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Cover von Lou Reed & Metallica -- Lulu
Band: Lou Reed & Metallica Homepage  Metalnews nach 'Lou Reed & Metallica' durchsuchenLou Reed & Metallica
Album:Lulu
Genre:Psychedelic, Sludge, Southern Rock
Label:Universal
Bewertung:(Grim_Rieper): 0.5 von 7
(shilrak): 4.5 von 7
Releasedatum:28.10.11
CD kaufen:'Lou Reed & Metallica - Lulu' bei amazon.de kaufen
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"Glühende Avantgarde oder kochende Scheiße?"

Wie soll man eigentlich mit einem Album wie LOU REED & METALLICAs „Lulu“ fair umgehen? Soll man den Legendenstatus beider Parteien außen vor lassen? Sich allein auf die Musik konzentrieren? Soll man das grauenvoll selbstverliebte Gebrabbel diverser Beteiligter im Vorfeld dieser Veröffentlichung als Maßstab nehmen? Immerhin geht es hier, glaubt man Lars Ulrich, um nicht weniger als die Neuerfindung des Rades.

Und das ist bei Weitem nicht die einzige Steilvorlage, die aus dem gemeinsamen Lager von LOU REED und METALLICA kommt. Fair zu bleiben ist aber nicht nur eine Frage der Willenskraft, sondern auch eine der Erwartungen, die man als Metaller an eine Band wie METALLICA automatisch haben wird. Nachdem „Death Magnetic“, wenngleich keine Offenbarung, zumindest ein Schritt in die richtige Richtung war, machen sich METALLICA in ihrer Kollaboration mit LOU REED zu einer Zielscheibe, die ihrer Größe als Band-Konzern wunderbar entspricht. Denn stünden nicht genau die Namen auf „Lulu“, die nun einmal draufstehen, würden die meisten Hörer von halbgarem Schwachsinn mit mangelhaft ausgeführtem, ambitionierten Textkonzept sprechen, der Scheibe zwei, drei brauchbare Riffs und Melodien bescheinigen und sie nie wieder anhören. Denn genau das ist „Lulu“ geworden. Frank Wedekinds literarische Vorlage in allen Ehren – sie dient hier vor allem einem schräg vor sich hinleiernden LOU REED dazu, den schmierigen Märchenonkel zu spielen, während METALLICA sich im Hintergrund an einem beklagenswert tranigen Aufguss ihrer „Load/Reload“-Phase versuchen – das bisschen uninspirierte Lo-Fi-Aggression in „Pumping Blood“ oder „Mistress Dread“ mal ausgeklammert. Gesanglich hat dabei ganz klar Herr Reed das Sagen – James Hetfield kommt in schon im Eröffnungsstück „Brandenburg Gate“ lediglich als Hintergrundbegleitung zum Zuge und verstummt im weiteren Verlauf des Albums nahezu völlig. Und wer sich den hanebüchenen Schwachsinn anhört, den er in „The View“ von sich gibt, wird das nicht gerade für eine schlechte Idee halten. Aber LOU REED das Feld zu überlassen, ist definitiv auch keine gute Entscheidung – wie der Mann über fast die gesamte Albenlänge daran scheitert, Johnny Cash und Nick Cave gleichzeitig nachzuäffen, ist teilweise genauso peinlich, wie mit anzusehen, wie sich jemand in der Öffentlichkeit in die Hose pisst.

Was LOU REED & METALLICA hier versucht haben? Nun, versucht haben sie sich vielleicht an einem ausgefallenen Rockalbum, das eine düstere Geschichte voll sexueller Spannung erzählt. Gelungen ist ihnen eine überlange Kollage größtenteils langweiliger Zumutungen, die auf musikalischer Ebene teilweise so schlampig zusammengeschustert ist, dass man sich fragen darf, ob die Beteiligten sie überhaupt je am Stück gehört haben. Aber man soll ja nicht unnötig gemein sein. So gibt es durchaus positive Aspekte an „Lulu“! Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass hier tatsächlich METALLICA am Werk sind, hat dieses Album das Zeug dazu, eine zersplitterte Szene zu vereinen. Und zwar dazu, dieser Band ein für allem mal den Vogel zu zeigen, statt ihnen jeden Scheißdreck abzukaufen!
grim_rieper


Kollege Riepenhusen fragt im Anfang seiner Abhandlung von „Lulu“, wie man mit selbigem fair umgehen solle. Der meiner Meinung nach richtige Ansatz ist es, das Ganze einfach als zu betrachten, was es ist. Als ein Experiment.

