mit interessantem Wechselgesang und lecker melodisch-technischen Songstrukturen noch einen drauf und stellt sich so direkt neben „Hypocrite“ aufs oberste Treppchen.

.: Maskenball

Auch auf „Maskenball“ verfolgt die Band konsequent die eingeschlagene Marschrichtung. Allerdings klingen die Stücke hier zusammenhängender, was nicht wirklich auch Kosten der Abwechslung geht, das ganze aber etwas durchdachter und weniger konfus erscheinen läßt. Dennoch gibt es auch hier wieder Stücke, die doch etwas zu sehr in die Länge gezogen wurden und dadurch den Hörgenuß etwas trüben. Dem Keyboard wurde nun eine klare Begleitungsrolle zugeteilt; es ist in allen Songs zu hören und wertet diese zumeist auch angenehm auf. Das wie aus einen Gruß erscheinende Doppelpack „Final Attack“ / „Angry Grief“ ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung des LACRIMA CHRISTI Sounds im Vergleich zum Vorgänger. Kein Traumstart, aber ein guter Anfang. „Christs For Lions Part II“ läßt gespannt aufhorchen und kann auch sonst überzeugen, bis auf den Umstand, daß es zum Ende hin hoffnungslos gezogen klingt. Da wäre ein Ende mit Schrecken sicher etwas geschickter gewesen, als den Song länger werden zu lassen, als er eigentlich hätte sein müssen. Beim Titelstück „Maskenball“ wird sogar verstärkt auf die Wiederholung bestimmter Takte gesetzt, was nur durch die kurze Spielzeit des Stückes und einen Punkt gerettet wird, an dem ein wenig Abwechslung einfließt. In „Dance Zombie Dance“ setzt das Keyboard einige tolle Akzente, sodaß Gitarren und Vocals ausnahmlos hinten anstehen müssen. „Bloodstone“ ist dann quasi der „Hypocrite“ auf dem „Maskenball“, der zwar mehr groovt als brettert, sich aber dennoch bestens als Livehit eignet. Tolle Nummer! Abgeschlossen wird das zweite Demo dann von dem netten Instrumental „Thrilling Moments“. Insgesamt kann man sagen, daß hier im Vergleich zum ersten Demo eine kleine, aber feine Steigerung stattgefunden hat, obwohl der Vorgänger quanitativ mehr "Hitsongs" am Start hatte.

.: Fazit

Bei LACRIMA CHRISTI handelt es sich zweifellos um nicht bloß eine weitere Deathmetalband, sondern um einen originellen und auch vielseitigen Vertreter seiner Zunft. Wer die Standartpalette in- und auswendig kennt und sich hilfesuchend nach etwas umschaut, das einfach anders klingt, der ist mit den Weißweinfreunden gut beraten. Einen schwerwiegenden Kritikpunkt gibt es allerdings auch – in der Form wie sich die Band auf ihren Demos präsentiert, ist die Musik zwar wunderbar geeignet um ihr in den eigenen vier Wänden zu lauschen; für Liveperformances fehlt aber größtenteils einfach noch der richtige Biß. Wenn eine Komposition sich schon stark gedehnt gibt und über einige Längen verfügt, sollte sie wenigstens stellenweise richtig fesselnd sein, sonst fällt es schwer damit auf einem Konzert einen Hexenkessel zu entfachen. Daher sei der Band für kommende Veröffentlichungen wärmstens empfohlen, ein paar packende Nummern der Marke „Hypocrite“ / „Bloodstone“ / "Ninja" / "Pathed Roads Of Deceit" mehr auszuarbeiten und dafür auf weit ausholende Plätscherstellen in anderen Songs zu verzichten. Davon abgesehen handelt es sich hier um zwei feine Demos einer bemerkenswerten Band mit Potential.

Trackliste:
.: Spiegel (1999)
01. Tango Of Bitterness
02. Raeder Des Schicksals
03. I Hear Black
04. Hypocrite
05. Kyrie Eleison
06. Fear (Spitting In His Face)
07. Ninja (Killermachine?)
08. Pathed Roads Of Deceit

.: Maskenball (2001)
01. Final Attack
02. Angry Grief
03. Christs For Lions Part II
04. Maskenball
05. Midnight
06. Dance Zombie Dance
07. Teufelsflöte
08. Bloodstone
09. Thrilling Moments


Werner Heinz [sOULiON]
11.09.2003 | 22:57
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