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Band: Man The Machetes Homepage  Metalnews nach 'Man The Machetes' durchsuchenMan The Machetes
Album:Idiokrati
Genre:Hardcore, Pop, Rock'n'Roll
Label:Indie Recordings
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:29.01.13
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"Aiaiaiaiaiaiai!"

Wenn in der Promo-Beschreibung einer Band steht, dass man die Geschwindigkeit von Punk mit rock’n’roll-artigen Riffs und poppigen Melodien verbinden will, dann macht mir so etwas tendenziell eher Angst, als dass es mich begeistert. Wenn man dann allerdings in das Debüt-Album „Idiokrati“ von MAN THE MACHETES reinhört, dann kann man sich durchaus vorstellen, warum die fünf Herren momentan recht erfolgreich sind [den KVELERTAK-Effekt lassen wir jetzt mal außen vor].

MAN THE MACHETES haben nämlich eine schmissge Mischung aus Brutalität und Eingängigkeit gefunden, die vor allem darauf basiert, dass man mit den Gitarren den Ohren gefällige [aber doch relativ simple] Melodien erzeugt und gleichzeitig einen Frontsänger hat, der seinen Gesang so grausam aus seinem Kehlkopf drückt, dass man doch irgendwie in den Bereich der härteren Musik fällt. Die zehn Songs sind außerdem angenehm kurz ausgefallen [zwischen zwei und vier Minuten] und machen auch keine Gefangenen. Mit dynamischen Drums prescht man nach vorne, spielt im Hintergrund geschickt mit treibenden Gitarren-Riffs und mischt den Gesang von Sänger Christopher Iversen schön in den Vordergrund, um diesen als Aushängeschild von MAN THE MACHETES zu positionieren. Somit bietet „Idiokrati“ in erster Linie zwei Dinge – Lärm und Musik zum Feiern. Denn der Fokus von MAN THE MACHETES liegt nicht darauf, komplexe oder technisch hochwertige Musik zu komponieren, sondern dem Hörer oder der Hörerin die Musik in’s Gesicht zu knallen und ihn oder sie zum Abgehen zu bewegen. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, aber mir scheint dennoch, dass diese Art von Musik hauptsächlich live funktioniert und auf CD nur bedingt von Interesse ist. Denn spätestens nach zwanzig Minuten beginnt einem dieser extrem herausgepresste und gleichförmige Gesang zu irritieren und man erkennt auch, dass die Tracks nach ähnlichen Mustern funktionieren und einen hier keine großen Überraschungen erwarten. Die Zielgruppe wird das nicht wahnsinnig stören, denn strukturell ähnlich wie bei RAGE NUCLÉAIRE wollen MAN THE MACHETES natürlich auch durch ihre Brutalität und Energie punkten. Hauptsache voll auf die Zwölf hauen und die Wut und Aggression mit einer ordentlichen Portion Eingängigkeit kombinieren, dann wird es den geneigten Punk/Metal/Rock-Rebellen schon interessieren. Ganz falsch ist diese Annahme nicht. Denn „Idiokrati“ bewirkt zumindest, dass man das dringende Bedürfnis verspürt, irgendeiner körperlichen Tätigkeit nachzugehen, während man diese Musik konsumiert, einfach um die aufgebaute Energie irgendwie herauslassen zu können.

Wer also Motivation braucht, um Hinauszugehen und Holz zu hacken oder wer einfach die aufkeimende Frühjahrsmüdigkeit besiegen will, der sollte sich vielleicht „Idiokrati“ von MAN THE MACHETES besorgen. Wer jedoch nicht allzu viel davon hält, dass eine Musik nur nach dem „Vorschlaghammer“-Prinzip funktioniert, sollte einen weiten Bogen um diese Scheibe machen. Live sind MAN THE MACHETES sicher spannend und cool anzusehen, aber auf CD finde ich die Musik leider nicht interessant genug, um eine höhere Bewertung zücken zu können.

Trackliste:
1. Sluk Det Rått
2. Sjelsvrengt
3. Mageplask
4. Slagen
5. Neo-Cowboy
6. Karma å Brenne
7. Maktesløse
8. Deltidsidiot
9. Sudan
10. Hjemkomst
Spielzeit: 00:29:37

Line-Up:
Christopher Iversen – Gesang
Morten D. Carlsson – Gitarre
Erik A. Larsen – Bass
Per Christian Holm – Drums
Erlend N. Sætren – Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
07.03.2013 | 14:54
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