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Reviews von Machinae Supremacy
CD Review: Machinae Supremacy - A View From The End Of The World

Machinae Supremacy
A View From The End Of The World


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Cover von Machinae Supremacy -- Redeemer
Band: Machinae Supremacy Homepage  Metalnews nach 'Machinae Supremacy' durchsuchenMachinae Supremacy
Album:Redeemer
Genre:Power Metal
Label:Spinefarm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.12.06
CD kaufen:'Machinae Supremacy - Redeemer' bei amazon.de kaufen
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"1 Up!"

Was hat die Musikindustrie nicht schon über das Internet geflucht: Dass es ihnen das Milliardengeschäft versaut, dass keiner mehr CDs kauft und dass dadurch die Bands - warum eigentlich die Bands, und nicht die viel unwichtigeren Plattenfirmen? - überlebensunfähig gemacht werden. Nun, zumindest Spinefarm sollten sich nicht mehr über das Internet beschweren, wenn sie nicht an Glaubwürdigkeit einbüssen wollen. Denn dadurch kam die Plattenfirma in den Genuss, eine Band, die schon einen hohen Bekanntheitsgrad im Internet erreicht hatte, unter Vertrag nehmen zu können.

Die Erfolgsgeschichte von MACHINAE SUPREMACY begann damit, dass die Band ihre Lieder auf der Bandhomepage zum freien download anbot. Diese verbreiteten sich in den geneigten Kreisen rasend schnell über den gesamten Globus und brachten so einer Band, die noch nicht mal einen Plattenvertrag hatte, eine breite Fanbasis ein. Zu den besten Zeiten wurden mehr als 100.000 Lieder monatlich von der Homepage gezogen.

Dass MACHINAE SUPREMACY so zu großem Erfolg kamen, liegt aber nicht nur an der freien Verfügbarkeit ihrer Songs, sondern auch an dem Stil ihrer Musik. Prinzipiell spielt die Band Power Metal ohne Kitsch, sie schafft es jedoch die Eingängigkeit und Massenkompatibilität von GAMMA RAY oder HELLOWEEN mit der modernen Härte von Bands wie CHILDREN OF BODOM zu verbinden.
Für eine gewissen Eigenständigkeit sorgt die Attitüde der Band, nicht nur den Computer als Verbreitungsmedium zu verwenden, sondern auch gerne mit diesem zu spielen. Deshalb drehen sich einige Lieder wie "Oki Kumas Adventure" offenbar um Videospiele und das Keyboard spielt gerne mal den einen oder anderen C64-Sound ein, der dann mal schnell Sonic und Kollegen durchs Klangbild flitzen lässt. Auch hier erinnert die Band durch den Keyboardeinsatz wieder etwas an die Bodom Jungs: Sie lassen die Tasten zwar keine Soli spielen, aber einen ähnlichen Soundtrack-Teppich weben, wie ihn auch die großen Finnen gerne verwenden. Wer aber schon bei denen gerne Schimpfwörter wie Game Boy-Metal in den Mund nimmt, sollte vorsichtig an MACHINAE SUPREMACY herangehen.
Eine weitere Facette des Sounds von MACHINE SUPREMACY, sind, besonders gegen Ende des Albums, leicht asiatische Elemente in der Musik. Das kommt wohl daher, dass viele Videospiele aus Japan stammen, hat aber auch den praktischen Nutzen, der Musik einfach etwas mehr Tiefe zu verleihen und sie interessanter zu machen. Geglückt.

Erwähnt werden muss auch die Stimme von Robert Stjärnström. Die klingt nach einer Mischung aus BILLY TALENT und NEVERMORE. Da die Organe der Frontmänner von diesen beiden Band nicht gerade jedem zusagen, sollte man in MACHINAE SUPREMACY erst mal reinhören, bevor man zugreift. Über den Gesang lässt sich nichts negatives sagen, aber die manchmal leicht quäkende Stimme ist eben sicher nicht jedermanns Sache.

Grundsätzlich kann man dieses Album jedem Fan von Power Metal ans Herz legen, aber auch Fans der härteren und ausgefalleneren Gangarten sollte mal einen Blick riskieren.

Trackliste:
1. Elite
2. Through The Looking Glas
3. Rogue World Asylum
4. Rise
5. I Know The Reaper
6. Hate
7. Ghost (Beneath The Surface)
8. Seventeen
9. Ronin
10. Oki Kumas Adventure
11. Reanimator (March Of The Undead III)


Nicolas Freund [Nicki]
31.12.2006 | 16:20
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