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Band: Lamb Of God Homepage Lamb Of God bei Facebook Metalnews nach 'Lamb Of God' durchsuchenLamb Of God
Album:Wrath
Genre:Modern Metal, Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:20.02.09
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"Hut ab, Frau Mütze!"

Immer wieder gibt es Bands, die jenseits des großen Teiches jahrelang die dicksten Erfolge einfahren, auf dem alten Kontinent hingegen nicht die verdiente Aufmerksamkeit erfahren – meist mit Ausnahme des amerikanisierten englischen Musikmarktes. Bestes Beispiel hierfür sind wohl AVENGED SEVENFOLD; aber auch die Virginianer LAMB OF GOD müssen sich dank Missmanagements des europäischen Tochterzweiges ihrer [ex-]Plattenfirma mit weniger Ruhm zufrieden geben...

Für den hart arbeitenden Fünfer aber kein Grund, die Ohren in den Sand zu stecken – mit „Wrath“ hat man das wohl kompakteste und stärkste Album im Gepäck und zur Vermarktung hat man zu Roadrunner gewechselt. Beste Voraussetzungen also, um Europa nach zehn Jahren endlich zu erobern. Wenngleich schon im Vorfeld Lorbeeren verteilt werden, ist der Weg dahin zunächst ein holpriger - „Wrath“ erweist sich nicht nur auf die ersten ein bis zwei Durchläufe als sperriges Biest, das einem kaum eingängige Songs schenken will. LAMB OF GOD waren sicher noch nie die Band, die für den Catchiness-Nobelpreis nominiert worden wäre, aber auf die frühen Anläufe offenbart sich einem kein zweites „Redneck“ oder „Laid To Rest“. Zum Glück ändert sich das, wenn man den modern thrashenden 45 Minuten die verdienten Chancen gibt: „Set To Fail“ und „Choke Sermon“ entpuppen sich nach und nach als „Redneck“-ähnliche Groove-Monster, „Constructor“ fegt einen mit seiner punkigen Speed-Attitüde und vor allem dem Dimebag-Gedächtnis-Überriffing am Schluss völlig weg und auch ansonsten drischt man sich mit genialer Gitarrenarbeit und punktgenauem, wahnwitzigem Drumming ohne Schnörkel unaufhaltsam nach vorne. Und auch, wenn Randy Blythe immer noch weit davon entfernt ist, ein echter Sänger zu sein, hat sich die Stimme des Frontmanns schwer gemacht und fügt sich noch besser in das Gesamtbild ein, als er dieses mit seinem grollenden Bass sowieso schon dominiert.

„Wrath“ ist ein unglaublich tightes Ungetüm, das bei der dichten Produktion trotzdem Raum zum Atmen lässt und macht, sofern man endlich damit warm geworden ist, einfach unfassbar viel Spaß! Moderner Thrash in Perfektion! Für die „Wartezeit“, die der geneigte Hörer also unter Umständen braucht, um sich in das stets groovende und mörderisch riffende Material einzufinden, gibt es einen halben Punkt Abzug, ansonsten ist diese Scheibe sprichwörtlich vom ganz hohen Regal! Punkt.

Trackliste:
01. The Passing
02. In Your Words
03. Set To Fail
04. Contractor
05. Fake Messiah
06. Grace
07. Broken Hands
08. Dead Seeds
09. Everything To Nothing
10. Choke Sermon
11. Reclamation
Spielzeit: 00:45:10

Line-Up:
Randy Blythe - Vocals
Mark Morton - Guitar
Willie Adler - Guitar
John Campbell - Bass
Chris Adler - Drums
Markus Jakob [shilrak]
13.02.2009 | 23:19
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