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Cover von Mötley Crüe -- Saints Of Los Angeles
Band: Mötley Crüe Homepage Mötley Crüe bei Facebook Metalnews nach 'Mötley Crüe' durchsuchenMötley Crüe
Album:Saints Of Los Angeles
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:SPV
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.06.08
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"Überraschend überragend"

Das ist sie also – die von langer Hand geplante und zumindest in den Staaten mindestens genauso lange erwartete Platte der ehemals gefährlichsten Poser-Band des Planeten. Vorhang auf für das neunte Studioalbum der CRÜE.

Was erwartet man vom Werk einer Band, die musikalisch schon seit einer halben Ewigkeit nichts mehr zu sagen hat und deren früherer Ruhm sich im Grunde auf ein Album [„Shout At The Devil“ – 1983] und die fortgesetzten, nie enden wollenden Skandale der vier bösen Buben aus L.A. stützt? Nun, die meisten Menschen erwarteten sicherlich einen Flop im Stile eines „Generation Swine“ oder „New Tattoo“. Doch zu früh gespottet: „Saints Of Los Angeles“ ist für einen geldgeilen Haufen älterer - äh - Gentlemen sogar unfassbar gut geworden. Der Sound ist wohl der beste, den eine CRÜE-Scheibe jemals hatte – das gilt besonders für die Drums und die geil bratenden Klampfen. Mick Mars hat sich in drei Dekaden von der Lachnummer der Westküste zum charakteristischen Saitenschrubber entwickelt, der sich nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken braucht. Und auch Kollege Vince Neil ist mit seiner stärksten Leistung seit „Dr. Feelgood“ am Start und macht unzweifelhaft klar, dass er die einzige Stimme ist, mit der eine Band namens MÖTLEY CRÜE jemals an die Öffentlichkeit treten sollte – scheiß auf fachmännisches Gesabbel von der zu dünnen Stimme und der schwachen Technik. Die Songs selbst sind eine Art Soundtrack zum Leben der vier Wilden. So wird dem berühmten „Whiskey“-Club in einem Stück ebenso gehuldigt wie dem in den 80ern vielfach präsentierten „White Trash Circus“. Die Songs selbst gehen mächtig ins Beinkleid und präsentieren ungewöhnliches Material wie „Face Down In The Dirt“ oder die superbe Power-Ballade „The Animal In Me“ neben typischem Stoff wie dem grandiosen Titelsong oder „MF Of The Year“. Füller sind zwar ebenso einige wenige vertreten, aber die Erstklassigkeit der meisten übrigen Songs kann letztlich überzeugen und macht „Saints Of Los Angeles“ zu einer sehr guten Heavy Rock-Platte, die außer ein paar Sleaze-Anleihen nix Artfremdes enthält und einem von vorne bis hinten den Arsch abbrät.

Eine Platte, die sich Fans kaufen müssen und Interessierte zumindest mal zu Gemüte führen können. Die Grooves rocken, die Hooklines rollen und das Gesamtbild regiert. Auch wenn man nicht weiß, wie viel des Materials die Besetzung Neil-Sixx-Mars-Lee tatsächlich selbst geschrieben und eingespielt hat. Der Kitzel ist noch da.

Trackliste:
01. L.A.M.F.
02. Face Down In The Dirt
03. What’s It Gonna Take
04. Down At The Whiskey
05. Saints Of Los Angeles
06. MF Of The Year
07. The Animal In Me
08. Welcome To The Machine
09. Just Another Psycho
10. Chicks = Trouble
11. This Ain’t A Love Song
12. White Trash Circus
13. Goin’ Out Swingin’
Spielzeit: 00:44:09

Line-Up:
Vince Neil – Vocals
Mick Mars – Guitar
Nikki Sixx – Bass
Tommy Lee - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
26.07.2008 | 00:09
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