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Cover von Marathonmann -- Holzschwert
Band: Marathonmann Homepage  Metalnews nach 'Marathonmann' durchsuchenMarathonmann
Album:Holzschwert
Genre:Grindcore, Post Hardcore, Punk
Label:Century Media
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:22.03.13
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"...und läuft"

Man freut sich heutzutage über solche Dinge. Wenn sich Bands mal so richtig Gedanken machen und nicht auf genreübliche Standards zurückgreifen. MARATHONMANN beispielweise nennen ihr Debüt schlicht und einfach „Holzschwert“, als wären die „wahren“ Albumtitel der schwermetallischen Zunft gerade vergriffen. Die Band übrigens kommt aus München und konnte sich immerhin bereits zu Beginn ihres Karrieremarathons einen Deal bei Century Media erlaufen.

Ein interessanter Bandname, ein renomiertes Label und ein immerhin zum Nachdenken anregender Albumtitel sollten zu wachsender Neugier führen. Doch so richtig überzeugen können mich die Langläufer [ noch ] nicht. Zwar kommt ihre frische punkige Art in so manchen Passagen richtig gut zur Geltung, doch wirkt das Konzept, welches sich die Süddeutschen auf ihre Fahnen geschrieben haben, meiner Meinung nach noch nicht komplett ausgereift. Da wären in erster Linie die Songs zu nennen, die größtenteils auf anständigem Level rangieren, sich aber meist nicht so richtig in Szene setzen können. Grindcore/Punk mit deutschen Texten, der nicht zu straight, aber auf gar keinen Fall zu kompliziert sein möchte. Der Opener „Wenn du dem Teufel deine Hand gibst“ und das darauf folgende „Die Stadt gehört den Besten“ sind richtige Hits, es ist noch alles in Butter. Auf musikalischer Seite ist unter anderem ansatzweise schon mal ein leicht dezenter TURBOSTAAT oder MUFF POTTER-Farbklecks zu vermerken. Lockerer Auftakt also, doch dann macht sich so ein wenig Eintönigkeit breit. Zum größten Teil klingen die Nummern ziemlich ähnlich, nur „Grabräuber“ fällt mit seinem, fast möchte ich sagen Alternativ-Touch ein wenig aus dem Rahmen. Das ruhige, aber dennoch mit einer gewissen Spannung versehene „Schiffe versenken“ ist am Ende ein kleiner, schöner Lichtblick. Doch über mehr als knapp oberhalb der Durchschnittsgrenze möchte ich keine der zehn Songs ansiedeln. Ein Plus auf der Haben-Seite sind allerdings die Texte. Keine plattes Gegröhle, keine hochintellektuellen Überlebensweisheiten, sondern Geschichten, die man einfach zu Ende hören möchte. Michael Lettner ist bemüht, seine Lebensweisheiten gequält und angepisst zum Ausdruck zu bringen. Auch hier allerdings tue ich mich schwer, dem Gesang über größerer Distanz die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Sicher eine Stimme mit lobenswertem Wiedererkennungswert, doch für manche Ohren [ wie die meinen ] irgendwie auch gewöhnungsbedürftig. Unverzichtbar seien an dieser Stelle die Gastsänger auf diesem Album gewürdigt. Tom Mischok [ADOLAR] ist dabei, ebenso Richard Meyer von KMPFSPRT und Guido Knollmann [DONOTS].

Zusammenfassend läßt sich also sagen, dass MARATHONMANN eigentlich einen relativ soliden Start hinlegen, der irgendwo zwischen Post-Hardore und Punk rangiert. Wäre da nicht die überpräsente Snare, geht mir das Getacker dieses Instruments irgendwann schier auf den Keks. Aber so ein Marathon ist bekanntlich lang und die Jungs haben ja erst einen kurzen Teil der Strecke absolviert.

Trackliste:
01. Wenn du dem Teufel deine Hand gibst
02. Die Stadt gehört den Besten
03. Unter Tränen
04. Holzschwert
05. Räume
06. Wir sind immer noch hier
07. Grabräuber
08. In den Trümmern deine Sätze
09. Propeller
10. Schiffe versenken
Spielzeit: 00:36:12

Line-Up:
Michael Lettner - Gesang, Bass
Robin Konhäuser - Gitarre
Tom Fischer – Gitarre
Marcel Konhäuser - Schlagzeug
Frank Wilkens [Fränky]
04.05.2013 | 16:25
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