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Album:Ode To The Flame
Genre:Black Metal, Doom Metal, Punk
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:15.04.16
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"Krachiger, trver und brutaler denn je"

Lässt man den Blick über die aktuelle deutsche Metalwelt schweifen, prangt ein Name etwas leuchtender hervor als die anderen. Mit „Ode To The Flame“ haben MANTAR heute bereits ihr zweites Album veröffentlicht. Eins kann ich euch versprechen: Die Bremer werden ihren Stand als starke Newcomer nicht schwächen, sondern untermauern – und zwar gewaltig.

Der erste Song „Carnal Rising“ beginnt mit einer Rückkopplung und beschwört so die Energie herauf, die während der nächsten 44 Minuten entfesselt werden soll. Danach ist keine weitere Pause in Sicht. Drummer Erinç legt mit einem Blastbeat los, während Sänger und Gitarrist Hanno seinem Instrument Töne entlockt, die man sonst nur von der Baustelle kennt und sich dabei die Seele aus dem Leib brüllt, als ginge es um sein Leben. Wer den Nuclear Blast-Ausverkauf befürchtet hat, sei an dieser also Stelle beruhigt: MANTAR klingen krachiger, trver und brutaler denn je.

Diesen Eindruck bestätigt auch „Praise The Plague“, ein von fiesen Tempiwechsel durchzogenes Monster, das JEDEN Kopf zum Nicken bringt. Wer etwas anderes behauptet, lügt.

Mit dem hymnischen „Era Borealis“ folgt der erste Ohrwurm, der mit „This is death – über alles“ zudem eine ausgesprochen griffige Textzeile bietet.

Für „The Hint“ packen MANTAR ihre schwermütige Doom-Seele aus und garnieren sie mit einer dicken Portion Black Metal. Es fällt nach wie vor schwer, daran zu glauben, dass hier nur zwei Musiker am Werk sind.

„Born Reversed“ beginnt wie ein echt starker Stoner Rock-Song und gewinnt meinen persönlichen Tempowechsel-Award 2016. Wenn ein Wechsel klingt wie ein zu Boden gehender Sandriese, wurde alles richtig gemacht. Drummer Erinç beweist indes erneut seine Qualität und beherrscht sämtliche Genres souverän. So spielt er sich während Song Nr. 5 durch Stoner Rock, Black Metal, Doom Metal, Punk, Sludge sowie diverse weitere Metalgenres, ohne dabei angestrengt zu klingen.

„Oz“ beginnt ähnlich wie „Spit“ vom Debütalbum „Death By Burning“ und entpuppt sich tatsächlich zu einem punkigen Nackenbrecher der gleichen Coleur. Durchzogen wird der Rhythmuskoloss von keyboardähnlichen Gitarreneinspielern, die an eine Messe erinnern, wie sie schwärzer nicht sein könnte. Im Song an sich geht es indes nicht etwa um die gleichnamige Traumwelt aus dem bekannten Film „Der Zauberer von Oz“, sondern um den Hamburger Sprayer gleichen Namens, der vor kurzem von uns ging.

Die keyboardähnlichen Gitarrenlicks können sich bis ins „I, Omen“-Intro retten, wo sie jedoch später von einem höllischen Groove niedergeprügelt werden. Erneut haben wir es mit einer wahren Dampfwalze zu tun, die sich durch ausgesprochen starke Black Metal-Einflüsse auszeichnet und fleißig im Doom Metal wildert.

„Cross The Cross“ ist zwar ebenfalls ein gelungener Rübenabschrauber, wirkt im Vergleich zum restlichen Album aber etwas schwach auf der Brust. Dennoch sollte an dieser Stelle betont werden, dass das nicht an der mangelnden Qualität des Songs liegt, sondern an der überwältigenden Stärke des gesamten Albums.

Mit „Schwanenstein“ folgt mein persönlicher Favorit, der an Düsternis und Vielschichtigkeit kaum zu überbieten ist. Lest in unserem Interview unbedingt die Story zum Song!

„Sundowning“ spannt erneut einen Bogen zum Debüt, indem es die Spoken Word-Passagen aufgreift, die es schon auf „Death By Burning“ zu hören gab. Was folgt, ist ein sehr wechselhafter und unruhiger Song, der kurz vor Ende noch einmal alles hochwühlt, was sich während der vergangenen Dreiviertelstunde angestaut hat.

„Ode To The Flame“ hinterlässt in der Tat nichts als verbrannte Erde und man weiß nach diesem Album nicht, ob man Lachen oder Weinen soll. Fest steht, dass MANTAR kein Quäntchen ihrer Fatness eingebüßt haben und Deutschland und der Welt erneut zeigen, wo der Frosch die Metal-Locken hat.

Trackliste:
01. Carnal Rising
02. Praise The Plague
03. Era Borealis
04. The Hint
05. Born Reversed
06. Oz
07. I, Omen
08. Cross The Cross
09. Schwanenstein
10. Sundowning
Spielzeit: 00:44:01

Line-Up:
Hanno - Gesang, Gitarre
Erinç - Schlagzeug
Timon Menge [sludgeworm]
15.04.2016 | 19:52
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