Nach den ersten Auszügen auf diversen großen Shopping- und Video-Plattformen waren die Erwartungen an dieses von Beginn an kontrovers diskutierte werdende Stück Musikgeschichte bei den meisten wohl bereits gen Null gesunken. Und tatsächlich wirkte dieser erste Höreindruck in Form von „Brandenburg Gate“ sehr... eigen. In seiner Gesamtheit aber zeigt sich „Lulu“ als eine Einheit. Eine sehr verdrogte, verspulte, verstörende allerdings. Dissonanz, kaum klare Strukturen, das ständige, beinahe fragile Gebrabbel LOU REEDs, Reminiszenzen an die „Load/Reload“-Ära, sludgige Einflüsse und ein gewisses Südstaaten-Flair. Ja, bei „Mistress Dead“ kann man vermutlich gar das beste Speed-Riffing hören, das TALLICA in den letzten zehn Jahren abgeliefert haben. Insgesamt hört sich „Lulu“ aber stark danach an, als wäre es in der gleichen Sumpfhütte entstanden wie „Down II“ seinerzeit, als sich Anselmo und Co. wochenlang nur mit Drogen und Pornos einschlossen, um ihr zweites Werk einzukoksen. Allerdings noch eine ganze Kante psychedelischer. Und zugegeben, was uns Lou mit seinen oftmals von Hündchen oder auch mal Spermalosen Mädels handelden Geschichten sagen will, bleibt auch mir verschlossen. Aber ist das wichtig? Mit der oben beschriebenen Melange ruft „Lulu“ kranke, in Sepia getauchte Klangbilder vor das geiste Auge, die dank des erwähnten Südstaaten-Einschlages auch aus Jim Jarmuschs Meisterwerk „Dead Man“ stammen könnten. Einzig und allein Hetfields weiterhin weniger glückliche Versuche, zu singen, liefern hier echte Angriffspunkte.

Fest steht, „Lulu“ verlangt dem Hörer einiges ab. Fest steht auch, dass „Lulu“ die Geister scheiden wird. Und um das Phrasenschwein zu füttern: lässt man sich darauf ein, bietet „Lulu“ ein Erlebnis, wenn auch ein schwer verdauliches. „Lulu“ ist KEIN Album der vergötterten und auch oftmals zur Zielscheibe umfunktionierten Band METALLICA. Ich würde sogar behaupten, „Lulu“ ist gar kein Album, sondern ein Soundtrack zu einer noch nicht verfilmten Geschichte. Vor allem aber ist es ein Experiment, das nicht jeden ohne die Hinzunahme bewusstseinserweiternder Substanzen ansprechen wird. Und da derartige Geschichten zu 100% absolute Empfindungs- und Wahrnehmungssache sind, fällt in diesem Moment, bis auf die Feststellung des „Aggregatzustandes“ dieser Veröffentlichung, jegliche Objektivität von mir ab. Das hier ist nicht schlecht, es ist eigen und nicht jedem zugänglich. Ich persönlich habe einen gewissen Weg dazu gefunden - und jetzt seid ihr dran.
shilrak


Zum Special "Lulu & die Reaktionen der Redaktion" geht es hier!


Trackliste:
CD 1
01. Brandenburg Gate
02. The View
03. Pumping Blood
04. Mistress Dread
05. Iced Honey
06. Cheat On Me

CD 2
01. Frustration
02. Little Dog
03. Dragon
04. Junior Dad
Spielzeit: 01:27:05

Line-Up:
Lou Reed - vocals
James Hetfield - guitar, vocals
Kirk Hammett - guitar
Robert Trujillo - bass
Lars Ulrich - drums
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 27.10.2011 | 22:01

