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Album:No Signs Of Wisdom
Genre:Heavy Metal, Prog-Metal
Label:Metal Heaven
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:20.07.07
CD kaufen:'Manitou - No Signs Of Wisdom' bei amazon.de kaufen
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"Neue Wege mit der dritten Platte"

MANITOU aus Finnland ist eine jener neueren Bands, die mir aufgrund meines Redakteursdaseins schon von der ersten Platte an ein Begriff waren. Und haben sie auf ihrem zweiten Album "Deadlock" noch denselben rockigen Querbeetsound des Debüts "The Mad Moon Rising" runtergespielt, bin ich froh auf "No Signs Of Wisdom" nun ein Jahr später einen ziemlichen Kurswechsel erkennen zu können. Wer schon immer der Meinung war, dass der seltsam fröhlich-melancholische letzte Song auf vielen finnischen Power- oder Heavymetalplatten ohnehin der beste ist, kann jetzt nämlich ein ganzes Album voll davon bewundern.

Zwar haben wir immer noch die bekannte, mächtige Heavyproduktion bei denen die Gitarren ordentlich Druck machen, aber so richtig böse klingt es nur noch in einigen wenigen Songs. Zumindest das Tempo hat sich aber nicht verändert und bei Krachern wie "Dread Of The Freaks" gehts ganz schön nach vorne ab. Umgekehrt darf es wie in "Polluted World" aber auch mal rhythmisch aufwendig werden, oder im abschließenden "The August Sky" schwelgend bis über die 10-Minuten-Marke hinaus. Aufgrund des sehr eigenen Klangs und des durchgängig hohen Niveaus sticht dabei jedoch kein Song wirklich raus, selbst wenn man jede Nummer irgendwie von der nächsten abgrenzen kann. Okay, eine Ausnahme gibt es nach mehreren Hördurchläufen dann doch. Zwar ist "Harbinger" nicht der Superohrwurm der sofort aus der Masse sticht, man muss aber dennoch ein unglaublich gutes Songwriting anerkennen. Wie hier die Atmosphäre ständig umkippt um mal nach dieser oder jener Richtung zu explodieren ist schon ziemlich stark, vor allem weil in jedem Teil irgendwo ein Megariff versteckt ist dass definitiv Aufmerksamkeit erregt.

Dennoch steht mit diesem recht radikalen Kurswechsel fest, dass der Fankreis der Band wohl zu einem polarisierten Liebhaberkreis schrumpfen wird. Vorausgesetzt man bleibt dieser Linie treu, und hat nach "No Signs Of Wisdom" nicht schon das ganze Pulver verbraten. Aber selbst dann, kann man immer noch als Lehre ziehen, dass MANITOU im Songwriting eine unglaubliche Macht geworden sind und auch schonmal die eine oder andere Überraschung aus dem Ärmel schütteln können. Da darf man sicher noch einiges in der kommenden Diskographie erwarten.

Trackliste:
01. In This Indolence
02. Dread Of The Freaks
03. No Signs Of Wisdom
04. The End Within
05. Harbinger
06. Polluted World
07. Some Of The Sins Revealed
08. The Loon
09. The August Sky


Frederik Pankalla [Fell]
25.07.2007 | 21:40
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