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Cover von Macbeth -- Imperium
Band: Macbeth Homepage Macbeth bei Facebook Metalnews nach 'Macbeth' durchsuchenMacbeth
Album:Imperium
Genre:Heavy Metal, Thrash Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:11.09.15
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"Full Metal Macbeth - Großes Kino!"

Drei Jahre nach dem vielbeachteten letzten Langeisen "Wiedergänger" hat sich die thüringische Metal-Formation MACBETH erneut in den Schützengraben begeben und zehn neue Tracks eingehämmert. In 30-jähriger Bandgeschichte ist "Imperium" das vierte Album der einst unter Stasi-Beobachtung stehenden Gruppe – was ist anno 2015 für die Erfurter Recken drin?

Was die Band mit der "Stalingrad"-Trilogie auf "Wiedergänger" begonnen hat, wird auf "Imperium" weiter ausgebaut. Schonungslos, beklemmend und brutal – so berichten MACBETH in ihren Liedern von den Schrecken des Krieges. Sie zeigen die dreckige und dunkle Realität, die andere Bands in diesem Themenspektrum wie SABATON in der Regel außen vorlassen. Der Hörer taucht in den ersten und zweiten Weltkrieg ein und erfährt aus der Sicht von Frontsoldaten unter anderem Eindrücke aus den Schützengräben der Westfront, aus Stalingrad und von den Stränden der Normandie. Dennoch schnüren MACBETH "Imperium" nicht in das Korsett eines Konzeptalbums ein, sondern lassen jeden Song als geschlossenes Werk wirken. Wie schon beim letzten Album kann der von Reibeisen Oliver Hippauf vorgetragene Text den lauschenden Hörer in Mitleidenschaft ziehen, denn er führt ihn tief hinein in das infernale Front-Chaos mit all seinen Schrecken. Für seichte Gemüter ist "Imperium" sicherlich kein geeigneter Zeitvertreib. Schon die ersten Lieder des Albums setzen nicht nur auf schnelles, treibendes Riffing und schepperndes Schlagwerk, sondern auch auf schonungslose Schilderung des Gemetzels. Dabei setzen MACBETH nicht nur auf bitterböse Schockelemente, sondern zeichnen wie in "WN62" auch das bedrückende Seelenbild junger Soldaten, die noch lange von ihren Erinnerungen verfolgt werden. Mit "Verloren" findet sich auch eine kraftvolle Ballade auf dem Album, in der es zur Abwechslung mal etwas weniger scheppert und kracht. Anschließend geht es mit "König Der Henker" direkt zurück an die Front. Besonderes Augenmerk verdienen die beiden letzten Tracks, die das Album noch einmal hervorragend zusammenfassen. "Ein Sturm Wird Kommen" verweist nicht nur auf die Erbarmungslosigkeit jedes Krieges, sondern blickt bereits auf die drohenden Folgen, die nach dem Kriege auf die Kriegführenden zurückprallen. Zusammen mit dem makellosen Gitarrenspiel und der prächtigen Soli weisen Songs wie dieser alle in die Schranken, die "Wiedergänger" für den Zenit der 2006 neugegründeten Band hielten. "Soweit Die Füße Tragen", die mehr als achtminütige Vertonung des gleichnamigen Romans, bildet den Abschluss des Langeisens – sieht man einmal von den Live-Versionen älterer Stücke ab, die bestimmten Album-Versionen beigefügt sind. Streicher umfassen hier die bedrückende Stimmung, die Frontmann Oliver Hippauf mit seiner Stimme schafft.

Musikalisch klingen MACBETH im Großen und Ganzen, wie man sie bereits von ihrem bisherigen Werk kennt: bedrohliche Riffwände, maschinengewehrartige Schlagzeugrhythmen und höchst martialische Texte. Unweit der Klangwelt von SODOM haben sich MACBETH gerade die deutschen Texte als Markenzeichen bewahrt. Wäre "Imperium" ein Film, so hätten MACBETH keinen Splatter-Film gedreht, der mit Schock oder der perversen Schilderung von Gewalt und Wahnsinn zu punkten versucht. Sie hätten einen Psychothriller geschaffen, der stattdessen die Fatalität und die psychische Belastung des Soldatendaseins im Krieg behandelt. Anspruchsvoll, fesselnd und emotional berührend. Ganz großes Kino.

Trackliste:
01. Ultima Ratio Regis
02. Das Große Gericht
03. Inferno
04. WN62
05. Verloren
06. König Der Henker
07. Pawlows Haus
08. Imperium
09. Ein Sturm Wird Kommen
10. Soweit Die Füße Tragen
Spielzeit: 00:48:53

Line-Up:
Olli Hippauf - Vocals
Ralf Klein - Guitars
Alexander Kopp - Guitars
Hanjo Papst - Bass
Steffen Adolf - Drums
Sebastian Kronenberg [sebyK]
01.11.2015 | 17:57
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