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Cover von Lock Up -- Necropolis Transparent
Band: Lock Up bei MySpace.com Metalnews nach 'Lock Up' durchsuchenLock Up
Album:Necropolis Transparent
Genre:Death Metal, Grindcore
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:01.07.11
CD kaufen:'Lock Up - Necropolis Transparent' bei amazon.de kaufen
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"So muss moderner Grindcore aussehen!"

Neun Jahre haben uns LOCK UP auf Studioalbum Nummer drei warten lassen. Doch kein Wunder, immerhin ist 2005 bekanntlich Jesse Pintado tragisch verstorben, sodass an ein Fortführen der Band sowieso erst mal nicht zu denken war. Mit etwas Zeit im Rücken, Anton Reisenegger an der Klampfe und kein bisschen weniger leise melden sich LOCK UP nun mit „Necropolis Transparent“ zurück.

Und direkt von Beginn an wird mit „Brethren Of The Pentagram“ die Marschrichtung aufgezeigt, denn auch wenn die Musiker alle ein bisschen älter geworden sind, so schreddern LOCK UP immer noch, was das Zeug hält. Hauptantriebsfeder ist hier Nick Barker, der blastet, dass einem vor Staunen die Kinnlade herunterklappt. Hinzu kommen das gewohnt charismatische und extrem angepisste, giftige Geschrei und Gekeife von Tompa Lindberg [AT THE GATES, DISFEAR] sowie die knackigen Killer-Riffs von Shane Embury [NAPALM DEATH, INSIDIOUS DISEASE, VENOMOUS CONCEPT], sodass der Begriff „Grindcore Supergroup“ vielleicht etwas befremdlich wirken mag, aber in Anbetracht der Beteiligten durchaus eine Qualitätsgarantie darstellt. Und wem das noch nicht reicht, der sei darauf hingewiesen, dass mit Jeff Walker [CARCASS] sowie Peter Tägtgren [HYPOCRISY, PAIN und zudem Sänger auf der ersten LOCK UP-Scheibe] noch zwei prominente Gastmusiker an Land gezogen werden konnten, die für zusätzliche gesangliche Abwechslung auf „Necropolis Transparent“ sorgen. Die hätte es gar nicht mal zwingend gebraucht, denn die Langrille macht ganz einfach von vorne bis hinten Spaß, die Riffs sitzen und knallen mit einer Wucht, dass es eine wahre Freude ist, und auch wenn LOCK UP natürlich nach wie vor primär Grindcore spielen, lässt sich hier und da der eine oder andere Blick über den Tellerrand in Richtung Thrash Metal – hierfür dürfte Reisenegger [CRIMINAL] verantwortlich sein – oder sogar auch ganz kurz in Richtung Black Metal feststellen. ICE-Geschwindigkeit ist somit weitgehend angesagt, wobei LOCK UP eben nicht vergessen, dass auch Abwechslung wichtig ist, wie solche Knaller wie „Life Of Devastation“, „Anvil Of Flesh“ oder „Discharge The Fear“ eindrucksvoll beweisen. Dennoch wäre es nicht verkehrt gewesen, zur Albummitte ein langsameres Stück einzubinden, aber das ist Jammern auf hohem Niveau, zumal mit dem abschließenden „Tartarus“ ein solch langsamer, schleifender Song auf „Necropolis Transparent“ gepackt wurde, der die Scheibe langsam und wuchtig ausrollen lässt – gelungene Sache. Übrigens genauso wie die extrem druckvoll und differenzierte Produktion aus der Feder von Andy Sneap, der hier ganze Arbeit geleistet hat!

Kurzum: LOCK UP sind zurück und liefern mit „Necropolis Transparent“ eine Scheibe ab, die in keinster Weise hinter den beiden Vorgängern zurückzustehen braucht, sondern auch anno 2011 durchweg extrem starkes Songwriting aufweist. Das Genre selbst wird zwar nicht komplett neu erfunden, was im Grindcore sowieso nicht ganz oben auf der Liste steht, aber dafür sehr geschickt erweitert und variiert. Somit ist „Necropolis Transparent“ im wahrsten Sinne des Wortes eine kurzweilige und sehr gute Grindcore-Scheibe geworden, die in jeglicher Hinsicht punkten kann. Mehr davon!

Trackliste:
01. Brethren Of The Pentagram
02. Accelerated Mutation
03. The Embodiment Of Paradox And Chaos
04. Necropolis Transparent
05. Parasite Drama
06. Anvil Of Flesh
07. Rage Incarnate Reborn
08. Unseen Enemy
09. Stygian Reverberations
10. Life Of Devastation
11. Roar Of A Thousand Throats
12. Infiltrate And Destroy
13. Discharge The Fear
14. Vomiting Evil
15. Stigmatyr [Bonus Track]
16. Through The Eyes Of My Shadow Self
17. Tartarus [Instrumental]
Spielzeit: 00:41:08

Line-Up:
Tomas Lindberg – Vocals
Nicolas Barker – Drums
Anton Reisenegger – Guitar
Shane Embury – Bass
Alexander Eitner [soulsatzero] | 24.06.2011 | 12:18

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