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Cover von Mantric -- The Descent
Band: Mantric bei Facebook Metalnews nach 'Mantric' durchsuchenMantric
Album:The Descent
Genre:Noisecore, Post Hardcore, Post Rock, Progressive
Label:Prosthetic Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:30.04.10
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"Anspruchsvolle Abfahrt"

EXTOL sind tot, es lebe MANTRIC! Gegründet 2007 aus der Asche eben jener Prog Metal-Band sind die Norweger mit ihrem neuen Projekt ausgerechnet bei dem amerikanischen Label Prosthetic gelandet, über das nun das MANTRIC-Debüt „The Descent“ auch hierzulande erscheint.

Leichter Kost haben sich allerdings auch MANTRIC nicht unbedingt verschrieben: Der „Abstieg“ beginnt mit dem sinister-bedrohlichen Instrumental „Asylum 2013“, das direkt in das tobende „Tower Of Silence“ übergeht. Es herrscht Postcore/Post Metal-immanente Laut-/Leise-Dynamik, d.h. noiserockige Eruptionen mit Geschrei lösen sich meist in harmonische, clean gesungene Refrains auf, bevor man die nächste Soundwelle der Gewalt über den Hörer schwappen läßt.
„Symptoms“ reiht sich da progressiv riffend und nihilistisch geifernd mit ein, mit großartig flächigen Arrangements und fast schon eingängigem Chorus.
Das Gesamtkonstrukt von „The Descent“ wirkt damit wie eine etwas rockigere Variante von bzw. Mischung aus CULT OF LUNA oder THE OCEAN, bei der zum Fünf-Uhr-Tee auch noch UNSANE und TODAY IS THE DAY vorbeischauen, um den einen oder anderen Part beizusteuern.
Tracks wie „Spear Of Heaven" oder auch "Alihorn" sind kantige Brocken, bei denen sich Wut, Wohlklang, Noisecore, Emo und Prog-Rock quasi die Klinke in die Hand geben und selbst Vocalharmonizer passende Verwendung finden.
"Choice" klingt beinahe balladesk, zumindest aber versöhnlich und mit Ziehharmonika, ohne allerdings an Druck zu verlieren, der bei dem TITD-gefärbten "Exorcism" ohnehin gleich wieder abgelassen wird.
„Dark Passenger" ist düster-apokalyptischer Noiserock mit KING'S X-artigen Strukturen, der mich obendrein irgendwie an eine post-metallisierte Version von BJÖRK erinnert.
Mit "Uro" endet diese anspruchsvolle Abfahrt, wiederum rein instrumental, brodelnd, aber eher in sich ruhend, der schlimmste Zorn scheint verraucht...

„The Descent“ stellt also durchaus eine kleine musikalische Herausforderung dar, einen Klumpen, der erstmal verdaut werden will, der dabei allerdings stets hörbar und - dank zahlreicher Breaks und Stilbrüche - interessant bleibt, womit eine anständig lange Halbwertszeit von MANTRICs Debüt bei entsprechend disponierter Klientel gewährleistet sein dürfte.

Trackliste:
01. Asylum 2013
02. Tower Of Silence
03. Symptoms
04. The Invasion
05. Spear Of Heaven
06. Cognitive Cocain
07. Alihorn
08. Choice
09. Exorcism – In A Treacherous Kiss
10. Water Through Fire
11. Dark Passenger
12. Uro
Spielzeit: 00:51:19

Line-Up:
Tor Magne Glidje – Guitar, Vocals
Ole Halvard Sveen – Guitar, Vocals
John Robert Mjåland – Bass, Vocals
Kim Akerholdt - Drums
Anders Salomon Lidal - Soundscapes
Dirk Konz [dkay]
01.05.2010 | 15:23
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