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Cover von Lancer -- Mastery
Band: Lancer Homepage Lancer bei Facebook Metalnews nach 'Lancer' durchsuchenLancer
Album:Mastery
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:13.01.17
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"Auf dem Weg zur Meisterleistung"

Bis vor Kurzem noch beim vergleichsweise kleinen Label Despotz Records beheimatet erklimmen die schwedischen Metaller LANCER die Karriereleiter nun mit gesteigertem Tempo, konnten sie sich doch überraschend einen Vertrag mit der schwermetallenen Traumfabrik Nuclear Blast sichern. Ihren Einstand bei der Donzdorfer Plattenfirma feiern die Burschen aus Arvika mit ihrem nunmehr dritten Album, für das die Truppe den selbstbewussten Titel „Mastery“ gewählt hat.

Auf „Mastery“ setzen die Schweden natürlich nach wie vor auf ihre bewährte Mischung aus knackigen Riffs und hymnischer Eingängigkeit. Gerade im Hinblick auf die Arrangements der Band sind dabei oftmals IRON MAIDEN als größte Inspirationsquelle auszumachen, was die Herren unweigerlich in stilistische Nähe zu ihren Landsleuten AIR RAID rückt. Allerdings wird recht schnell deutlich, dass LANCER für ihr drittes Album in jeder Hinsicht eine gehörige Schippe draufgelegt haben: Das beginnt bei der weitaus professionelleren Produktion von „Mastery“, die so richtig schön mächtig und zeitgemäß klingt und die vor allem mit einem großartigen Gitarrensound punktet und setzt sich – was noch viel wichtiger ist – beim Songwriting fort. LANCER haben auf „Mastery“ die meisten ihrer noch auf „Second Storm“ hörbaren schwächen erfolgreich eliminiert und stellen ihre Stärken auf Album Nummer Drei gekonnt in den Vordergrund. Das resultiert in insgesamt weitaus stringenteren und prägnanteren Songstrukturen und mitreißenden, Gänsehaut erzeugenden Melodien, wie sich etwa im Nummern dem treibenden Titeltrack, „Iscariot“ oder auch „Widowmaker“ zeigt. Dabei agieren LANCER angenehm vielschichtig, wobei die Truppe stets um die genretypische Epik bemüht ist, dabei jedoch [fast] nie in den Kitsch abrutscht und das ist gar nicht so leicht. In der Vergangenheit mussten sich die Schweden im Hinblick auf ihr Schaffen den Begriff „Blaupausen-Metal“ gefallen lassen und wenngleich die Band auf „Mastery“ einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat, ist diese Anschuldigung noch nicht so ganz vom Tisch – das, was die Burschen aus Arvika auf ihrer dritten Platte bieten, ist in jeder Hinsicht gut gemacht, allerdings gibt es solcherlei Bands nicht gerade wenige, weshalb auch LANCER kaum das Gerne revolutionieren werden und somit letztendlich eine Band von vielen bleiben. Was die Herren jedoch beispielsweise den eingangs zum Vergleich herangezogenen AIR RAID voraus haben, ist die Tatsache, dass sie sich auf „Mastery“ derart spielfreudig, frisch und hungrig präsentieren, dass man ihnen eventuell mangelnde Originalität sofort verzeihen möchte. Fehlte es „Second Storm“ noch an Energie, so scheint die Mannschaft hier förmlich vor Spielfreude zu platzen. In Kombination mit einem fähigen Sänger wie Isak Stenvall – man höre nur „Future Millennia“, „Victims Of The Nile“ oder auch die Ballade „World Unknown“ - sowie dem hochkarätigen Gitarrenspiel der Herren Solvelius und Kelemen liefern LANCER hier absolut gelungenen, zeitgemäßen Power Metal mit hohem Gänsehaut-Faktor ab.

Woran auch immer es liegen mag, dass Bands mit Vertragsabschluss bei Nuclear Blast urplötzlich über sich hinauswachsen, das Rezept geht auch im Falle von LANCER auf ganzer Linie auf. Präsentierte sich die Truppe aus Arvika auf „Second Storm“ noch als durchschnittliches Power Metal-Gespann, haben die Herren nun das Zeug dazu, ganz vorne mitzuspielen. Es stehen noch viele sehnsüchtig erwartete Alben in den Startlöchern, aber dank LANCER und „Mastery“ fängt das Metal-Jahr 2017 schon verdammt gut an. Weiter so!

Trackliste:
01. Dead Raising Towers
02. Future Millennia
03. Mastery
04. Victims Of The Nile
05. Iscariot
06. Follow Azrael
07. Freedom Eaters
08. World Unknown
09. Widowmaker
10. Envy Of The Gods
Spielzeit: 00:52:07

Line-Up:
Isak Stenvall - Vocals
Ewo Solvelius - Guitar
Frederik Kelemen - Guitar
Emil Öberg - Bass
Sebastian Pedernera - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
06.01.2017 | 13:13
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