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Cover von Macabre -- Murder Metal
Band: Macabre Homepage  Metalnews nach 'Macabre' durchsuchenMacabre
Album:Murder Metal
Genre:Death Metal
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:22.09.03
CD kaufen:'Macabre - Murder Metal' bei amazon.de kaufen
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Macabre machen Murder Metal. Und damit das auch der Allerletzte endlich mitbekommt, haben sie ihre neueste Ansammlung akustischer Morbiditäten gleich nach dem von ihnen selbst gewählten Genre benannt. Seit der letzten Scheibe sind mittlerweile fast zwei Jahre vergangen und so machte man sich ans Werk, einen Nachfolger für das dem US-Serienkiller Jeffrey Dahmer gewidmete Konzept-Album zu erschaffen.

Und was das aus Chicago stammende Trio hier wieder ausgeheckt hat, kann sich durchaus sehen bzw. hören lassen, denn die 13 enthaltenen Songs knüpfen nahtlos an altbekannte Schmankerl der nunmehr 18-jährigen Bandhistorie (in noch immer der gleichen Besetzung!) an: Nach kurzem, Furcht einflößendem Intro samt verzweifeltem, nach Todesangst klingendem Schrei, beginnt das Unheil mit „Acid bath vampire“ seinen Lauf zu nehmen. Abgehacktes Riffing trifft auf Corporate Deaths Psycho-Vocals, um den gewohnten makabreschen Horror zu verbreiten, nur um das ganze durch einen „Tralala“-Kinderlied-mäßigen Refrain zu unterbrechen. Krank! Ebenso geht es auch weiter, der Name „You’re dying to be with me“ dürfte eigentlich alles sagen. Dabei tritt man, im Vergleich zum Opener, etwas mehr auf’s Gas und lockert die Stimmung auch hier zwischendurch etwas auf, indem man den Chorus „You’re dying to be with me“ so herzerfrischend darbietet, als wäre dies das Selbstverständlichste der Welt… Im gleichen Stil kommt auch der von „The hillside stranglers“ daher, untermalt von einer Melodie, die auch von einem Kinderlied abgekupfert sein könnte, bekommt man einen fröhlichen, vom Töten handelnden Text geboten. Genau in diesem Gegensatz aus Inhalt der Lyrics und deren Darbietung liegt meiner Meinung nach auch der Reiz an Macabre. Das amerikanische Trio schafft es ein um’s and’re Mal äußerst gekonnt, messerscharfe Riffs mit infantilen Melodien zu vermischen und das ganze dann noch mit im - wahrsten Sinne des Wortes - „makabren“ Texten, die noch dazu ziemlich abwechslungsreich zum Besten gegeben werden, zu kombinieren. Selbigem Muster zollt auch das besonders für die deutsche Hörerschaft interessante „Fritz Haarmann der Metzger“ Tribut. Nach einem Italo-Western-mäßigen Intro (Akkordeon wird von akustischer Gitarre abgelöst, alles schön windig unterlegt) gibt’s voll auf die zwölf, der mit Abstand schnellste Song der Scheibe. Die Besonderheit liegt auch hierbei wieder im Refrain, wobei man ein deutsches, vom Protagonisten dieses Liedes und seinem „Hackebeilchen“ handelndes Kinderlied aus den 20er Jahren verwurschtelt hat. Hierzulande klang dies schon vor Erscheinen des Albums live auf dem With Full Force (siehe dazu auch den Bericht zu selbigem) sehr kultig. Was negativ ins Gewicht fällt, sind die nach dem eigentlichen letzten Song zu hörenden Naturgeräusche (Wind, Donner, Hunde-Geheule, Raben-Gekrächze usw.), was doch sehr nach Zeitschindung (immerhin über fünf Minuten) riecht. Stattdessen hätte man den anschließenden rockigen Hidden-Track besser als 14. Lied separat veröffentlicht.
Desweiteren beschleicht mich beim Blick auf die Trackliste der leise Verdacht, dass den Herren so langsam die Ideen (bzw. Morde/Mörder…) ausgehen, denn die Fritz Haarmann – Thematik wurde schon auf dem 1989 erschienenen Album „Gloom“ aufgegriffen, von der ausgelutschten Story um „Jack the ripper“ mal ganz abgesehen. Eine Fortsetzung dieser kleinen Unkreativität stellt das Front-Cover dar, da es im Grunde genommen das gleiche Motiv wie schon auf „Dahmer“ zeigt, mit dem minimalen Unterschied, dass statt einer Bohrmaschine ein Messer als Tatwaffe herhalten muss.

Trotz alledem ist „Murder Metal“ genau das Album geworden, das man von Macabre erwarten konnte, hart und abwechslungsreich aber auch wieder mit dem typischen, morbiden Humor versehen. Hierbei muss man sich als Hörer jedoch die Frage stellen, ob man die, dank ihrem Wahrheitsgehalt ziemlich schaurigen Texte für gut heißen kann, denn dank der lockeren Vortragsweise sind diese doch eher gewaltverherrlichend statt „nur“ darstellend.
Weiß man es jedoch, mit dieser Tatsache gut umzugehen, hat man es hier mit einem wirklich unterhaltsamen Album zu tun, dem man starke sechs Punkte nicht abstreiten kann.

Trackliste:
01. Acid bath vampire
02. You’re dying to be with me
03. Fatal foot fetish
04. The hillside stranglers
05. Dorthea’s dead folks home
06. The Iceman
07. Poison
08. Werewolf of Bedburg
09. Morbid minister
10. The Wüstenfeld man eater
11. Diary of torture
12. Jack the ripper
13. Fritz Haarmann der Metzger


Sebastian König [sk]
17.10.2003 | 21:46
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