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Album:They Never Die
Genre:Black Metal, Dark Metal
Label:Dark Essence Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:23.05.05
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"Düsternis mit weiblichem Touch"

Im Jahr 2001 entschloss sich ein aus Bergen stammender Herr, der sich selbst Tenebres nennt, ein Solo-Projekt zu starten, welches sich dem guten Old-School Black Metal widmete. Aber zum Glück besonn sich der Kerl darauf, dass es mit Mitstreitern doch eigentlich viel mehr Spaß macht (oder mehr Schrecken verbreitet, je nachdem wen man fragt) und in Norwegen Gleichgesinnte zu finden ist wohl nicht all zu schwierig. Heute nennt sich die fünfköpfige Gruppe MALSAIN und präsentiert uns ihr erstes Album „They Never Die“.

Eine frühe Überraschung erlebt man schon beim studieren der Bandmitglieder, denn sowohl die Keyboardklänge als auch die Vocals werden von den beiden weiblichen Mitgliedern beigesteuert. Weiblicher Gesang? Da bricht sofort die Panik aus, man hätte es schon wieder mit so einem Pseudo-Engelchen, wie sie zur Zeit wie Pilze aus dem Boden sprießen, zu tun, aber warten wir mal ab.
Nach dem kurzen Intro geht es direkt mit dem altbekannten schwarzmetallischen Gitarrengeschrubbe los (was nichts schlechtes ist) und knappe 20 Sekunden später erklingt etwas kaltes, kratziges und alptraumhaftes aus den Boxen. Irgendetwas hat angefangen zu singen aber kann das etwa...tatsächlich, es ist das Mädel. Was da aus den Boxen kraucht ist einfach herrlich auf den langsamen und düsteren Black Metal der von den Instrumenten intoniert wird abgestimmt und trägt mehr als nur ein wenig zur heraufbeschworenen Stimmung bei. Diese ist durchweg kalt und erbarmungslos, bisweilen bedrohlich aber dennoch immer einnehmend. Wenn wir hier auch nicht von der Neuerfindung des Themas sprechen, liegt hier eine angenehme Interpretation des ganzen vor. Diese glänzt durch soliden Umgang mit der Gitarre, den dezenten aber wirkungsvollen Einsatz des Keyboards, dem trotz der herrlich räudigen Produktion hörbaren Bass (kein Wunder, spielt doch der Bandgründer Tenebres den Tieftöner), und natürlich durch den Kältehauch von Gesang den Skumring fabriziert.

Insbesondere die Songs „Cold Strofobia“ und „Brent Tre“ beeindrucken durch eine atmosphärische Dichte die schon fast atemberaubend ist, die schleppenden Riffs, der Gesang den man bei letztgenanntem Song sogar im Duett mit Tenebres erleben darf, da passt einfach alles. Manchmal bekommt das Ganze über die schön düsteren Melodien noch einen leichten Dark Metal Einschlag, über den ich mich sicher nicht beschweren werde.
Vieles kommt einem sicherlich bekannt vor und es muss noch etwas am Songwriting gefeilt werden um vollends zu überzeugen, aber die Richtung stimmt schon mal.
Textlich geht es übrigens zumindest in den für mich verständlichen englischen Passagen durchweg um Frauen- bzw. Mädchenmord, ein Thema welches die Band zu beschäftigen scheint.

Alles in allem also ein guter Startschuss für eine hoffentlich noch viele Perlen hervorbringende Karriere, man darf gespannt sein.

Trackliste:
01.Troubled Waters
02. The Marsh
03. They Never Die
04. Cold Strofobia
05. Kvele Seg
06. Brent Tre
07. Lokkemann (Demo Version)
08. Kvele Seg Videoclip


Marco Cardoso [Mr.Vandemar]
29.09.2005 | 15:49
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