Durchschnittliche Leserwertung: 3.7 / 7 Punkten

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Kommentar von: Blanche
Wertung: 0.5/7 | 05.11.2011 -- 18:55
@EW: Man, das ist schon ziemlich dumm oder? Ich weiß, dass es Trolle gibt, ich weiß, dass das Beste wäre, sie einfach zu ignorieren und trotzdem versuche ich mit "ErüdudD" zu diskutieren, weil seine Sichtweise und Verbohrtheit mich nervt. Da fragt man sich doch manchmal echt ein wenig, ob man inzwischen völlig blöd geworden ist *gg*
Eines muss ich unserem "Richter" jedoch lassen, er ist echt nicht schlecht. Er hat zumindest ein paar gute Köder geworfen ;-) Good work!
Kommentar von: cloe
Wertung: 0.5/7 | 03.11.2011 -- 12:01
wasser?!!
Kommentar von: Griff ins Klo
Wertung: 0.5/7 | 03.11.2011 -- 10:22
Das Album is doch ganz einfach zu verstehen und auch nicht schwer zu rezensieren:

Was bekommt man in die Finger, wenn man ins Klo greift?

Lulu.
Kommentar von: Hames Jetfield
Wertung: 0.5/7 | 02.11.2011 -- 22:37
Oh mann, was soll das? -2 Punkte für diesen Schrott von einem Album!
Kommentar von: ...
Wertung: 4.5/7 | 02.11.2011 -- 18:32
gähn. langsam wirds langweilig.
Wertung: 7/7 | 02.11.2011 -- 18:13
Ihr seid ja richtig süß.... wirft halbwissend mit ganz wilden Fremdwörtern um euch, macht alle paar Wörter ein paar Rechtschreib-, Fall- und Syntaxfehler, wollt mich aber gleichzeitig von einer "Diskussion" disqualifizieren? So frage ich euch, welche Diskussion? Es gibt keine! "Lulu" IST einfach das Werk des Jahrtausends und wird die Menschheit in ihren Grundmanifesten ändern! Der Gen-Pool aller "Lulu" vernehmenden Lebewesen wird sich auf fundamentale Art und Weise VERBESSERN!

Zu Recht werden diese fünf GÖTTER nicht müde, ihre uns dankenswerterweise überreichte Gabe in Form von "Lulu" als eines, wenn nicht sogar ihr bestes Werk aller Zeiten hinzustellen, denn das ist es auf jeden Fall!
Kommentar von: Melvin
Wertung: 0.5/7 | 02.11.2011 -- 15:55
Lulu ist und bleibt ein gescheitertes Experiment... für beide Musiker/-Gruppen. Was hier betrieben wurde nennt man Etikettenschwindel. Auf welche Rechnung es geht, kann ich nicht sagen, aber es steht nur Metallica drauf, damit es sicher besser verkauft.

Göttlichem Werk? Göttlich Misslungen trifft es eher. Lulu wird auch nicht in 20 Jahren oder 2000 Jahren großartig besungen. Wieso? Die Musik ist nicht neu und von der Qualität kann man es eh vergessen. In paar Jahren wird sich das Duo selbst das Maul zerreisen über Lulu.
Kommentar von: EW
Wertung: 3.5/7 | 02.11.2011 -- 14:23
Das Trollen ist ein Spiel der Identitätstäuschung, wenn auch eines, das ohne Einverständnis der meisten Mitspieler gespielt wird. Trolle sind Wirkungskommunikatoren mit einem Gespür dafür, wie sich die Wirkung steigern lässt.
Wertung: 7/7 | 02.11.2011 -- 13:03
Das ist natürlich quantitative Haarspalterei im Lichte dieser GÖTTLICHEN Offenbarung, nichts Anderes.

