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"Besser gar nicht erst anhören"
Cover von Mantic Ritual -- Executioner
Band: Mantic Ritual Homepage Mantic Ritual bei Facebook Metalnews nach 'Mantic Ritual' durchsuchenMantic Ritual
Album:Executioner
Genre:Thrash Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:27.02.09
CD kaufen:'Mantic Ritual - Executioner' bei amazon.de kaufen
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"Vier Dreschflegel mit Zeitmaschine"

MANTIC RITUAL hatten wahrlich Glück im Unglück: Gerade als es nicht mehr überschaubar war, wer da alles im Zuge des Retro-Thrash-Hypes aus den USA und dem Rest der Welt ans Licht der Öffentlichkeit drang und die Sache einen faden Beigeschmack zu entwickeln drohte, waren die Jungspunde gezwungen, ihren Namen zu ändern. Besser hätte es nicht kommen können, denn so erscheint „Executioner“ genau zum richtigen Zeitpunkt.

Wer sich schon immer gefragt hat, was das wohl damals für ein Gefühl gewesen sein muss, als die gerade dem Knabenalter entwachsenen METALLICA ihr erstes Album veröffentlichten und tausende von Jugendlichen den ersten Tönen der heute legendären „Kill Em All“ lauschten, der bekommt nun die Möglichkeit, das nachzuholen: Die vier Jungspunde von MANTIC RITUAL, die sich zweifelsohne am rohen Charme des eben genannten Meilensteins orientieren, zocken ihren von der NWoBHM beeinflussten Retro-Thrash nämlich mit einer derartigen Energie und Überzeugung, als hätten sie das Genre gerade eben selbst erfunden. Solch brillante Kompositionen wie der furiose Opener „One By One“, der folgende Titeltrack oder auch das nicht minder brachiale „Murdered To Death“ begeistern mit schlichtweg arschtightem Riffing und klingen dabei dank ausgeklügeltem Songwriting keineswegs abgekupfert sondern herrlich frisch und eigenständig. Dazu bietet das Gitarrenduo Wetmore und Potts derart halsbrecherische Flitzefinger-Soli, dass diverse alteingesessene Kollegen vor Neid erblassen, gelb anlaufen oder sonstige Farbwechsel durchmachen dürften. Ersterer ist obendrein noch für den Gesang zuständig und weist mit seinem ungezähmten Stil starke Ähnlichkeit zum jungen James Hetfield auf, was hervorragend zum Gesamtsound der Band passt. Zudem ist sich das Quartett keineswegs zu schade, seine Wurzeln zuzugeben, verbeugt sich diverse Male vor DIAMOND HEAD und liefert mit „Thrashatonement“ möglicherweise die Genre-Hymne fürs neue Millennium. Dazu hat Andy Classen der Formation eine astreine Produktion spendiert, die zwar nicht ganz so räudig-authentisch klingt wie andere Retro-Thrasher, aber dafür druckvoll und definiert, was Kompositionen von derart hoher Qualität nur zugute kommt. Respekt!

Ehre, wem Ehre gebührt: Selten kommt es vor, dass eine Veröffentlichung in jeder Beziehung zu überzeugen weiß, doch MANTIC RITUAL gelang hier die Quadratur des Kreises. Obwohl die Wurzeln der Band deutlich hörbar sind, klingt „Executioner“ von vorne bis hinten authentisch und legt die Messlatte für alles, was in diesem Jahr noch kommen mag, um ein ganzes Stück höher. Anspieltipps: Alles, von Anfang bis Ende, und ja kein Lied auslassen.

Trackliste:
01. One By One
02. Executioner
03. Black Tar Sin
04. Death And Destruction
05. Murdered To Death
06. Souls
07. Panic
08. Double The Blood
09. Thrashatonement
10. By The Cemetery
11. Next Attack
Spielzeit: 00:56:37

Line-Up:
Dan Wetmore - Vocals, Guitar
Jeff Potts - Guitar
Ben Mottsman - Bass
Adam Haritan - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
22.02.2009 | 23:44
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