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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Manowar -- Gods Of War
Band: Manowar Homepage  Metalnews nach 'Manowar' durchsuchenManowar
Album:Gods Of War
Genre:Heavy Metal, Hörbuch, Teutonic Metal
Label:Magic Circle
Bewertung:1.5 von 7
Releasedatum:23.02.07
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"Die ??? und der Gott des Krieges"

Odin wird weltweit immer beliebter, denn jede zweite Pagan- und sonstwie-Metal-Band besingt den Gott der Weisheit und des Krieges mittlerweile. Auch Hollywood macht vor dem Einäugigen nicht halt, denn in diesen Tagen startet der Blockbuster „Pathfinder“ im Kino, welcher sich auch mit Odin und seinen Kriegern beschäftigt.
Natürlich ist der Chef von Valhalla ein steter Wegbegleiter von vielen Metalbands, weshalb ihm auch schon zahlreiche Konzept-Alben gewidmet wurden - „Odin“ von WIZARD, „Ragnarok“ von TYR, „Northern Rage“ von STORMWARRIOR sowie so ziemlich die komplette AMON AMARTH-Diskografie, um nur ein paar zu nennen. Die neueste „Audio-Biografie“ liefern dieses Mal keine Geringeren als die True Metal-Könige MANOWAR.

Selbst für hartgesottene Fans ist das Folgende ein schwerer Brocken und man braucht viele Durchläufe, damit der eine oder andere Song zündet. Das Album ist eine Mischung aus Hörbuch, „Herr der Ringe“-Soundtrack und ein klein wenig Heavy Metal. Zu Beginn muss man erst mal ein siebenminütiges[!!!] Orchester-Intro ertragen, damit man im nächsten Stück gleich wieder Orchester und einen Erzähler über sich ergehen lassen muss. Bombast pur! Erst beim dritten Track ertönen das erste Mal E-Gitarren und Schlagzeug - so entpuppt sich „King Of Kings“ als ein sehr guter Song, der in bester MANOWAR-Manier alles wegbläst, was ihm im Weg steht. Doch mit dem folgenden „Army Of The Dead Part 1“ kommt schon der nächste Dämpfer, denn hier überwiegen wieder nur Bombast und ein Chor. Erst mit „Sleipnir“ kommt dann erneut eine Nummer, bei der man nachvollziehen kann, warum sie auf einem Heavy Metal-Album ist. Leider war man aber auch hier der Meinung, dass eine Erklärung des achtbeinigen Pferds von Odin nötig sei, also muss man wieder einen Erzähler über sich ergehen lassen.
Man kann ja schon froh sein, dass der nächste Song „Loki God Of Fire“ ein puristischer Heavy Metal-Song ist, dennoch schafft es dieser Track leider nicht über das Mittelmaß hinaus. „Blood Brothers“ fällt wieder in die Sparte Hörbuch meets Ballade meets Soundtrack und nervt schon beim ersten Hören.
Wenn der Name schon „Overture To Odin“ lautet, kann man sich wieder auf Orchester einstellen – was soll ich sagen: es trifft mal wieder zu. Dieses Album ist einfach zu vorrausehbar und hat kaum Überraschungsmomente und das folgende „Blood Of Odin“ ist schon wieder nichts als episches Geseire. Spätestens jetzt grinst einen die “Off”-Taste des CD-Players immer freundlicher und freundlicher an!
„Sons Of Odin“ kennt man ja schon von der gleichnamigen Mini-EP, aber wer hätte damals ahnen können, dass diese fast alle guten Songs der Platte enthält.
Bis zum Bonus-Track wird das Hörspiel noch fortgesetzt, dann kommt das Highlight der CD - „Die For Metal“ beginnt mit einem Sprech-Chor und mündet in einen heavy Mid-Tempo-Riff. Der Song ist einfach göttlich, dennoch kann er das schwache Album nicht wieder gutmachen.

Fünf Jahre warten und man bekommt so ein Album vor die Füße gelegt - das grenzt an gnadenlose Fan-Verarsche. Drei von 16 Songs sind wirklich gut, den Rest kann man getrost in die Tonne kloppen! Zu allem Überfluss ist das komplette[!!!] Booklet in Runenschrift verfasst und die wenigen Lyrics kann man dann nur lesen, wenn man stundenlang mit dem Runen-Alphabet Wort für Wort durchgeht. Vielleicht sollten MANOWAR das nächste Album intensiver an ihren Songs arbeiten und nicht dauernd eine DVD nach der Anderen auf den Markt werfen. Allerdings ist dieses Album der Anfang einer Serie von Alben, die sich mit den nordischen Göttern befassen werden und so darf man also gespannt sein, wie die nächste Folge von „Die Drei Fragezeichen gegen MANOWAR“ ausfallen wird.
Da haben WIZARD mit „Odin“ dem sterblichen Gott ein viel wertvolleres Denkmal gesetzt und wer sich für den Göttervater interessiert und True Metal mag, der sollte sich eher dieses Album besorgen, als teure 17 Euro für die Kings Of Metal zu investieren.

Trackliste:
01. Overture To The Hymn Of The Immortal Warriors
02. The Ascension
03. King Of Kings
04. Army Of The Dead, Part I
05. Sleipnir
06. Loki God Of Fire
07. Blood Brothers
08. Overture To Odin
09. The Blood Of Odin
10. The Sons Of Odin
11. Glory Majesty Unity
12. Gods Of War
13. Army Of The Dead, Part II
14. Odin
15. Hymn Of The Immortal Warriors
16. Die For Metal (Bonustrack)


Bastian Diez [DarkApostle]
08.03.2007 | 21:39
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