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Band: Machine Head Homepage  Metalnews nach 'Machine Head' durchsuchenMachine Head
Album:The Blackening
Genre:Neo-Thrash, Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:23.03.07
CD kaufen:'Machine Head - The Blackening' bei amazon.de kaufen
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"Sperrige Urgewalt!"

Also wenn jemand wirklich verwirrt sein dürfte, dann sicherlich weltweit die zahlreichen MACHINE HEAD-Fans. Knappe drei Jahre hat's gedauert, dass der Oakland-Vierer sich zum Release des neuen Albums durchgekämpft hat und das -für die Bandverhältnisse- seltsame Artwork dürfte nicht das einizge sein, was den durch Catchiness verwöhnten Anhänger der Truppe etwas verstören könnte.

Vorneweg – nein, es handelt sich nicht „schon wieder“ um im Überfluss eingesetzte genrefremde Einsprengsel populärer Musik urbanen Ursprungs – aber es wird sich auch nicht so schnell ein Stampfer der Marke „Imperium“ oder gar „Davidian“ auf dem neuen Silberling finden. Trotzdem, brennen MACHINE HEAD 2007 ein Feuerwerk ab, das man a] nicht erwartet und b] ihnen so nicht zugetraut hätte. Die Platte dürfte ab sofort so ziemlich als Inbegriff des progressiven, modernen Thrash Metal gelten. Schon beim zehnminütigen Opener-Epos „Clenching The Fist Of Dissent“ fragt man sich ob der wuchtigen Sperrigkeit, was denn hier los ist. Die Trademarks der Jungs um Robb Flynn sind natürlich alle erhalten geblieben. Geballer, Groove, Riffwände, Obertöne, „balladesk“ angehauchte Chartanwärter [„Now I Lay Thee Down“], hin und wieder auch cleaner Gesang [mit dem man allerdings auch ohne Weiteres seine Schwierigkeiten haben kann und darf] und eine ordentliche Packung alteingesessener Thrash-Granatensplitter! Trotz allem ist „The Blackening“ bei den ersten zig Durchläufen „durchwachsen“, wie schon erwähnt „sperrig“, „keineswegs leicht zugänglich“ und wie man noch so über derlei Musik zu urteilen mag, bevor man sie verstanden hat. Weiterhin tragen die unfassbaren Spielzeiten von minimum fünf bis hin zu zehneinhalb Minuten dazu bei, dass sich die Band so richtig austoben und so viel Abwechslung sowie verschiedene Emotionen in die Songs packen konnte, wie es wohl keiner erwartet hätte.

Fakt ist aber: Wenn man sich erst einmal nach einer ganzen Heerschar von Durchläufen an dieses brachiale Ungetüm von einer Platte gewöhnt hat, scheppert's ordentlich im Geäst! Gerade der bereits genannte Opener und dessen Folgesong haben es faustdick hinter den thrashigen Ohren - Frontsau Flynn gibt zudem im Vokalsektor nicht zu knapp Gas! Schade ist einzig und allein, dass unter den ansonsten brillanten Tracks eben kein richtiger „Hit“ und/oder „Evergreen“ auszumachen ist, selbst wenn „Clenching The Fist Of Dissent“ mit seinem „Creeping Death“-ähnlichen „Ey Ey“-Chor ja schon sehr damit liebäugelt, ein eben solcher zu werden! Warten wir es ab – bis dahin gibt’s aber erst mal sechs satte und redlich verdiente Punkte! BUMMS-FALLERA!

Trackliste:
01. Clenching The Fist Of Dissent
02. Beautiful Mourning
03. Aesthetics Of Hate
04. Now I Lay Thee Down
05. Slanderous
06. Halo
07. Wolves
08. A Farewell To Arms


Markus Jakob [shilrak]
25.03.2007 | 19:21
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