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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Lahannya - Shotgun Reality
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Cover von Lahannya -- Shotgun Reality
Band: Lahannya Homepage Lahannya bei Facebook Metalnews nach 'Lahannya' durchsuchenLahannya
Album:Shotgun Reality
Genre:Alternative, Gothic
Label:Kabuki
Bewertung:2 von 7
Releasedatum:12.10.07
CD kaufen:'Lahannya - Shotgun Reality' bei amazon.de kaufen
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"Missglückter Selbstversuch!"

Nach einem rundum schicken Album der Holländer ASRAI dachte ich zunächst, das Genre des Gothic Rock eventuell für mich als Zeitvertreib entdeckt zu haben. LAHANNYA holt mich mit „Shotgun Reality“ allerdings relativ schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, so dass – jedenfalls mir – klar wird, dass ASRAI doch eher eine Ausnahmeerscheinung war. LAHANNYA, das ist ein weiblicher DJ aus London. Ein paar Musiker engagiert, versucht sich die blaue Dame nun an einem eigenen Album, welches sie selbst als „Alternative rock flirting with electro...“ kategorisiert. Im selben Atemzug fügt man hinzu: „Maybe LACUNA COIL meets THE BIRTHDAY MASSACRE?“. Zu gut, dass dort ein Fragezeichen steht, denn mit LACUNA COIL hat das hier Gebotene nicht im Geringsten zu tun. Noch weniger mit den beiden im Promo-Flyer genannten Bands EVANESCENCE oder THE GATHERING. LAHANNYA ist simpler, seichter und plätschernder Softrock, der mit einer kleinen Zahl an Samples spielt.

Gleich die ersten drei Songs ziehen mehr oder weniger belanglos an mir vorüber. Von einer Frau, die bereits mit Größen wie COMBICHRIST arbeitete, erwartet man dann doch etwas mehr. Ein dünnes und monotones Stimmchen scheint gegen eine wabernde Klangkulisse nicht ansatzweise ansäuseln zu können und so klingt „Shotgun Reality“ irgendwie gar nicht so „in die Fresse“, wie sich der Titel vielleicht interpretieren lassen könnte. Ehrlich gesagt geht mir das, was sich hier Gesang nennt, schon während des ersten Songs mehr als nur auf den Sack! Die Gitarrenriffs und die Spielart derer sind in der Form wohl auch auf jedem zweiten Rockalbum zu finden und wissen mich rein gar nicht zu berühren. So mancher Song erscheint, als habe man ihn schnell geschrieben, um noch mehr Content für einen Longplayer zu schaffen, der ansonsten nur 2-3 halbwegs annehmbare Songs enthalten würde. Einer dieser eingestreut wirkenden Songs ist z.B. „Narcotic“, das neben einem durchgängigen Langweiler-Riff mit einem absolut lieblosen Finish aufwartet und auch ansonsten einfach so vor sich hin plätschert. Vom Sound her kann man zwar nicht meckern, aber was hier deutlich fehlt ist einfach der gewisse Druck, die Power. Wer bitte soll denn auf diese Musik abgehen? Die Gitarre eine Ecke fetter und die Drums knackiger, und schon hätte man in entsprechenden Clubs den ein oder anderen Floorfiller in der Tasche, aber anscheinend geht es LAHANNYA um andere Dinge.

Viel länger will ich mich mit diesem Werk auch nicht wirklich beschäftigen, denn auch nach fünf Durchläufen will ein überspringender Funke nicht einmal im Dunkeln zu sehen sein. Monotonie, Langeweile, das Vermissen jeglicher Höhepunkte… nein danke, das brauche weder ich, noch 90% der dort draußen Anwesenden. Seien es Gothics, Waver, Rocker oder sonst was…
Wer musikalisch auch nur einen Funken Anspruch besitzt, wird mit LAHANNYA und ihrem Versuch, musikalisch selbst aktiv zu werden nicht einmal zum Zeitvertreib glücklich. 51-minütige Zeitverschwendung!

Trackliste:
01. Beautiful Girl
02. Bleed For Me
03. Narcotic
04. Doors
05. Wandering
06. Rain
07. Charades
08. Losing Yourself
09. Heaven
10. Roundabouts
11. Silent Victim
12. Payback
Spielzeit: 00:51:11

Line-Up:
Lahannya – Vocals, Gitarre
Lutz - Bass
Chris – Gitarre
Belle – Drums
Patrick Franken [Border]
14.11.2007 | 06:45
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