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Album:War Metal Battle Master
Genre:Doom Metal, Sludge, Thrash Metal
Label:Southern Lord
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:23.05.08
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"Rohe Gewalt kann so schön sein!"

LAIR OF THE MINOTAUR aus Chicago melden sich mit ihrem dritten Scheibchen „War Metal Battle Master“ zurück und setzen weiterhin auf eine räudige Mischung aus Old School Thrash, Doom und Sludge, die fieser nicht sein könnte.

Die Jungs selbst bezeichnen ihr neues Machwerk ohne Umschweife als Konzeptalbum. Das Konzept? ‚Wie kann man Konflikte mit einer verdammt großen Axt lösen?!’ Und jetzt mal ganz ohne Witz: Genau so klingen auch alle acht vertretenen Songs. So ähnlich dürfte sich wohl ein zum Tode Verurteilter fühlen, dem der Henker mit einem zahnlosen Grinsen gegenübersteht und dabei noch genüsslich und in aller Seelenruhe sein schartiges Richtbeil mit einem nervtötenden Schleifen schärft, bevor es über den Jordan, äh, in diesem Fall Styx geht, da LAIR OF THE MINOTAUR weiterhin auf Themen aus der griechischen Mythologie setzen. Musikalisch wird wie gehabt eine fette und wuchtige Mischung aus SLAYER, HIGH ON FIRE, VENOM und vor allem CELTIC FROST geboten. Die Chicagoer machen auch überhaupt keinen Hehl daraus, dass sie ihren alten Helden huldigen und sie das ganze neumodische Zeug einen Dreck interessiert. Die Distortion ist bis zum Anschlag aufgedreht, der Bass rumpelt, was das Zeug hält, und der gesamte Sound ist so dreckig wie die gesamte städtische Mülldeponie. Digitale Gimmicks, Soli oder technische Kabinettstücken? Ach was, weit gefehlt, das braucht man nicht in der Welt von LAIR OF THE MINOTAUR. Dafür gibt es direkt und ungeschliffen ganz mächtig eins auf die Mütze, dass es sich gewaschen hat. Und genau das kann das Trio auch am besten, nämlich thrashen, dass die Fetzen fliegen, auch wenn bei dem bitterbösen und unaufhaltsam wie Sludge-Lava dahinfließenden „Doomwarrior“ mit angezogener Handbremse agiert und zehn Minuten lang Gift und Galle gespuckt wird, dass es eine wahre Pracht ist. Danach darf der War Metal Battle Master – von BOLT THROWERs „War Master“ oder von „Conan, der Barbar“ inspiriert, oder sogar von beiden? – bei „Hades Unleashed“ noch einmal die Axt schwingen, um die letzten Schädel zerbersten zu lassen. Dazu passt auch bestens das Artwork, da Jeremy Mohlerand im Comic-Stil zu jedem Song eine eigene Zeichnung angefertigt hat, sodass ein echt schickes und 20-seitiges Booklet das Endergebnis darstellt.

LAIR OF THE MINOTAUR sind einfach nur bitterböse und schnörkellos, was sie ungemein sympathisch macht. Mit irgendwelchen Trends, neuen Impulsen oder der Gegenwart hat „War Metal Battle Master“ rein gar nichts zu tun, sondern das Teil ist einfach in jeglicher Hinsicht ein prächtiges Stück Metal, wie es im Old-School-Lehrbuch stehen könnte. Kopf abschalten, Bier kaltstellen, die Kutte auspacken, Anlage voll aufdrehen, eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit machen und abschädeln!

Trackliste:
01. Horde Of Undead Vengeance
02. War Metal Battle Master
03. When The Ice Giants Slayed All
04. Slaughter The Bestial Legion
05. Black Viper Barbarian Clan
06. Assassins Of The Cursed Mist
07. Doomtrooper
08. Hades Unleashed
Spielzeit: 00:39:24

Line-Up:
Steven Rathbone – Guitar, Vocals
Donald James Barraca – Bass
Chris Wozniak – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
16.05.2008 | 16:51
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