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Cover von Long Distance Calling -- Long Distance Calling
Band: Long Distance Calling Homepage Long Distance Calling bei Facebook Metalnews nach 'Long Distance Calling' durchsuchenLong Distance Calling
Album:Long Distance Calling
Genre:Alternative, Instrumental, Rock
Label:Superball Music
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.02.11
CD kaufen:'Long Distance Calling - Long Distance Calling' bei amazon.de kaufen
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"Wieder wunderbar"

Und auch die Nummer drei sitzt: LONG DISTANCE CALLING, eine der interessantesten und auch besten deutschen Bands der Gegenwart, haben die schwierige Hürde des sagenumwobenen dritten Werkes mit einer beeindruckenden Leichtigkeit gemeistert. Und da die Drei auch immer irgendwie die Eins ist, heißt das Werk schlicht „Long Distance Calling”. Dreisassa!

Schon das massive Zweitwerk „Avoid The Light” [2009] war kein Abziehbild des famosen Debüts „Satellite Bay” [2007] und auch dieses Album geht beharrlich seinen eigenen Weg. Stets als Post Rock verschrien, betonen LONG DISTANCE CALLING gerne, dass sie einfach nur instrumentalen Rock machen. Und das wird auf „Long Distance Calling” deutlich: Das Quintett agiert in der Tat rockiger als jemals zuvor, kratzt gar am Stoner Rock in „The Figrin D'an Boogie” und „Arecibo [Long Distance Calling]” – vor allem letzteres Stück erinnert zuweilen an KARMA TO BURN. Das bedeutet allerdings nicht, dass LONG DISTANCE CALLING das, was sie sich bisher aufgebaut hätten, verleugnen würden, sie gehen nur einen Schritt weiter, lassen aber weder Ziel noch Startpunkt aus den Augen. Passenderweise sind es gerade auch Start- und Endpunkt von „Long Distance Calling”, Opener „Into The Black Wide Open” und Entlasser „Beyond The Void” [trotz hochjauchzendem Gitarrensolo], die deutlichsten Tribute an die eigene Vergangenheit. Dazwischen wird es kompakter, unbeschwerter, aber deswegen nicht weniger hypnotisch und packend. Basischer, organischer, vielleicht sogar wärmer. Mit kleinen, neuen Ideen, die die Sache spannend und frisch halten. Und dann natürlich noch die vieldiskutierte Sensation beim LONG DISTANCE CALLING-üblichen Gesangstrack. Nach Peter Dolving [THE HAUNTED, ex-MARY BEATS JANE] und Jonas Renske [KATATONIA] konnten LONG DISTANCE CALLING tatsächlich den großen John Bush [ARMORED SAINT, ex-ANTHRAX] gewinnen, dessen wundertolle Vocals man sowieso viel zu selten hört. Aber „Middleville” ist nicht nur wegen Bushs Performance ein ganz besonderer Ohrenschmaus. Seine Stimme passt wunderbar zu dem trockenem Soundcanyon, den ihm LONG DISTANCE CALLING unter den Gesang gezimmert haben. Die Band zeigt damit vor allem auch, dass sie keineswegs berechenbar geworden ist und stets den Drang hat, sich bis zu einem gewissen Punkt immer wieder neu zu erfinden.

„Long Distance Calling” ist ein tolles drittes Album. Es ist mutig, erfrischend, aber keine Abkehr von bewährten Tugenden. Und um das so locker und nebenher zu erreichen, wie es bei LONG DISTANCE CALLING wirkt, muss man wahrhaft eine große Band sein.

Trackliste:
01. Into The Black Wide Open
02. The Figrin D'an Boogie
03. Invisible Giants
04. Timebends
05. Arecibo [Long Distance Calling]
06. Middleville
07. Beyond The Void
Spielzeit: 00:56:05

Line-Up:
David Jordan – Guitar
Florian Füntmann – Guitar
Jan Hoffmann – Bass
Reimut van Bonn – Electronics and Sound
Janosch Rathmer – Drums
Michael Siegl [nnnon]
13.02.2011 | 18:09
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