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Cover von Macabre Omen -- Gods Of War – At War
Band: Macabre Omen Homepage  Metalnews nach 'Macabre Omen' durchsuchenMacabre Omen
Album:Gods Of War – At War
Genre:Black Metal, Doom Metal, Heavy Metal
Label:Ván Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.03.15
CD kaufen:'Macabre Omen - Gods Of War – At War' bei amazon.de kaufen
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"Sperriger Monolith!"

Wer hätte damit gerechnet, dass die griechisch-englische Truppe MACABRE OMEN zehn Jahre nach ihrem Debütalbum „The Ancient Returns“ noch einmal ein Album raushauen? Wahrscheinlich nur enge Freunde von Mastermind Alexandros [NECROMANIAC, THE ONE] und Menschen mit prophetischen Fähigkeiten. „Gods Of War – At War“ nennt sich das gute Stück, das kürzlich via Ván Records erschienen ist.

Die zweite Langrille kommt mit über einer Stunde Musik daher und ist vom Cover-Artwork über die Songtitel und Lyrics bis hin zur eigentlichen Musik konstant in der Lage, eine kämpferische und epische Atmosphäre aufzubauen und durchzuziehen. Griechische Mythologie, antike Schlachten und gelebte Männlichkeit – das dürften die Schlagwörter sein, an denen sich MACABRE OMEN orientieren. So ähnlich klingen auch ihre Songs, allerdings sind diese weitaus weniger pathetisch und eingängig ausgefallen, als man sich vielleicht von solch einer Beschreibung erwartet. Denn Alexandros ist ein großer Fan von BATHORYs Viking Metal-Ära [wohl vor allem von „Blood Fire Death“ und „Hammerheart“] und lässt die Liebe zu dieser epischen und durchaus kauzigen Härte nur allzu gerne in seine Musik einfließen. Somit stellt „Gods Of War – At War“ eine Mischung aus obskurem und südländischem Black Metal [keine eisigen Riffs], epischen Hymnen und langsamen, schon fast doomigen Passagen dar. Als Beispiel mag das sich langsam entfaltende „Man of 300 Voices“ dienen, das abgesehen von den gescreamten Vocals wesentlich mehr im Doom- und Heavy Metal angesiedelt ist als im Black Metal. Ähnlich wie BATHORY ist Alexandros ein Meister darin, in wichtigen Momenten eine sehr plastische Atmosphäre aufzubauen – wenn in Minute 02:40 der akustische Teil aufhört, die Chöre beginnen und die Riffs einsetzen, schmeißt es einen förmlich vom Sitz. Aber auch abgesehen von solch epischen Momenten wissen die einzelnen Songs auf „Gods Of War – At War“ zu überzeugen. Da wäre das stampfende und treibende „Hellenes Do Not Fight Like Heroes, Heroes Fight Like Hellenes“, das schon fast balladeske [rein vom Tempo her] „From Son To Father“, das natürlich kein merkwürdiges YUSUF ISLAM-Cover geworden ist, und die zweiteilige Hymne „Alexandros“ am Ende der Scheibe, die tatsächlich „Hammerheart“-Feeling aufkommen lässt und sich vor den Kompositionen des schwedischen Großmeisters zu keiner Sekunde verstecken braucht. Ein paar negative Punkte gibt es auf „Gods Of War – At War“ allerdings auch; die Songs sind teilweise etwas sperrig und benötigen durchaus eine gewisse Einarbeitungszeit, es ist also eher unwahrscheinlich, dass einen die Kompositionen vom ersten Moment an mitreißen. Auch sind manche Passagen etwas zu weitschweifig, man hätte die Scheibe straffen können. Außerdem ist zwar Alexandros ein sehr variabler Sänger und Screamer, aber man kommt nicht drum herum, zu denken, dass „Gods Of War – At War“ noch besser sein könnte, wenn weniger in höchsten Tönen herumgekreischt würde, und man sich stattdessen mehr auf epischen Klargesang konzentriert hätte. Das hätte allerdings der Scheibe auch etwas Aggressivität genommen.

Trotz berechtigter Kritik ist es eigentlich ein schierer Wahnsinn, was für Kompositionen Alexandros hier auf die Beine gestellt hat – eine solche raue, aber doch epische Atmosphäre haben bislang nur wenige Bands erschaffen, vor allem ohne dabei wie ein BATHORY-Klon zu klingen. MACABRE OMEN sind auf jeden Fall eine wertvolle Anschaffung für alle Fans von großartig inszeniertem Metal, die auch vor Kreischgesang nicht zurückschrecken und etwas Geduld mitbringen.

Trackliste:
01. I See, the Sea!
02. Gods of War - At War
03. Man of 300 Voices
04. Hellenes Do Not Fight like Heroes, Heroes Fight like Hellenes
05. From Son to Father
06. Rhodian Pride, Lindian Might
07. Alexandros - Ode A'
08. Alexandros - Ode B'
Spielzeit: 01:01:14

Line-Up:
Alexandros - Gesang, Gitarre, Bass, Keyboard, Mundharmonika
T.J.F. Vallely - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
11.09.2015 | 11:53
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