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Cover von Leprous -- The Congregation
Band: Leprous Homepage Leprous bei Facebook Metalnews nach 'Leprous' durchsuchenLeprous
Album:The Congregation
Genre:Prog-Metal
Label:InsideOut
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.05.15
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"Wir kriegen euch alle!"

Es herrscht etwas Unklarheit im Staate Norwegen: Während ich in meiner 2011er-Rezension zu „Bilateral“ jenes als das dritte der skandinavischen Prog Metaller LEPROUS deklarierte und auch der Kollege nnnon in seiner Jubelkritik zum Nachfolger „Coal“ diese Zählweise stützt, gilt das vermeintlich erste Album mittlerweile im Allgemeinen als Demo, so dass „The Congregation“ tatsächlich erst ihr viertes Album wäre – aber was für eins. Denn während ich – im Gegensatz zum Kollegen nnnon – mit dem Vorgänger „Coal“ bis heute nicht so recht warm geworden bin, schaffen es die Norweger dieses Mal endgültig, auch mich auf ihre Seite zu ziehen und untermauern damit ganz nebenbei noch mal ihren Status als eine der spannendsten Bands im Bereich aktueller, progressiver Gitarrenmusik.

In einem Punkt steht „The Congregation“ seinen Vorgängern in nichts nach: LEPROUS sind stets darauf bedacht, völlig scheuklappenfrei durch die Welt zu gehen und alle ihre guten Ideen auf einem Album unterzubringen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so recht zusammen zu passen scheinen. So tummeln sich auch auf ihrem neuesten Werk bärenstarke Alternative-Melodien, brettharte Metal-Riffs, elektronische Einsprengsel, progressive Virtuosität en masse und die gerne mal ins theatralische kippende Stimme von Sänger [und Mastermind] Einar Solberg munter nebeneinander und verstehen sich dabei doch alle erstaunlich gut. Denn so unvereinbar das alles zunächst mal klingt, man kann sich absolut sicher sein, dass LEPROUS alles perfekt miteinander zu verknüpfen wissen. Die ganz große Stärke der Songs liegt dabei vor allen Dingen mal wieder im altbekannten Spiel mit der Dynamik: So startet der tolle Opener „The Price“ mit einem TOOL-mäßigen [aber weit weniger bedrohlichen] Riff und kämpft sich durch eine nervös virbrierende, aber recht ruhige Strophe, bevor er nach zwei Minuten in einem mächtigen Refrain explodiert, und auch das absolut herausragende „The Flood“ beginnt – elektronisch wummernd und dräuend – sehr verhalten, nur um sich schließlich zu seinem sensationellen Refrain aufzuschwingen, der alleine schon das Eintrittsgeld wert ist. Aber „The Congregation“ hat noch einiges mehr zu bieten: da wäre zum Beispiel der kürzeste Track des Albums, das wunderbar unruhig hüpfende „Within My Fence“ oder das bombastische, von den späten QUEEN beeinflusste „Slave“ oder auch das an ANATHEMA erinnernde „Moon“. „Down“ schließlich ist gegen Ende dann wieder Theatralik pur – allerdings die von der guten Sorte.

LEPROUS ist eine der wenigen Bands, für die Entwicklung nicht einfach nur eine leere Worthülse ist – das beweisen sie mit „The Congregation“ noch einmal eindrucksvoll. Ein dermaßen wirres Gemisch aus den unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen zu einem so wunderbaren und absolut stimmigen Album zu formen, das ist eine ganz hohe Kunst, die wirklich nur absolute Ausnahmekünstler beherrschen. LEPROUS darf man sicher mit Fug und Recht zu dieser Sorte zählen.

Trackliste:
01. The Price
02. Third Law
03. Rewind
04. The Flood
05. Triumphant
06. Within My Fence
07. Red
08. Slave
09. Moon
10. Down
11. Lower
12. Pixel
Spielzeit: 01:10:58

Line-Up:
Einar Solberg - Vocals, Keyboards
Tor Oddmund Suhrke - Guitar
Øystein Landsverk - Guitar
Baard Kolstad - Drums
Simen Daniel Børven - Bass
Timo Beisel [kaamos]
01.07.2015 | 23:24
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