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Cover von Maroon -- The Cold Heart Of The Sun
Band: Maroon Homepage Maroon bei Facebook Metalnews nach 'Maroon' durchsuchenMaroon
Album:The Cold Heart Of The Sun
Genre:Modern Metal, Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:19.10.07
CD kaufen:'Maroon - The Cold Heart Of The Sun' bei amazon.de kaufen
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"Ein mutiges Unterfangen!"

What's up? Endlich wieder ein neues MAROON-Album! Nachdem sich nach dem Durchbruch und Metalcore-Meilenstein „Endorsed By Hate“ sowie einer etwas längeren Studio-Abstinenz endlich das Century Media-Debüt „When Worlds Collide“ offenbart hatte, waren die Geister an der Ausrichtung der Band zunächst einigermaßen geschieden und die Erwartungen groß, was „The Cold Heart Of The Sun“ denn nun zu bieten habe. Die Entwicklung des Vorgängers hat vor dem Songmaterial anno 2007 keinen Halt gemacht weist eine mehr als klare Marschrichtung auf – Mehr Metal, so ziemlich gar kein Core mehr! Zack Bumm Fertig!

Nicht nur das, auch hat man sich von einem erneuten Dumbo-artigen Cover-Artwork ferngehalten und eher auf stilvolle Totengräber-Gemälde-Optik gesetzt. Soweit so gut – was zählt, ist und bleibt aber die Musik und die fetzt einem sprichwörtlich von der ersten Sekunde an unbarmherzig metzelnd entgegen. Mit einem derart kompromisslosen Opener hätte wohl niemand gerechnet. MAROON sind noch rasanter, metallischer, klingen zum Teil düsterer, lassen einiges an Soli einfließen und haben sich zu 99% von ihren Hardcore-Roots verabschiedet. Zwar haben sie sich ihren Sound und ihre Trademarks bewahrt, aber auch ganz klar an Aggression und Brutalität, die auf den beiden hervorragendenen Alben zuvor in Hülle und Fülle vorhanden war, eingebüßt. Hinzu kommen zum Teil eigenwillige Kompositionen, die einem ab und an nicht so ganz reinlaufen wollen. Das eigentlich ziemlich coole „My Funeral Song“ steht hier mit seltsamer Mosh-Bridge-Solo-Bridge-Struktur gerne Pate. Ebenso wie der zerstörerische Anfang des Albums, überrascht auch dessen Ausklang – mit „Some Goodbyes Are Farewells“ hat man sich noch eine saubere Halbballade mit Leonard Cohen-ähnlichem Gesang einfallen lassen – sehr gelungene Überraschung zum Schluss!

„The Cold Heart Of The Sun“ ist bei Leibe kein schlechtes Album, eher ein verdammt mutiges/gewagtes! Gehasst wird hier immer noch, aber nicht mehr so intensiv. So sperrig und so verkopft haben sich die Nordhausener [für ihre Verhältnisse] noch nie präsentiert – da helfen auch keine kleinen MACHINE HEAD-, DISSECTION-/GRAVE DIGGER- [welcher von beiden es war, darf erstritten werden] oder Edvard Grieg-Zitate. Ob die Rechnung der Band aufgeht und man sich mit einem gezielten Schlag in die Fresse aus der Teils verhassten Metalcore-Szene abkapseln kann, wird sich zeigen - die Chancen dazu stehen nicht schlecht, aber ob das ganze kommerziell auch ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten... für MAROON gibt’s einen Daumen nach oben extra für ihre Hartnäckigkeit und dafür, dass sie ihren Weg gehen. Dennoch eins ist glasklar – auch „The Cold Heart Of The Sun“ wird wieder polarisieren!

Trackliste:
01. [Reach] The Sun
02. Only Sleeper Left The World
03. Steelbath Your Heart
04. My Funeral Song
05. Black Halo
06. The Cold Heart Of The Sun
07. For Those Unseen
08. As Truth Becomes Vain
09. The Iron Council
10. Fear The Most Them Who Protect
11. Some Goodbyes Are Farewells
Spielzeit: 00:45:12

Line-Up:
Andre Moraweck - Vocals
Sebastian Grund - Guitar
Sebastian Rieche - Guitar
Tom Eric Moraweck - Bass
Nick Wachsmuth - Drums
Markus Jakob [shilrak]
16.10.2007 | 22:53
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