Fakt ist: "Lulu" wird die Zeiten überdauern und spätestens in ein paar Jahren als übersehener Meilenstein der Musikgeschichte anerkannt und fortwährend in euphorischem Lobeshymnen besungen!
Kommentar von: grim_rieper
Wertung: 0.5/7 | 02.11.2011 -- 12:07
Hier nur mal was technisches zum ganze Spaß: Wenn Mavet sagt, dass von 18 Rezensionen 5 im positiven Bereich ist [und das auch belegen kann], dann SIND das Fakten. Fakt bezieht sich dabei auf das Verhältnis von negativer zu positiver Kritik, die meist auch noch in Punktewertung ausgedrückt ist und hat mit den MEINUNGEN wie sie in den Rezensionen geäußert werden nicht das Geringste zu tun =)
Wertung: 7/7 | 02.11.2011 -- 11:31
"Mavet", wieso sollte ich? Viele unsterbliche Klassiker wurden bei ihrer Erscheinung von der unwissenden Presse zerrissen, selbst Black Sabbath waren da keine Ausnahme. Warum soll die Meinung von nichtsahnenden Sterblichen als Gradmesser für die Qualität eines bestimmten, in diesem Fall GÖTTLICHEN, Werkes dienen? Es interessiert mich zudem überhaupt nicht, wie Fremde mit falschen Erwartungshaltungen "Lulu" einschätzen. Die überwiegenden subjektive (lies: irrgeleitete) Meinung Anderer als "Fakten" zu bezeichnen, finde ich etwas befremdlich. "Mavet", schäme dich!

"Lulu" wird nach Jahrzehnten der Verblendung und des kindlichen Trotzes zu seinen Ehren kommen, dessen bin ich mir sicher. Das so frische Gemeinbewusstsein und Kollektiv-Bashing der sogenannten "Fans" ist schlichtweg entbehrlich und ruht auf falschen Herangehensweisen.
Wertung: 7/7 | 01.11.2011 -- 15:39
Sehr richtig erkannt, "RobuSt", wobei ich persönlich die Bezeichnung "Sterbliche" vorgezogen hätte.

"darkul", wann fasst Du Dir endlich ein Herz und hörst Dir die neuen zehn Gebote ohne Scheuklappen an? Deine zeitweiligen Syntaxfehler sind ebenso wieder einmal köstlich ausgefallen, gut gemacht!
Kommentar von: RobuSt
Wertung: 7/7 | 01.11.2011 -- 14:37
Das beste Metallica Album überhaupt. Endlich begibt sich die Band weg von der unsäglichen Unterhaltungsmusik für Dorfproleten und kreiert wahre Kunst. Ein Meisterwerk für die Ewigkeit!
Kommentar von: darkul
Wertung: 2/7 | 31.10.2011 -- 21:40
Da wir nahezu allesamt an diesem Mammutwerk scheitern, das in Zusammenarbeit von vier normalen, kommerziell äußerst erfolgreichen, beneidenswert und verdient reichen Metalmusikern und einem verwirrten, sich selbst für intelligent Haltenden, aber unverständlichen, zumindest für uns niederes Volk, schwafelnden und von der Band bewunderten Lou Reed entstanden ist, müssen wir einfach unsere Schwäche in der Niederlage eingestehen, die es uns in Form (irgend)eines musikalisch-rhetorischen Ergusses beibringt.
Da es sich um eine höhere Kunst handelt, die wohl auch nur in selbigen Kreisen ihre Anerkennung und ihre wohlig warme Heimat hat, müssen wir uns nicht dem allgemeinen Tenor anschließen, dass wir Mitläufer sind und deshalb sagen, diese Scheibe passt uns nicht? Nein, wir müssen wohl oder übel denen vertrauen, die es verstehen, denn wir können das nicht.

ErüdudD, bleibe deinem Weg treu und zeige mir auch andere Texten deinerseits und wo sie sich befinden, damit ich mich auch bei weiteren Themen deiner ergötzen kann.

Weil spaßig ist es schon :)
Wertung: 7/7 | 31.10.2011 -- 21:35
Hach ja, schön ist's hier...

Nun hört euch endlich dieses euch von unumstößlichen GÖTTERN gesandte Meisterwerk an!

Für Fragen bin ich natürlich jederzeit in Reichweite, gerne auch per Mail! Falls ihr mit der Aussagekraft einer dieser unsterblichen Hymnen nicht klar kommt, bitte, kein Problem, ich habe immer ein Ohr für Neuankömmlinge dieser GÖTTLICHEN Schöpfung!

Eure Syntax- und Rechtschreibfehler verhelfen mir jedenfalls zu herzhaften Lachanfällen. Ihr seid einfach die Besten! Zwar noch keine GÖTTER, wie es Metallica und Lou Reed soeben geworden sind, aber immerhin sterbliche Hüllen des glänzenden Humors!
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