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Cover von Machinemade God -- Masked
Band: Machinemade God Homepage Machinemade God bei Facebook Metalnews nach 'Machinemade God' durchsuchenMachinemade God
Album:Masked
Genre:Metalcore
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:24.08.07
CD kaufen:'Machinemade God - Masked' bei amazon.de kaufen
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"Wäre vor drei Jahren ein Knaller gewesen"

Man könnte böse sein und MACHINEMADE GOD zurück in die Klonfabrik schicken wollen, aus der sie gekommen sind. Doch heute ist ein so sonniger Tag – daher bleiben wir mal dezent: „Masked“ ist ein prächtiges Album – voller Härte, Melodie, Präzision – und ca. 100 geklauter Ideen.

Was die Basis angeht, ist nix auf der Platte ansatzweise neu. Man hat alles schon bei AS I LAY DYING, KILLSWITCH ENGAGE, alten TRIVIUM, alten CALIBAN, alten NEAERA und und und gehört. PANTERA poppen mit AT THE GATES und werden im Refrain von dem heulenden Typen unterbrochen, der scheinbar im Minutentakt von seiner Freundin verlassen wird. So weit, so bekannt. Allerdings sind die Herren nicht blöd und schmücken ihre Tracks mit orchestralen Arrangements, sodass man manchmal schon an ganz großes Kino erinnert wird. Aber reicht das aus?

Freilich kann man hier ob der musikalischen Glanzleistung nur applaudieren, aber warum fällt diesen offenbar megatalentierten Burschen nur so wenig ein, was wirklich Rauch in die Rohre pumpt? Ich kapier’s nicht. Es groovt und zetert, es gänsehäutet, aber es macht nur selten „klick“. Beim Opener „Forgiven“ zum Beispiel, der mit derart viel Pathos um die Ecke biegt, dass sogar dem Power Metaller umme Ecke die Tränen in den Augen stehen. Aber ansonsten lässt sich nicht viel Neues entdecken, sorry. Die auditive Wahrnehmung des Durchschnittsmetallers wandelt schon längst auf anderen Pfaden. Wer sich die neue AS I LAY DYING anhört, weiß dass auch in führenden Metalcore-Reichen ein Umdenken stattfindet. Thrash ist das neue alte große Ding, dem jetzt scheinbar jede Ex-Emo-Band frönen muss, indem sie ihr Friseur-Abbo kündigt und den Halbtonschritt wiederentdeckt. MACHINEMADE GOD werden auf der nächsten Scheibe wahrscheinlich ähnlich umgedacht haben, also atmen wir tief durch und warten zwei Jahre.

Für Leute, die noch nie was von Metalcore gehört haben, kommt „Masked“ einem Vulkanausbruch gleich. Für alle anderen ist’s wohl eher eine Wunderkerze: für den Moment schön, aber viel zu schnell verbrannt.

Trackliste:
01. Forgiven
02. With You
03. For Those Who Care
04. Voices
05. Vengeance
06. Who, Of Not Us?
07. Place Taken
08. Endlessly
09. And Even Though You're Gone
10. Next To Me
11. Nemesis
12. Melancholy
Spielzeit: 00:43:53

Line-Up:
Flo - Vocals
Sky - Guitars & Clean Vocals
Marc - Guitars
Sven - Bass
Sven - Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
29.08.2007 | 13:36
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