.: SUCHE
    Erweiterte Suche
News zu Manetheren
Mehr aus den Genres
CD Review: Krallice - Years Past Matter

Krallice
Years Past Matter


Black Metal, Progressive
6.5 von 7 Punkten
"FURCHTBAR... geil"
CD Review: Draumar - Ein Wintermärchen

Draumar
Ein Wintermärchen


Ambient, Black Metal
4 von 7 Punkten
"Zahnlosigkeit ist kein Verbrechen"
CD Review: Graven - The Shadows Eternal Call

Graven
The Shadows Eternal Call


Black Metal
1.5 von 7 Punkten
"Hausfrauenblackmetal aus Deutschland"
CD Review: Krieg - Transient

Krieg
Transient


Avantgarde, Black Metal, Crust
5.5 von 7 Punkten
"Heimatlosigkeit der Städte"
CD Review: Darkthrone - The Cult Is Alive

Darkthrone
The Cult Is Alive


Black Metal
7 von 7 Punkten
"Zwei glorreiche Halunken"
CD Review: Mallevs Maleficarvm - Homo Homini Lupus

Mallevs Maleficarvm
Homo Homini Lupus


Black Metal
4.5 von 7 Punkten
"Finster geht die Welt zugrunde"
CD Review: Dream Evil - Six

Dream Evil
Six


Heavy Metal, Power Metal
4.5 von 7 Punkten
"Rückkehr mit Wermutstropfen"
CD Review: Malevolence - Self Supremacy

Malevolence
Self Supremacy


Crossover, Groove Metal, Hardcore
5 von 7 Punkten
"Auf die Zwölf"
CD Review: The Night Flight Orchestra - Amber Galactic

The Night Flight Orchestra
Amber Galactic


Classic Rock, Pop
6 von 7 Punkten
"Color In Technicolor"
CD Review: Gasmac Gilmore - Begnadet für das Schöne

Gasmac Gilmore
Begnadet für das Schöne


Indie, Polka Metal, Ska
4 von 7 Punkten
"Warum nicht mal andere Musik hören."
Cover von Manetheren -- Time
Band: Manetheren Homepage Manetheren bei Facebook Metalnews nach 'Manetheren' durchsuchenManetheren
Album:Time
Genre:Black Metal
Label:Debemur Morti
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.09.12
Share:

"Verheißungsvolle Wiederkehr"

So sieht man sich also wieder. Mittlerweile komplett umgekrempelt, kehrt ein bislang unbeachteter Name zurück ins Allgemeingeschehen, deren Potenzial zu Großtaten zwar von Anfang an da war, aber aufgrund irdischer Umstände wie einem mies programmierten Angelo Sasso an den harten Boden der Realität aufgeprallt ist. Was nach dem von mir auf anderen Seiten besprochene Debüt mit MANETHEREN geschah, vermag ich angesichts meines mangelnden Interesses an ähnlich gelagertem Mittelmaß nicht zu werten. Umso erfreulicher, dass "Time" mehr als unbedeutende Lippenbekenntnisse abgibt.

Auch wenn es heutzutage nicht mehr zu den originellsten Einfällen gehört, dem Black Metal der Kaskadenkette zu frönen, geben sich Azlum und sein Trommelkomparse Mühe, der mittlerweile ein wenig eingestaubten Formel neues Leben hineinzujagen. So scheut man weder von plötzlichen Tempoattacken [Ende des ersten Kapitels] noch um für das Gesamtbild ungefährliche, sprich nur dezent eingestreute Post-Rock-Einflüsse zurück, um den neoamerikanischen Spirit herbei zu zitieren. Für den schwuchteligen Lichtglimmer am Ende eines jeden Liederhorizontes, für den zum Beispiel ALCEST viel Lob absahnten, haben diese überlangen Beiträge jedoch nichts übrig, was sie wiederum mehr in Richtung ALTAR OF PLAGUES stößt, ohne wiederum den teilweise harschen Sound eines "Mammal" zu adaptieren. Stattdessen steht verhallter, melancholischer Svartmetall der zerbrechlichen Sorte im Mittelpunkt, der sich zwar gewohnt anhorcht, aber dennoch keine Alltäglichkeiten vom Stapel lässt. Zwischen all diesen Stühlen nehmen Viertelstündler wie Kapitel Nummer Drei eine nostalgisch schöne, behutsam eine Variation nach der anderen ausführende Form an, deren - dunkel über einem schwebende - Gitarrenläufe genauso in Achtsamkeit versetzen wie das unermüdliche, im Untergrund lodernde Feuer, das zum andächtigen Mitnicken einlädt.

Wie eine uralte Kathedrale, deren pompöse, düstere Holzverkleidungen das Mittelschiff in eine düstere, geschichtsträchtige Aura hüllen, empfängt "Time" seine Neuankömmlinge mit verschwommenem Ernst. Alles, was danach folgt, gleicht einem steten Absinken in einen sich immer weiter öffnenden Schlund, durch den man geschwächt, aber insgesamt um eine musikalische Talfahrt reicher aussteigt. Ganz unabhängig davon, wie das jeweilige persönliche Ergebnis ausfällt: MANETHEREN kann man zu diesem beeindruckenden Shift nur beglückwünschen.

Trackliste:
01 - I
02 - II
03 - III
04 - IV
05 - V
06 - VI
Spielzeit: 01:14:57

Line-Up:
Azlum - Gesang, Gitarren, Bass
Thorns - Schlagzeug
Michael Bambas [Micha]
14.09.2012 | 14:47
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin