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Album:Lucifer I
Genre:Doom Rock, Retro Rock
Label:Rise Above Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:25.05.15
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"Her mit dem Licht...!"

Nun liegt nach der „Anubis/Morning Star“-7“ mit „Lucifer I“ also die erste Full-Length-Scheibe von LUCIFER vor, dem Nachfolger von THE OATH um Frontfrau/Mainwoman Johanna Sadonis, die hiermit nun beweisen muss, ob all' die Vorschusslorbeeren und der Hype gerechtfertigt waren.

Bereits die beiden ersten Songs, „Abracadabra“ und v.a. „Purple Pyramid“, allerdings können mit der o.g. Single locker mithalten, mit derart traumwandlerischer Sicherheit werden hier Okkultrock, Doom, 70er und Proto-Metal mit sinistrer Melodieführung verwoben, dass man sprichwörtlich von Frau Sadonis' beschwörend-betörender Stimme und von Gaz Jennings gekonnt abgehangenem Riffing in Bann geschlagen wird. „Izrael“ ist ein ebensolcher Instant-Hit, der spontan in THE DEVIL'S BLOOD nicht unähnlicher Manier und Dramatik zu faszinieren weiß und bei „Sabbath“ weiß man ohnehin schon ganz genau, wie der Song klingen muss, noch bevor der ex-CATHEDRAL-Gitarrero den ersten, bleiernen Riff gespielt bzw. die ex-THE OATH-Frontfrau ihren Vortrag begonnen hat.
Auch das folgende „White Mountain“ erstrahlt in der Dunkelheit, illuminiert von Johanna Sadonis Gesang, untermalt von gekonnt zurückgenommen rockenden [und knochentrocken solierenden] Gitarren und Drums, gefolgt von der dramatischen, bereits von der Single bekannten „Morning Star“-Ode an den Lichtbringer. Nach soviel Licht wird es mit „Total Eclipse“ höchste Zeit für etwas absolute Finsternis und dementsprechend schwärzesten Doom, der ebenso glaubwürdig wie passioniert zelebriert wird, bevor LUCIFER mit „A Grave For Each One of Us“ zum Abschluss tatsächlich auch noch so etwas wie die allererste Doom-Powerballade der Metalwelt präsentieren, was alleine schon aller Ehren wert gewesen wäre.

Die Produktion von „Lucifer I“ ist ebenso schnörkellos, schlicht und
ergreifend wie tatsächlich sämtliche Kompositionen oder das Cover-Artwork des vorliegenden LUCIFER-Debüts, was Fans okkulter Retro-Klänge zwischen YEAR OF THE GOAT, den verblichenen THE DEVIL'S BLOOD oder Altvorderen Marke BLUE ÖYSTER CULT reihenweise mit der Zunge schnalzen lassen wird...!

Trackliste:
01. Abracadabra
02. Purple Pyramid
03. Izrael
04. Sabbath
05. White Mountain
06. Morning Star
07. Total Eclipse
08. A Grave for Each One Of Us
Spielzeit: 00:43:50

Line-Up:
Johanna "Sadonis“ Platow - Vocals
Garry „Gaz“ "The Wizard" Jennings - Guitars
Andrew Prestidge - Drums
Dino Gollnick - Bass
Dirk Konz [dkay]
20.06.2015 | 23:52
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