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Band: Leeches Of Lore bei Facebook Metalnews nach 'Leeches Of Lore' durchsuchenLeeches Of Lore
Album:Leeches Of Lore
Genre:Avantgarde, Crossover, Stoner Rock
Label:Meteor City Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:07.08.09
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"Entzückend schräger Einstand!"

Das LEECHES OF LORE eine etwas andere Erfahrung sind, deutet sich bereits in der Art des für sie verwendeten Namedroppings an: Eine Reihe von Bands und Projekten mit Beteiligung von Andy Lutz und Steve Hammond wird aufgelistet und mit dem Zusatz versehen, dass man von ihnen mit Sicherheit noch niemal gehört hätte. Genauso geht es den allermeisten vermutlich auch in Bezug auf LEECHES OF LORE, die allerdings guter Hoffnung sein dürfen, dass man sie und ihre Musik nicht so schnell wieder vergisst.

„Leeches Of Lore“ macht rein äußerlich einen harmlosen Eindruck, und der Eröffnungstrack „Machrochelys Temminckii“, welcher nach einem nervigen Eingangssample in ein ziemlich cooles aber nicht besonders aufsehenerregendes Low-Fi-Thrash-Geschepper ausartet, wird auch noch niemanden verunsichern. Dann jedoch kippt das Album auf eine Weise ins Verschrobene, die von Hördurchlauf zu Hördurchlauf immer besser wird. „I Am The Raptor“ beginnt wie sein Vorgänger mit hektischem Riffing und Old School Metal Gesang, die reichlich an die großartigen THE SWORD erinnern. Nicht übermäßig differenziert und künstlerisch, aber voller Energie und auf den Punkt. Doch nach nicht einmal zwei Minuten kippt der Teich um und über dem letzten Gitarrenfeedback beginnt harmonisches Akustikzupfen mit balladeskem Schmachtgesang, nur um kurz darauf über psychedelische Klänge wieder zurück in den Metal zu rutschen. Der Eindruck einer unbedarften Retrokapelle geht anschließend mit dem „Cenozoic Death Waltz“ ganz über Bord, ohne Rettungsring, versteht sich. Und auch ohne nähere Beschreibung, denn wieviel Coolness in ein Stück zwischen Wandergitarrenwalzer, Country, Blues und Metal-Halbballade passt, das ist nun wirklich schwer in Worte zu fassen – dass muss man selber erleben. Das gilt eigentlich ebenso für den Rest von „Leeches Of Lore“, egal ob nun die MELVINS-Hommage „Black Cognac“, das hysterische „Cougar vs. Bear“, die minimalistische Science-Fiction-Fantasy-Ballade „Western Skies“ oder das epische „Leeches Of Lore“.

LEECHES OF LORE lassen keine Langeweile zu und tragen mit ihrem unangepassten Sound zwischen THE SWORD, den frühen MELVINS, Country, Singer/Songwriter und Psychedelic Rock eine ganz eigene Version von unbekümmerter „Leck-mich-am-Arsch“-Attitüde zur Schau. Wo das Duo Infernale damit seine Hörer rekrutieren wird, wird sich herausstellen. Spaß an guter, unkonventioneller Musik ist jedoch Grundvorraussetzung, um mit LEECHES OF LORE umgehen zu können.

Trackliste:
01. Machrochelys Temminckii
02. I Am The Raptor
03. Cenozoic Death Waltz
04. Pig Scrapings
05. Black Cognac
06. Cougar vs. Bear
07. Leeches Of Lore
08. The Champion Breeder
09. Dance Of The Fairy At The Springtime Witching
10. Western Skies
11. Why, Toe-Bot?
Spielzeit: 00:51:59

Line-Up:
Steve Hammond - Gitarre, Bass, Gesang
Andy Lutz - Schlagzeug, Gesang
Noah Wolters - Orgel, Bass
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
21.08.2009 | 16:21
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