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Cover von Lux Interna -- there is light in the body, there is blood in the sun
Band: Lux Interna Homepage Lux Interna bei Facebook Metalnews nach 'Lux Interna' durchsuchenLux Interna
Album:there is light in the body, there is blood in the sun
Genre:Avantgarde, Neofolk
Label:Pesanta Urfolk
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:27.05.13
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"Herzblut und Talent"

LUX INTERNA dürften Neofolk-Fans durchaus ein Begriff sein, auch wenn das Kollektiv um Joshua Levi Ian und Kathryn Mary nicht zu den medienwirksamsten Neofolk-Bands gehört. Man verzichtet im Großen und Ganzen auf Provokationen und setzt sich mehr mit Mystik und Spiritualität auseinander – das darf nicht verwundern, wenn man bedenkt, dass Joshua hauptberuflich Religionswissenschaftler ist und die Thematiken, mit denen er sich beruflich beschäftigt, auch sehr deutlich in seine Musik einfließen lässt. So ist das Phänomen des inneren mystischen Lichts, welches auch in jeglicher Form von Dunkelheit leuchtet [leuchten kann], ein großes Thema und wird auch auf dem neu erschienen Album „there is light in the body, there is blood in the sun“ thematisiert.

Seit 2008 ist es still gewesen um LUX INTERNA und man wusste lange nicht so recht, ob man noch einmal mit neuer Musik rechnen konnte. Und die lange Pause hat auch tatsächlich eine große Veränderung gebracht – zwar erkennt man noch thematisch und auch musikalisch Spuren der alten LUX INTERNA, aber im Grunde genommen haben sich die Neofolker nun einem viel düsteren, dichteren und härterem Sound hingegeben. Während man früher noch sehr fragile Songs geschrieben hat, die oftmals hauptsächlich von der akustischen Gitarre getragen wurden [z.B. das großartige „Fallen“ oder das traurige „Horizon“], machen LUX INTERNA nun dunkle und meditative Ritualmusik, die vor allem durch [Tribal-]Drums getragen wird und den oder die HörerIn hypnotisiert. Vorbei sind die fragilen Zeiten, in welchen die Songs und die Atmosphäre zerbrechlich und zutiefst melancholisch waren. LUX INTERNA wählen einen neuen musikalischen Weg, ohne sich jedoch selbst zu verraten. Mit Hilfe von Streichinstrumenten, Gitarren und vor allem den schon erwähnten Drums erschafft man nun einen Sound, der sich grundsätzlich am ehesten mit WARDRUNA vergleichen lässt. Eine mystische und ritualhafte Stimmung will kreiert werden und dazu werden Drumlinien lange wiederholt, Gitarrenparts und Sounds werden erzeugt, die manchmal schon fast an NEUROSIS erinnern und sakral anmutende Texte werden von verschiedenen SängerInnen zum Besten gegeben. Dabei ist es vor allem die unverwechselbare Stimme von Joshua, die einem alten LUX INTERNA-Fan doch noch beweist, dass es sich bei dieser Musik tatsächlich um LUX INTERNA handelt. Dies alles gipfelt in einem Jahrhundertsong namens „Wounded Stag“, in welchem man auf knapp zehn Minuten ein schamanistisches Ritual vollzieht, welches eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt und einen sofort in archaischen Mystizismus eintauchen lässt. LUX INTERNA wollen das spirituelle Licht in uns allen finden und bedienen sich dabei erstaunlich düsteren Stimmungen und musikalischen Ergüssen. Deswegen sollte man „there is light in the body, there is blood in the sun“ auch am besten in Dunkelheit hören, dabei in sich eintauchen und das Denken ausschalten.

Ich tue mir schwer, „there is light in the body, there is blood in the sun“ wirklich zu beschreiben, da ich solche Musik bis lang noch nicht gehört habe. Klar, irgendwie ist es eine wilde Mischung aus Weltmusik, Neofolk, NEUROSIS und LEONHARD COHEN; aber damit ist eigentlich überhaupt nichts gesagt. LUX INTERNA gelingt es hier nämlich tatsächlich auf eine vollkommen einzigartige Art und Weise Spiritualität und Mystizismus zu vertonen und dabei so echt und authentisch zu wirken, dass mir förmlich die Luft wegbleibt. Ein unglaublich mächtiges Album und ein absolutes Highlight des Jahres 2013 – selten konnte man wohl so viel Herzblut, echte Spiritualität und musikalisches Talent in einem einzigen Album finden!

Überzeugt euch selbst:


Trackliste:
01. King Winter
02. Tongues
03. Nida
04. Spiritloom
05. Wounded Stag
06. Threefold
07. Seed
08. Blackbird
09. Tabor
Spielzeit: 00:55:30

Line-Up:
Joshua Levi Ian - Gitarre, Bass, Banjo, Gesang
Kathryn Mary - Harfenzither, Percussions, Gesang
Jeff Linsenmaier - Drums, Percussions
Doug White - Gitarre, Bass
Kris T. Force - Violine, Geige, Cello
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
09.06.2013 | 22:46
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