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Reviews von Long Distance Calling
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Long Distance Calling
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Cover von Long Distance Calling -- Trips
Band: Long Distance Calling Homepage Long Distance Calling bei Facebook Metalnews nach 'Long Distance Calling' durchsuchenLong Distance Calling
Album:Trips
Genre:Post Rock, Progressive
Label:InsideOut
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:29.04.16
CD kaufen:'Long Distance Calling - Trips' bei amazon.de kaufen
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"Tief unter die Haut gehend"

Spätestens seit dem 2013er-Release „The Flood Inside“ und der damaligen Addition von Sänger Martin „Marsen” Fischer haben sich LONG DISTANCE CALLING vom Nimbus der reinen Instrumental-Band freigeschwommen. Auf „Trips“, dem neuen Album der Vier Hauptprotagonisten, wird ein alter Bekannter der Band am Mikro vorstellig: Petter Carlsen durfte bereits auf „The Flood Inside“ im Duett mit ANATHEMA-Stimme Vincent Cavanagh das herausragende „Welcome Change“ veredeln. Auf „Trips“ heuerte man Carlsen gleich für knapp die Hälfte der Tracks an und die weiche, aber durchdringende Stimme des norwegischen Singer/Songwriters pusht LDC noch einmal eine Etage höher. „Marsen” Fischer jedoch blieb der Band erhalten und ist weiterhin für die elektronischen Sounds verantwortlich.

Eingeleitet wird „Trips“ rein instrumental, „Getaway“, für den übrigens auch ein ungemein witziger Videoclip gedreht wurde, vereint alle 80er-Klischees in sich und erinnert an die Pastelltöne von Miami Vice und/oder Beverly Hills Cop. Bei „Reconnect“ darf dann Carlsen erstmals sein wunderbares Organ beisteuern und spätestens jetzt wird einem klar, dass sich LONG DISTANCE CALLING endgültig vom Dunst des Post Rocks freigeschwommen haben und eine doch progressive, jedoch immer eingängige und vor allem verdammt rockige Seite zu präferieren scheinen. Dies untermauern sie mit „Lines“ ein mit Eingängigkeit und süßem Pop-Appeal bezirzendes Stück Musik, welches ohne Zweifel allein ob der süchtig machenden Gesangslinien als Hit klassifiziert werden darf. Aber auch ohne Carlsen funktionieren LDC immer noch einwandfrei. „Trauma“, welches zu Beginn gar hart und heftig daherkommt überzeugt ebenso wie das elegische mit Sprachpassagen unterlegte „Presence“ und der über 13 Minuten dauernde Schlussakkord „Flux“, bei dem sich die zu Freigeistern mutierenden Instrumentalisten so richtig nach Lust und Laune austoben konnten.

Wo früher instrumentaler Postrock vorherrschte, ist auf „Trips“ eher die progressiv-angehauchte Rockmusik mit der wunderbaren Stimme von Petter Carlsen dominant. Tief unter die Haut gehend, aufgewertet durch die ebenfalls beeindruckenden Instrumental-Tracks und in Summe albumfüllend geradezu atemberaubend schön.

Trackliste:
1. Getaway
2. Reconnect
3. Rewind
4. Trauma
5. Lines
6. Presence
7. Momentum
8. Plans
9. Flux
Spielzeit: 00:48:53

Line-Up:
David Jordan - Guitar
Florian Füntmann -Guitar
Janosch Rathmer - Drums
Jan Hoffmann – Bass

Petter Carlsen – Vocals (2,3,5,8)
Marsen Fischer - Keys, Piano & ElectronicSsounds
Reinhold Reither [Reini]
22.04.2016 | 08:26
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