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Cover von Lamb Of God -- Sacrament
Band: Lamb Of God Homepage  Metalnews nach 'Lamb Of God' durchsuchenLamb Of God
Album:Sacrament
Genre:Metalcore, Modern Metal, Thrash Metal
Label:Epic/Sony
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:13.10.06
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"Empfangt das achte Sakrament"

Geh' ich recht in der Annahme, dass LAMB OF GOD während ihrer Songwriting-Phase für „Sacrament“ zu viele Batman-Comics gelesen haben? War der Vorgänger „Ashes Of The Wake“ beileibe kein fröhliches Album, so gestaltet sich das neueste Langeisen der Gebrüder aus Richmond in etwa genauso düster wie die Abenteuer des dunklen Ritters aus Gotham City. Wie ein schwarzer Schatten legt sich das Soundcape des Fünfers über den Hörer und entführt diesen in die uralten Gemäuer des Arkham Asylum, wo hinter jeder Zellentür ein neuer Superschurke darauf wartet, einem das Lebenslicht auszublasen.

Viele Rezensenten stecken LAMB OF GOD immer wieder gerne in die Metalcore-Schublade, wo sie aber mit Sicherheit nicht gänzlich reingehören. Auch wenn einige Elemente wohl in dieses Genre weisen, so sind die Lämmer mehr Thrash Metal als irgendetwas anderes. Hammerharte Stakkato-Riffs, unglaubliche Leads und eine furztrockene Produktion zeichnen dieses Werk aus, welches durch die bereits angesprochene dunklere Note ein wohlig schauriges Ambiente auf den Rücken zaubert. Auch wenn der düstere Touch anfangs etwas ungewohnt scheint, so ist es doch gerade dieses Detail, das „Sacrament“ von seinem Vorgänger abhebt. Der Opener „Walk With Me In Hell“ hat die gleichen rasiermesserscharfen Zähne und Krallen wie der Killer Croc, der Hit „Redneck“ bricht Dir genauso wie Bane das Rückrat, „Forgotten (Lost Angels)“ könnte auch aus Mr. Freezes Eiskanone gefeuert worden sein und Scarecrow hatte bei „Blacken The Cursed Sun“ mit Sicherheit seine langgliedrigen Finger im Spiel.

Fronter Randy hat enorm an seiner Stimme gearbeitet, klingt stellenweise wie ein erstklassiger Black Metal-Keifer und könnte unter Garantie der norwegischen Panda-Legion Konkurrenz machen. Meist brüllt-keift er sich die Stimmenbänder aus dem Leib, mal grunzt er wie ein abgestochenes Meerschweinchen, mal beschwört er heiser und im Flüsterton seine Texte. Aber nicht nur Randy hat an seinem Repertoire gearbeitet, auch Schlagzeuger Chris Adler beweist ein ums andere Mal, dass er sich hinter den Genre-Größen überhaupt nicht zu verstecken braucht. Es ist echt der schiere Wahnsinn, was der Mann hinter den Fellen alles mit der Bassdrum anstellen kann; ein Genuss für jeden Triolen-Fetischisten.

„Sacrament“ wächst immer mehr, je öfter ich die Platte höre und viele kleine Details entdeckt man erst beim genauen hinhören der Platte (vor allem die vielen Samples, die sich dezenzt im Hintergrund versteckt halten). So muss zeitloser Thrash Metal der neuen Schule klingen: aggressiv, melodisch, düster, in your face Metal – can you dig it?!

Trackliste:
01. Walk With Me In Hell
02. Again We Rise
03. Redneck
04. Pathetic
05. Foot To The Throat
06. Descending
07. Blacken The Cursed Sun
08. Forgotten (Lost Angels)
09. Requiem
10. More Time To Kill


Lorenz von König [LvK]
09.11.2006 | 20:06
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