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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
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Band: Lumerians Homepage Lumerians bei Facebook Metalnews nach 'Lumerians' durchsuchenLumerians
Album:Transmalinnia
Genre:Experimental, Psychedelic
Label:Knitting Factory Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:01.03.11
CD kaufen:'Lumerians - Transmalinnia' bei amazon.de kaufen
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"Orgie allererster Kajüte"

In der ewig fruchtbaren Oaklander Szene wuchs ein verspieltes Projekt von motivierten jungen Leuten heran, das seine Wurzeln irgendwo zwischen WOODEN SHJIPS, HAWKWIND, WHITE HILLS sowie einer Hand voll zusätzlicher Psychedelia lokalisiert, diese ohne Scham nach außen trägt und nun auch hippe Europäer in ekstatische Körperereignisse treibt. Laut Selbstbeschreibung spielen LUMERIANS "Tanzmusik für die Seele, die ihr schon vergessen habt", wobei sie noch gar nicht einmal so daneben liegen.

"Transmalinnia", die erste LP des kalifornischen Quintetts, zeichnet sich insbesondere durch ein rigoroses Taktgefühl aus, das sich durch sämtliche Klangaspekte und Instrumente zieht. Die ausgefeilte, peinlich genaue Percussion-Arbeit schafft den idealen Nährboden für ein stark nach Sechsziger Jahre riechendes, von Rhythmusgefühl durchtriebenes Buzz-Fest, in dem stilvolle Partys an der Tagesordnung stehen und bis weit in die Morgenstunden hinein andauern. Wie ein in Technicolor gefilmtes LSD-Trip-Video bahnt sich die Mannschaft durch eine fantatische Anzahl an unterschiedlichsten, miteinander Liebe machenden Jams im Namen des Drones und des überschwänglichen Exzesses künstlerischer Freiheit, durchlebt unter anderem Phasen der meditativen Ruhe ["Atlanta Brook"] sowie der wohldurchdachten Dopamin-Ausschüttung ["Calalini Rises"] und lässt keine Möglichkeit aus, seine experimentelle Seite voll auszuleben. Zeitweise befindet sich die Band in ziemlich merkwürdigen Arrangements, aus denen allerdings nicht nur das Beste herausgeholt, sondern mit vollem Eifer gleich die nächste Parade angestimmt wird. Wie sonst lässt sich ein Abenteuer im Stile des instrumentalen "Shortwave Fields" oder des beruhigenden Schlussnummer "Gaussian Castles" erklären, ohne die Grenzen der Vernunft zu überschreiten?

Eben, so einfach ist dieses Unterfangen doch nicht anzustellen. Wozu sollte man jedoch so weit gehen, wo hier doch keinerlei Ausfälle, geschweige denn Mängel fernab jeder geschmacklichen Perzeption vorliegen? Viel eher läge es auf der Hand, den Plattenverhökerer seines Vertrauens um Beschaffung dieses Schatzes zu bitten.

Trackliste:
01 - Burning Mirrors
02 - Black Tusk
03 - XuluX
04 - Atlanta Brook
05 - Melting Space
06 - Calalini Rises
07 - Hashshashin
08 - Longwave
09 - Gaussian Castles
Spielzeit: 00:49:20

Line-Up:
Tyler Green
Marc Melzer
Jason Miller
Christopher Musgrave
Luis Vasquez
Michael Bambas [Micha]
23.10.2011 | 16:57
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