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Cover von Lazarus A.D. -- The Onslaught
Band: Lazarus A.D. Homepage Lazarus A.D. bei Facebook Metalnews nach 'Lazarus A.D.' durchsuchenLazarus A.D.
Album:The Onslaught
Genre:Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.02.09
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"Die Mosher aus Kenosha"

Für das Thrash-Revival scheint kein Ende in Sicht, denn mit LAZARUS A.D. aus Wisconsin, die sich ebenfalls Metal Blade in den Stall geholt hat, steht nach WARBRINGER, FUELED BY FIRE und Co. bereits der nächste Thrash-Thronanwärter in den Startlöchern.

Dabei hat Metal Blade erneut ein glückliches Händchen bewiesen, denn „The Onslaught“ stellt eine wirkliche Attacke in Sachen [Retro-]Thrash dar, auch wenn das Album nicht mehr wirklich taufrisch ist, da von der Band selbst bereits im Jahre 2007 veröffentlicht und nunmehr - dank Plattendeal - als Wiederveröffentlichung lediglich mit neuem Cover-Artwork und von Produzent James Murphy [u.a. of TESTAMENT-, DEATH-, CANCER-, DISINCARNATE-Fame] mit zeitgemäß fettem Sound aufgehübscht wurde.
Dabei erweisen sich die Mosher aus Kenosha erfreulicherweise nicht bloß als minutiöse Kopisten vergangener Epochen, sondern zaubern aus zwar ebenso bekannten, wie bewährten Zutaten der großen Namen im dreschenden Business ihr durchaus eigenständiges und modernes Thrash-Süppchen, das sie obendrein noch mit allerlei Melodien anzureichern wissen.
Los geht’s gleich mal zackig mit „Last Breath“, das manchem womöglich bereits von der letztjährigen Earache-Compilation „Thrashing Like A Maniac" geläufig ist und das ebenso melodiebewusst wie virtuos DEATH ANGEL-Riffs mit EXODUS-Aggression zu paaren weiß.
„Thou Shall Not Fear“ mit Gangshouts, fettem EXODUS-vs.-ANTHRAX-Riffing schiebt gleich die nächste Thrashgranate hinterher. „Damnation For The Weak“ hat FORBIDDEN-Anleihen, fräsende Riffs und straightes Uffta-uffta-Thrash-Drumming. „Absolute Power“ verbeugt sich tief vor alten METALLICA und TESTAMENT, die Double-Bass-Trommeln und shreddenden Gitarren von „Revolution“ blasen alles weg und wecken Reminiszenzen an SLAYER und NUCLEAR ASSAULT kombiniert mit MACHINE HEAD-Gemoshe, fast schon Göteborg-Harmonien und hochmelodischen Soli.
Sänger und Basser Jeff Paulick bildet mit seinem aggressiv-trotzigen Thrashorgan ziemlich genau die Schnittmenge zwischen Mark Osegueda von den Todesengeln und dem verblichenen Paul Baloff [R.I.P.] und macht seine Sache schon allein deswegen astrein.
„Rebirth“ erinnert erneut an ANTHRAX zu „Spreading The Disease“-Zeiten, die sich allerdings anno 2009 zusammen mit DARK ANGEL im Studio einschließen. Noch mehr Namedropping gefällig? Hier die restliche Tracklist im Schnelldurchlauf: „Lust“? EXODUS! „Forged In Blood“? SLAYER meets OVERKILL, incl. gnadenlosem „Bang your head!“-Mitgeh-Part. „Every Word Unheard“? DEATH ANGEL/EXODUS! „Who I Really Am“? NUCLEAR ASSAULT/EXODUS und TESTAMENT!
Das alles wird schön schnell, satt riffend und mit prägnanten Melodien versetzt auf handwerklich höchstem Niveau dargeboten. Allerdings geht die konstant hohe Geschwindigkeit und das erbarmungslose Shredden etwas auf Kosten von Wiedererkennungswert und Abwechslung, aber anno 1985 hat sich darüber ja auch keiner beschwert und die zahllosen hartnäckigen Melodien und Mosh-/Headbangparts machen einfach Spaß und somit einiges wieder wett.

Wem das insgesamt zu formelhaft anmutet, der soll einfach mal ein Ohr riskieren, denn wer nach diesem Gebretter keinen amtlichen Whiplash hat, der glaubt wahrscheinlich auch immer noch, dass Thrash von „Müll“ kommt...!

Trackliste:
01. Last Breath
02. Thou Shall Not Fear
03. Damnation For The Weak
04. Absolute Power
05. Revolution
06. Rebirth
07. Lust
08. Forged In Blood
09. Every Word Unheard
10. Who I Really Am
Spielzeit: 00:43:18

Line-Up:
Dan Gapen - Guitars, Backing Vocals
Alex Lackner - Guitars
Jeff Paulick - Bass, Vocals
Ryan Shutler - Drums
Dirk Konz [dkay]
11.03.2009 | 20:53
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