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Cover von Machine Head -- Machine F**king Head Live
Band: Machine Head Homepage Machine Head bei MySpace.com Metalnews nach 'Machine Head' durchsuchenMachine Head
Album:Machine F**king Head Live
Genre:Modern Metal, Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:09.11.12
CD kaufen:'Machine Head - Machine F**king Head Live' bei amazon.de kaufen
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"Arschtritt in C#"

Mit „Hellalive“ liegt die letzte Live-CD aus dem Hause MACHINE HEAD schon knappe zehn Jahre zurück und seither hat die Band immerhin ihre drei erfolgreichsten Alben veröffentlicht. Dank entsprechend ausgiebiger Welttourneen konnte sich die Truppe inzwischen als eine der beliebtesten Live-Bands im modernen Metal-Sektor etablieren, weshalb es höchste Zeit für ein weiteres Live-Dokument der Kalifornier wird – selbiges erscheint passend zum 20-jährigen Bestehen der Formation und heißt „Machine F**king Head Live“.

Wichtigstes Kriterium einer Live-CD ist natürlich die Atmosphäre, denn schließlich soll das Gebotene ja nicht so steril wie ein Studioalbum klingen – im Falle von „Machine F**king Head Live“ kann beruhigt aufgeatmet werden, denn die Live-Atmosphäre wurde hier bestens auf Platte gebannt: Wie etwa „Imperium“ zeigt, ist das Publikum stets zu hören, wurde aber während die Band spielt nie so laut in den Vordergrund gemischt, dass es künstlich klingt. Schon der Opener „I Am Hell [Sonata In C#]“ macht dabei im Stadionbetrieb einiges her, gelingt es der Band doch, brachiales Riffing und epische Passagen mit derselben Wucht auf die Bühne zu bringen. In Nummern wie „Beautiful Mourning“ oder „The Blood, The Sweat, The Tears“ mag Bandkopf Robb Flynn gerade bei cleanem Gesang schon mal etwas daneben liegen, aber erstens kommt das nicht gerade häufig vor und zweitens trägt derartiges ebenfalls zur authentischen Live-Atmosphäre bei. Schon CHILDREN OF BODOMs „Stockholm Knockout Live“ hat schließlich gezeigt, dass es Live-Mitschnitten durchaus zuträglich sein kann, gelegentliche Unsauberkeiten nicht nachträglich zu korrigieren. Und was die technische Umsetzung ihrer Songs angeht, so ist die Truppe ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Zwischen den Songs gibt es dann die üblichen dicke Hose-Ansagen, die man von Band und Genre schon zu Genüge kennt – das ist natürlich nicht unbedingt originell, aber alles andere wäre unpassend. Obendrein sympathisch: „Aesthetics Of Hate“ wird dem verstorbenen PANTERA-Gitarristen Dimebag Darrell gewidmet. Etwas ärgerlich ist es, dass für „Machine F**king Head Live“ nicht ein einzelner Abend sondern diverse Tourstationen festgehalten wurden. Das mag für manche Fans ja ganz spaßig sein, weil so jeder „sein“ Konzert mit zumindest einem Song mit nach hause nehmen darf, allerdings glaubt man ob modernster Studiotechnik hier und da doch Unterschiede zwischen den Aufnahmen festzustellen, was für ein weniger homogenes Klangbild sorgt. Davon abgesehen ist die Qualität des Dargebotenen allerdings angenehm hoch und während sich der Sound bestens mit dem Lärm der Anwesenden mischt und obendrein hinreichend nach Stadion klingt, wirkt die kompromisslose Riffattacke der Truppe zu keiner Sekunde verwaschen sondern stets standesgemäß fett. Die Tracklist enthält dabei das Wichtigste aus 20 Jahren MACHINE HEAD, wobei neben aktuellen Nummern von „The Blackening“ und vor allem „Locust“ auch betagtere Platten nicht zu kurz kommen dürfen und so ist selbst das Debüt der Herren mit immerhin zwei Songs vertreten – einzig das bei Fans umstrittene „The Burning Red“ wurde aus offensichtlichen Gründen bis auf einen Song außen vor gelassen.

Dank moderner Aufnahmetechnik ist „Machnine F**cking Head Live“ eine durchweg amtliche Live-Platte geworden, die mit all ihren kleinen Unsauberkeiten, Ecken und Kanten für absolut authentische Konzert-Atmosphäre im heimischen Wohnzimmer sorgt. Obendrein stellen Robb Flynn und Co. nicht nur auch im Bühnenalltag herausragende technische Fähigkeiten zur Schau sondern räumen aktuellem wie traditionsreichem Material gleichermaßen viel Platz ein, weshalb diese Doppel-CD [nahezu] keine Wünsche von MACHINE HEAD-Fans offen lassen dürfte.

Trackliste:
CD 1:

01. I Am Hell [Sonata In C#]
02. Be Still And Know
03. Imperium
04. Beautiful Mourning
05. The Blood, The Sweat, The Tears
06. Locust
07. This Is The End
08. Aesthetics Of Hate
09. Old

CD 2:

01. Darkness Within
02. Bulldozer
03. Ten Ton Hammer
04. Who We Are
05. Halo
06. Davidian
Spielzeit: 01:31:05

Line-Up:
Robb Flynn - Vocals, Guitar
Phil Demmel - Guitar
Adam Duce - Bass
Dave McClain - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
06.11.2012 | 01:18
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