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Album:Kaldera
Genre:Death Metal, Doom Metal, Doomcore, Sludge
Label:Doomentia Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:24.01.14
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"Unter der Mauer, auf der Lauer..."

Mit „Kaldera“ hieven die Finnen von LURK via der tschechischen Doomentia Records ihr bereits zweites Album auf den Markt.

Der Bandname könnte trefflicher kaum gewählt sein, denn das Quartett aus Tampere fischt in den trüben Untiefen zwischen fiesem Doom, Death und Sludge Metal und hinterläßt [von dem - ob seiner brutalen Realität - schlicht unerträglichen Cover-Artwork abgesehen] dabei durchaus Eindruck.
Druck herrscht hier ohnehin, denn insgesamt fühlt man sich bei „Kaldera“ permanent an eine schwer angesludgte, kaputte Version von CROWBAR-meets-HIGH ON FIRE mit Jan-Chris de Koeijer von GOREFEST als Gastsänger erinnert, auch wenn Frontmann K. Koskinen durchaus ein eigenes Gurgel-/Pressgesangs-Timbre hat. Die Gitarren von A. Pulkkinen sind zwar stiltypisch ordentlich tiefergelegt, aber die Band hat ihren ganz eigenen Vibe, der sogar Geigen [oder sind das singende Sägen?], wie in „6 Feet, 6 Years“ mit seinen verschämt melodischen Alternative-Allüren, erstaunlich problemlos in seinen Sound integriert, bevor sie wieder mit Kirk Windstein-Gedächtnisharmonien um die Ecke kommt.
„Sag Serene“ walzt mit Bulldozer-Grooves und hinterhältigen Melodien alles platt, „Rest Unitaries“ ist blanke Doomcore-versus-Black Metal-Hoffnungslosigkeit und „Cutting“ agiert ganz seinem Namen gemäß, nur eben mit ziemlich schartiger, stumpfer und rostfleckiger Klinge...
Der Titeltrack ist fast schon klassischer Doom Metal mit erneut schwerer Old School-CROWBAR-meets-GOREFEST-Schlagseite und noch mehr Wucht.

Für Genrefreunde, die auf Slow-Motion-Tiefschläge im Spannungsfeld o.g. Musiker/Combos stehen und denen vielleicht auch SERPENTINE PATH zusagen, die können auch „Kaldera“ von LURK getrost in ihr ohnehin bereits heiteres Dasein lassen...

Trackliste:
01. Below Flesh
02. Lorn
03. Ritual
04. 6 Feet, 6 Years
05. Sag Serene
06. Rest Unitaries
07. Cutting
08. Kaldera
Spielzeit: 00:45:33

Line-Up:
K. Nurmi - Drums
A. Pulkkinen - Guitars, Backing Vocals
K. Koskinen - Vocals
E. Nurmi - Bass


Dirk Konz [dkay]
06.02.2014 | 22:25
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