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Cover von Lacuna Coil -- Comalies
Band: Lacuna Coil Homepage  Metalnews nach 'Lacuna Coil' durchsuchenLacuna Coil
Album:Comalies
Genre:Gothic
Bewertung:6 von 7
23. September 2002
CD kaufen:'Lacuna Coil - Comalies' bei amazon.de kaufen
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Die italienischen LACUNA COIL sind sowohl in der Metal- als auch in der Gothicszene bei weitem kein unbeschriebenes Blatt mehr, weshalb ich die Band an sich auch nicht mehr groß vorzustellen brauche.Stattdessen werde ich mich direkt ihrem neusten Outpot, Comalies, widmen, der ab nächster Woche in jedem gut sortierten CD-Laden zu finden sein sollte.

Schon beim sexy Opener „Swamped“ wird deutlich, daß es die Band endlich geschafft hat, etwas von der „Magie“ die sie live versprühen auf CD zu brennen. Waren die letzten Alben noch als „Ganz nett, aber belanglos ..“ zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen, setzen sich die Songs auf „Comalies“ durch ein klares Plus an Intensität zumindest eine Weile in den Gehörgängen fest. Die Produktion ist, dank Waldemar Sorychta, überaus gelungen,am hervorstechendsten ist aber meiner Meinung nach die Steigerung von Sänger Andrea Ferro. Aus dem „Was will der denn ?“, der in den Anfangstagen der Band eher als Fehlbesetzung rüberkam, ist mittlerweile tatsächlich ein passabler Sänger geworden, der sich wunderbar in den Sound der Band einfügt und nur noch wenige schwache Momente hat (wie z.B. im Titelstück des Albums, was allerdings eher an der banalen Gesangsmelodie liegen dürfte). Frontsängerin Christina brilliert wie gewohnt mit ihrer samtigen Stimme, die nach wie vor im Sound von LACUNA COIL die Hauptrolle spielt und den Hörer durch die dreizehn Songs des Albums führt.

Musikalisch hat sich sonst nichts grundlegendes geändert, eine Melange aus Rock-, Pop-, Metal- und Gothic- Elementen an sich ist ja eigentlich auch nichts wirklich neues. Die Feinarbeit wurde hier offensichtlich eher bei der Ausarbeitung der einzelnen Songs geleistet – ein „Hit“ jagt quasi den nächsten und wirklich dünne Songs sind nicht auszumachen oder eben Geschmackssache. Die vorab erschienene und sehr ins Ohr gehende Single „Heaven’s A Lie“ scheint wie gemacht dafür zu sein, die Tanzböden in Düster- und Alternativeclubs zu füllen, dürfte aber bei Pop - Verächtern fürchterliche Grimassen hervorrufen. Der leicht melancholische, leicht süßromantische, teilweise ins theatralische abrutschende Charakter des Albums dürfte zudem für äußerst konträre Meinungen sorgen.

Wer sich mit diesen Elementen anfreunden kann, bekommt ein düsterrockiges Spektakel geboten, das mit fetten Gitarren, packendem Drumming, bestechendem Frontgesang sowie einigen Elektro- und Exotikelementen aufwarten kann. Ich persönlich sitze da etwas zwischen den Stühlen. Zum einen kann mich ein flott-intensiver Song wie „Unspoken“ (ganz klar mein Albumfavorit!) schwer positiv beeindrucken, zum anderen ruft ein Songanfang wie bei „Entwined“, wo mit schlecht verzerrter Stimme übertrieben schwülstig herumgeschmachtet wird, bei mir musikalische Übelkeit hervor. Nichts gegen ein bißchen Kitsch und sicher mag das auch der Stilrichtung entsprechend angebracht sein aber wenn etwas zu dick und künstlich aufgetragen wird, kann ich mich dafür nur schwerlich, bzw. gar nicht begeistern. Ähnlich verhält es sich mit teilweise etwas zu aufdringlichen Elektroelementen, ganz besonders in dem Song „Angel’s Punishment“, der sonst eigentlich durchaus überzeugen kann, schon weil Andrea hier ordentlich vom Leder brüllen darf und damit einen netten Kontrast zu Christina’s weicher Stimme bildet.

Sicherlich liegt mir hier das bisher beste LACUNA COIL Album vor und bestimmt ist es auch eine der herausragendsten Erscheinungen im Gothic-Metal Bereich momentan, allerdings hindern mich zum einen die (genretypisch) fehlende Innovation im musikalischen Sinne, zum anderen die doch teilweise sehr störenden klebrig-aufgesetzten Elemente daran hier die Höchstwertung zu vergeben. Für Fans der Band, sowie Freunde von typischem Gothic Metal jedoch sicher eine der essentiellsten Anschaffungen in diesem Herbst.

Trackliste:
01. Swamped
02. Heaven’s A Lie
03. Daylight Dancer
04. Humane
05. Self Deception
06. Aeon
07. Tight Rope
08. The Ghost Woman And The Hunter
09. Unspoken
10. Entwined
11. The Prophet Said
12. Angel’s Punishment
13. Comalies


Werner Heinz [sOULiON]
18.09.2002 | 20:34
Kommentare
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