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Album:Throughout Time
Genre:Melodic Metal, Prog-Metal
Label:My Kingdom Music
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:16.01.09
CD kaufen:'Last Warning - Throughout Time' bei amazon.de kaufen
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"Geduld ist gefragt!"

Italien steht ja in der Metal-Szene immer so ein bisschen im Verdacht, massenweise kitschige, melodische Power Metal-Bands mit Kastratenvocals hervorzubringen. Obwohl es zeitweilig doch einige Parallelen mit jenen Bands gibt, treten LAST WARNING mit ihrem dritten Album „Throughout Time“ nun an, um dieses Klischee zu widerlegen. Darauf verbinden sie progressiven Metal à la QUEENSRYCHE, SAVATAGE oder VANDEN PLAS mit Melodic Metal der Marke BALANCE OF POWER und ANGRA zu einer feinen, wenngleich nicht herausragenden Melange.

Wenn man Fan der Truppe um Sänger Fabio Del Sal ist, dann muss man vor allen Dingen eines haben: Geduld. So ließen die bereits 1987 gegründeten [!!!] LAST WARNING sechs Jahre ins Land ziehen, bevor sie im Jahre 2000 mit „Under A Spell“ einen Nachfolger für ihr Debüt „From The Floor Of The Well“ veröffentlichten und nun dauerte es weitere neun Jahre, bis ein neues Lebenszeichen in Form von Album Nummer drei vorliegt. Progressiv und melodieselig geht das Sextett hier zu Werke und bietet [genretypisch] fast ausschließlich Songs, welche die Marke von sechs Minuten überschreiten. Leider gelingt es ihnen dabei aber nicht, die ganze Zeit auf höchstem Niveau zu agieren, weshalb es sicher besser gewesen wäre, sich bei dem einen oder anderen Titel kürzer zu fassen. „Throughout Time“ weiß insgesamt schon zu gefallen, neigt aber mitunter zur Langatmigkeit. So stehen Highlights, wie die wundervoll epische Ballade „In The Flood“ mit Gastsängerin Laura Ivan, das mit einigen tollen Ideen aufwartende, eher straighte „Bloody Dream“ oder das vielschichtige „For A Lifetime“ verzichtbaren Nummern wie „Madness“ oder „Cry Out“ gegenüber. Dazu kommt in negativer Hinsicht noch die Tatsache, dass der Schlagzeugsound deutlich satter klingen könnte. Positiv fällt hingegen die Gesangsleistung von Fabio Del Sal auf, der streckenweise an den brasilianischen Ausnahmevokalisten Andre Matos [Ex-ANGRA] erinnert.

Mit „Throughout Time“ liefern LAST WARNING eine ordentliche Platte ab, die sich Progressive Metal-Freunde ruhig mal anhören sollten. Die wirklich herausragenden Momente sind leider noch etwas dünn gesät, aber das Potential ist definitiv erkennbar. Bleibt nur zu hoffen, dass es keine weiteren sechs bis neun Jahre dauert, bis die Band nachlegt und dann möglicherweise zum ganz großen Wurf ausholt.

Trackliste:
01. Madness
02. Secret
03. It Slowly Dries My Tears
04. Bloody Dream
05. Throughout Time ...
06. For A Lifetime
07. Only Silence
08. Higher
09. In The Flood
10. Cry Out
Spielzeit: 01:08:32

Line-Up:
Fabio Del Sal - Vocals
Antonio Pin - Guitar
Andrea Ferrara - Guitar
Stefano Venuto - Bass
Gianluca Venier - Keyboards
Ivan Moni Bidin - Drums
Timo Beisel [kaamos]
09.02.2009 | 00:18
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