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Cover von Losa -- The Perfect Moment
Band: Losa Homepage  Metalnews nach 'Losa' durchsuchenLosa
Album:The Perfect Moment
Genre:Metalcore
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:17.05.05
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"Die Erfindung des Stoner Metal Core"

Es ist geschafft. Seit 20 Jahren höre ich jetzt Extrem-Metal. Wo andere in den Luftschutzbunker flüchteten, tanzte ich lachend auf dem Tisch und suchte bereits nach kurzer Zeit wieder nach dem nächst härteren, schnelleren, böseren, depressiveren, aggressiveren, kaputteren musikalischen Endpunkt. (Und um allen hochnäsigen Augenverdrehern direkt mal den Wind aus den Segeln zu nehmen: NEUROSIS, CEPHALIC CARNAGE und MESHUGGAH finde ich voll geil, klar?) Nun jedoch reihe ich mich endlich in das lange Glied der Metal-Mürbchen dieses Planeten ein.

Der Grund: Ein fies grinsender Postbote brachte mir die Tage eine Scheibe namens „The Perfect Moment“ von einer Band namens LOSA aus einem US-Staat namens Texas. Ein viel versprechendes Info der Plattenfirma philosophiert über Tiefe und Scharfsinn in der Musik des Quintetts, das lässt aufhorchen. Doch dann folgen die ersten Minuten von „The Perfect Moment“ und schlagartige Langeweile drückt mit zentnerschwerer Gewalt auf meine Augenlieder. Völlig belanglose Hardcore/Thrash – Riffs werden in ein KYUSS - Soundgewand gezwungen und blubbern die ersten vier Songs gnadenlos vor sich hin. Dennoch will sich der ersehnte Schlaf nicht einstellen, denn der Sänger dieser Truppe hat sich geschworen, den Besitz von vier NASUM - Alben künstlerisch auszuschlachten und schreit 90 Prozent des Albums völlig unvariabel in Grund und Boden. Einen solchen Rip Off empfinde ich in Gedenken an einen Könner seines Fachs wie Mieszko Talarczyk (R.I.P.) geradezu als Hochverrat. Ab und an macht das Geschrei aber auch depressivem Grunge- Genöle Platz, das fast als wohltuend empfunden wird.

Mit Song Nr. 5 („One Day, All Eyes Went Dim“) tritt dann eine leichte Besserung ein, weil die Musik endlich den psychedelisch - korrekten Untergrund für das enervierende Gekeife liefert. Das folgende „From The Ashes Of Infancy“ lässt einige gute Momente im Bereich der Gitarrenarbeit erkennen und auch „Madness (Sentiment Of A Dying Man)" weiß durch gefühlvolle Umsetzung und geschickte Dynamikvariation so sehr zu gefallen, dass ich zwei der insgesamt drei Punkte an dieses großartige Stückchen Tonkunst verteile. Ansonsten ist aber durchweg Folter angesagt. Instrumental sind hier sicherlich keine Stümper am Werk, doch was hilft das, wenn die meisten Songs nicht zünden? LOSA schaffen es definitiv, sich von all den KILLSWITCH ENGAGE - Klonen abzusetzen, indem sie den Stoner Metal Core erfinden. Der ist aber meiner Meinung nach leider völlig überflüssig.

Trackliste:
01 Prelude
02 The Beginning
03 Unsuspected Mind
04 The Witness’s Account
05 One Day, All Eyes Went Dim
06 From The Ashes Of Infancy
07 Linear Prophecy
08 Church Of Pitted Vipers
09 Madness (Sentiment Of A Dying Man)
09 Cessation


Marcus Italiani [Mattaru]
12.05.2005 | 15:15
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