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Cover von Leprous -- Coal
Band: Leprous Homepage Leprous bei Facebook Metalnews nach 'Leprous' durchsuchenLeprous
Album:Coal
Genre:Prog-Metal, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:17.05.13
CD kaufen:'Leprous - Coal' bei amazon.de kaufen
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"Überraschend anders"

Mit ihrem InsideOut-Debüt „Bilateral” [2011] konnten die Norweger LEPROUS in [Neo-]Prog-Kreisen zu Recht Staub aufwirbeln: Die hypnotische, krude Mischung aus klassischem Prog mit Metal-Einflüssen [keine Berührungsängste mit Blastbeats und Growls!], Alternative, psychedelischen Parts, MESHUGGAH, Jazz und AOR zog unweigerlich in ihren Bann. Stets im Mittelpunkt: Die wunderbare Stimme von Einar Solberg, die ein sehr breites Spektrum abdeckt und „Bilateral” endgültig zum gewissen Etwas verhalf.

„Coal”, das insgesamt vierte LEPROUS-Album, mustergültig produziert von den Eheleuten Heidi Solberg Tveitan und Vegard Tveitan [besser bekannt unter ihren Pseudonymen STAROFASH und IHSAHN], denkt gar nicht daran den sicheren Weg des Vorgängers zu kopieren, sondern hat seinen eigenen Kopf. „Coal” ist düsterer, härter, homogener und in sich geschlossener als sein bunter Vorgänger. Das heißt allerdings nicht, dass dieses Album einfacher wäre, im Gegenteil. LEPROUS bleiben im wahrsten Wortsinn progressiv und haben hier nochmals einen großen Schritt in Richtung Eigenständigkeit unternommen. Während man auf „Bilateral” eindeutige und zahlreiche Einflüsse heraushören konnte, erinnern auf die ruhigeren Momente manchmal entfernt an PAIN OF SALVATION oder auch PORCUPINE TREE, die überladenen an DEVIN TOWNSEND, aber das war es fast auch schon. Ansonsten haben sich LEPROUS hier einen melancholischen, düsteren und atmosphärischen Moloch zusammengebraut, der immer wieder von wunderbaren Melodien und Gänsehautmomentendurchbrochen wird, die vor allem von Einars einzigartiger Stimme leben [„The Cloak”]. Auch was beispielsweise alles im zweiten Teil des neun Minuten langen „The Valley” Wunderbares passiert, kann und will man einfach nicht in Worte fassen. Das muss man selbst erlebt haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt „Echo”, ein weiterer Longtrack, in dem man sich unter dem Kopfhörer dank massiver Keyboard-Teppiche und passend eingesetzen Chören schlichtweg verliert. Lediglich der sperrige Abschluss „Contaminate Me” mit seiner kompromisslosen Härte will nicht so richtig gefallen. Hier greifen LEPROUS wieder die MESHUGGAH-Fäden des Vorgängers auf, spinnen diese aber nicht sinnvoll weiter. Auch wenn das Quartett gegen Ende des ebenfalls überlangenen Stückes mit seinem bedrohlich-apokalyptischen Finale [hat sich hier Mentor IHSAHN zum Mikro gegriffen?] noch die Kurve bekommt, so wäre „Echo” der passendere Ausklang gewesen, aber das ist lediglich ein Schönheitsfehler.

Letztlich ist „Coal” eine große Überaschung geworden - nicht unbedingt qualitativ, aber stilistisch. LEPROUS können hier endgültig zeigen, dass sie zu den Großen der Szene gehören, die es nicht nötig haben sich zu wiederholen und wirklich frische Ideen zu bieten haben. Sollte man gehört haben!

Trackliste:
01. Foe
02. Chronic
03. Coal
04. The Cloak
05. The Valley
06. Salt
07. Echo
08. Contaminate Me
Spielzeit: 00:55:47

Line-Up:
Einar Solberg – Vocals, Keyboard
Tor Oddmund Suhrke – Guitar
Øystein Landsverk – Guitar
Tobias Ørnes Andersen – Drums
Michael Siegl [nnnon]
10.05.2013 | 09:53
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